Gesundheit: "Das ist hier kein Ort nur zum Sterben"

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"Das ist hier kein Ort nur zum Sterben"

Der Patient, erst Mitte 60, hat nicht mehr viel Zeit. Der Krebs hat sich ausgebreitet. Keine Chance mehr auf Heilung. An diesem sonnigen Spätsommernachmittag wünscht er sich, mit dem Doktor auf dem Balkon ein letztes Bierchen zu trinken. Ja, warum eigentlich nicht. Der Doktor hat ja gleich Feierabend. Und ein gutes Gespräch bei einem guten Bier wird dem sterbenskranken Mann guttun. Für Oberarzt Dr. Steffen Herrmann, den Chef der Palliativstation am Klinikum Oberlausitzer Bergland in Ebersbach, gehört eben manchmal auch das zur Arbeit. "Wir sind ja hier auch für die Seele da", sagt der 52-jährige Internist. Im SZ-Gespräch erklärt er, was es mit dieser besonderen Station auf sich hat und warum sie ein Luxus ist.

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Herr Dr. Herrmann, wie muss man sich das vorstellen: Ist Ihre Palliativstation ein guter Ort zum Sterben?

So stellen sich das wohl viele vor. Aber nein: Das ist hier kein Ort nur zum Sterben. Sicher, wir behandeln unheilbar kranke Menschen, die dem Tod nahe sind. Ziel ist es aber, dass wir sie physisch und psychisch so weit stabilisieren, dass sie wieder nach Hause gehen können, um die Zeit, die ihnen bleibt, dort zu verbringen. Zwei von drei Patienten bei uns schaffen das auch. Darauf sind wir sehr stolz. Diese Station ist ja, wenn man so will, auch eine Art Luxus-Station.

Eine Luxus-Station?

Ja, nur wenige Krankenhäuser leisten sich solche Palliativstationen. In Ebersbach haben wir sie jetzt schon seit zehn Jahren. Für die kleine Station mit sechs Betten arbeiten wir in einem großen Team. Unsere Patienten bekommen Physiotherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, wir haben Psychologen, Seelsorger und einen Personalschlüssel, der viel mehr Zeit für Gespräche und individuelle Betreuung zulässt. Wo gibt es das schon, dass für sechs Patienten zwei bis drei Schwestern da sind. Oder dass Angehörige Tag und Nacht zu Besuch sein können. Ich würde mir wünschen, dass alle Patienten im Krankenhaus so eine Umsorgung hätten.

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Warum geht das nur auf einer Palliativstation, auf anderen Stationen aber nicht?

Das ist eine Frage der Finanzierung. Kliniken müssen rechnen. Das Heilen von Krankheiten wird nach Fallpauschalen bezahlt. Die Palliativmedizin ist da etwas anderes. Sie ist ein noch relativ neues Fachgebiet, das aber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wir können unsere Patienten - in der Regel Tumorpatienten im Endstadium - zwar nicht mehr heilen, aber wir können ihre Schmerzen und Beschwerden lindern und damit ihre Lebensqualität so verbessern, dass die verbleibende Lebenszeit erträglicher und angenehmer wird. Gerade auch die seelische Betreuung ist da ganz wichtig.

Warum spielt die Seele so eine große Rolle?

Wenn ein Mensch weiß, dass er sterben wird, vielleicht schon in wenigen Tagen oder Wochen, dann sind da auch sehr viele Ängste: Wie ist das? Was passiert mit mir? Was passiert, wenn ich nicht mehr da bin? Auch Angehörige haben Angst. Wir nehmen uns deshalb sehr viel Zeit zum Reden. Wir erklären was passiert, wenn ein Mensch stirbt. Dass er beispielsweise keine Angst haben muss zu ersticken. Gerade Lungenkrebspatienten glauben das oft. Wir ermutigen die Patienten und ihre Angehörigen, die verbleibende Zeit gemeinsam zu verbringen und auch über ihre Ängste und ihre Wünsche zu sprechen. Wir geben den Patienten Ruhe und Sicherheit. Und manchmal ist auch einfach nur wichtig, da zu sein und eine Hand zu halten.

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Tod und Sterben sind ja heutzutage fast ein Tabu-Thema. Viele trauen sich gar nicht, darüber zu sprechen.

Ja, das ist tatsächlich ein großes Problem. Früher sind die Menschen zu Hause geboren und gestorben. Das gehörte selbstverständlich zum Leben dazu. Heute