Gesundheit: Apotheker im Kreis Görlitz warnen vor Arzneimangel

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  Apotheker im Kreis Görlitz warnen vor Arzneimangel © Bereitgestellt von SZ - Sächsische Zeitung

Apotheker im Kreis Görlitz warnen vor Arzneimangel

Medikamente vom Fiebersaft bis zum Krebstherapeutikum sind hierzulande immer häufiger und immer länger nicht erhältlich. Das sagt der Deutsche Apothekerverband. "Über 250 Mittel sind aktuell als nicht lieferfähig gemeldet", so der Vizevorsitzende Hans-Peter Hubmann.

Für die Patienten werde es kritisch, wenn es keine gleichwertigen Ersatzmedikamente gibt. Das ist zwar meist nicht der Fall, für die Apotheken bedeutet die Suche nach einem Ersatz aber einen deutlichen Mehraufwand. So wenden die meisten Apotheken mittlerweile etwa zehn Prozent ihrer Arbeitszeit dafür auf, Ersatzmedikamente zu finden und die Abrechnung mit den Krankenkassen zu klären. Das geht aus einer Erhebung des Deutschen Apothekerverbandes hervor.

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Claudia Werner, Leiterin der Hirsch-Apotheke am Görlitzer Postplatz kennt das Problem. "Über Lieferengpässe ärgern wir uns schon seit Jahren und leider verstärkt sich diese Problematik zusehends", schildert sie. Im Zusammenspiel mit den Großhändlern gelinge es aber meistens, die Lieferschwierigkeiten auszugleichen. "Auch sind viele Kunden schon so weit sensibilisiert, dass sie wichtige Rezepte nicht „auf den letzten Drücker“ in die Apotheke bringen, und wir so etwas Zeit haben", so Claudia Werner. Im schlimmsten Fall müsse in Rücksprache mit dem verschreibenden Arzt eine Alternative gefunden werden.

"Lieferengpässe gibt es immer wieder mal, weil ein Produzent ausfällt, aber die Menge und die Länge des Ausfalls ist deutlich dramatischer geworden", so Hans-Peter Hubmann. Vor fünf Jahren seien zahlenmäßig nicht einmal halb so viele Produkte betroffen gewesen. Probleme gibt es dabei nicht nur bei Nischenprodukten, sondern auch gängige Mittel gegen Bluthochdruck und Diabetes oder Schmerzmittel wie Ibuprofen waren zeitweise bereits nicht erhältlich.

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 'Patienten, die gefährdet' sind, da das Vereinigte Königreich keine Arzneimittel ausgeht und Medikamente Ein Mangel an Medikamenten besteht darin, Patienten gefährdet zu sein, haben Apotheker gewarnt. © PA Eine Umfrage unter 1.562 britischen Apothekern für das Pharmajournal ergab, dass mehr als die Hälfte (54%) der Ansicht waren, dass Patienten in den letzten sechs Monaten aufgrund von Engpässen gefährdet waren.

Probleme, die auch Heiko Neumann, Apotheker und Chef der Zinzendorf-Apotheke in Niesky, nur allzu gut kennt. "Lieferengpässe gibt es seit Längerem. Aber derzeit hat sich die Situation zugespitzt", sagt er. Betroffen seien fast alle Medikamente, alle Hersteller.

Insuline, Fiebersaft für Kinder, Antibiotika - nur einige Beispiele, die Heiko Neumann aufzählt. Zuweilen liege der Engpass gar nicht mal an den medizinischen Produkten, den Wirkstoffen selbst, hat er nach Gesprächen mit Pharma-Vertretern erfahren. "Jüngst war Aspirin als Brausetablette nicht lieferbar. Es fehlte an der Verpackung", schildert der Apotheker.

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Heiko Neumann bezieht die Medikamente vom Großhandel, wie andere Apotheken auch. "Das heißt, wenn wir nichts bekommen, bekommen andere auch nichts", sagt er. Einen Großteil der Zeit verbringen seine Mitarbeiter damit zu telefonieren, etwa mit den Herstellern.

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  Es war einmal ein stolzer Fluss Paris. Frankreich erlebt die schlimmste Dürre seiner Geschichte. Mehr als 100 Gemeinden bekommen das Wasser bereits in Tanklastern geliefert, weil sie ihre Grundwasservorräte aufgebraucht haben. Einheimische reagieren verärgert auf die Sonderregelungen für Ferienhäuser und Hotels. © FABRICE COFFRINI Das malerische Loire-Tal mit seinen historischen Schlössern gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die man sich auf einer Frankreich-Reise nicht entgehen lassen sollte. Die extreme Trockenheit könnte der Bilderbuchromantik allerdings bald ein Ende setzen.

Für Apotheker als auch Patienten ist die Situation eine Herausforderung. "Wir fragen zunächst, wie lange eine Packung noch hält", so Heiko Neumann. Außerdem wird in manchen Fällen der behandelnde Arzt angerufen und gefragt, ob nicht zwei Wirkstoffe in Kombination möglich wären. "Das bedeutet dann beispielsweise, dass ein Patient nicht wie bisher eine, sondern zwei Tabletten nimmt", sagt Heiko Neumann. Natürlich könne er manche Produkte auch selbst herstellen. "Aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache", findet der Apotheker. Bisher habe es mit Ersatzlieferungen immer geklappt. "Toi, toi, toi", so Heiko Neumann.

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"Es gab schon schlechtere Zeiten. Aber jetzt ist es doch schon wieder ziemlich heftig", sagt Henrik Wintzen. Er ist Apotheker der Johannis-Apotheke in Zittau und hat weitere Geschäfte in Seifhennersdorf, Oderwitz und Olbersdorf. Manche Wirkstoffe, so sie denn nicht geliefert werden, könne man schon ersetzen. "Aber es geht auch um die Mengen. Wenn wir statt 20 bestellter Schachteln nur fünf bekommen, wird es schwierig", so Henrik Wintzen.

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  Neue Kinderkrankheit? Forscher warnen vor „Tomatengrippe“ In Indien ist eine mysteriöse Krankheit ausgebrochen. Welcher Erreger hinter der sogenannten „Tomatengrippe“ steckt.Von der Viruserkrankung betroffen sind vor allem Kinder im Alter unter fünf Jahren. Offenbar ähneln die Symptome der „Tomatengrippe“ der einer Corona-Infektion. Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen können zu Beginn auftreten. Auch Hautausschläge, Erbrechen und Gliederschmerzen sind Teil des Krankheitsbildes.

Selbst einfache Dinge wie etwa Nasensprays seien derzeit schwer zu bekommen. Henrik Wintzen versucht es inzwischen mit Importen aus Italien, Österreich und Frankreich. Das gestalte sich aber schwierig, denn erst muss klar sein, dass die betreffenden Medikamente wirklich nicht mehr in Deutschland verfügbar sind. Für Henrik Wintzen ist klar: "Die Medikamentenabhängigkeit von Fernost muss enden, die Produktion wieder nach Europa verlagert werden." Dass das von heute auf morgen nicht zu machen ist, sei ihm klar. "Das kann Jahre dauern."

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Ähnlich sieht es auch Hans-Peter Hubmann. Er nennt ein Beispiel: So hätten nahezu alle Anbieter in Europa die Produktion von Fiebersaft eingestellt, weil die Herstellung aufgrund der Festbeträge und des Drucks der Kassen nicht mehr wirtschaftlich gewesen sei. "Jetzt gibt es noch einen, und der kann die Menge nicht schultern", so Hans-Peter Hubmann.

"Die andere Ursache sind Lieferkettenabrisse", sagt er. Wenn in Fernost wegen Corona Fabriken geschlossen werden oder Frachter die Häfen nicht mehr anlaufen dürfen, fehlen am Ende selbst diejenigen fertigen Arzneimittel in den Regalen der hiesigen Apotheken, die in Europa hergestellt werden.

Mehr als 100.000 Corona-Infektionen seit März 2020 .
Die ersten Infektionen mit dem neuartigen Virus wurden im Kreis Görlitz im März 2020 nachgewiesen. Seitdem hat ein großer Teil der Bevölkerung eine Infektion überstanden.Die Zahl hat aber nur eine bedingte Aussagekraft. So kann man nicht sagen, 100.000 Menschen haben sich im Kreis seit März 2020 angesteckt. Zum einen haben sich Menschen mehrmals infiziert, zum anderen sind gerade in der Omikron-Welle zunehmend Infektionen nicht mehr mit einem PCR-Test bestätigt worden, mittlerweile ist das auch nicht mehr vorgeschrieben.

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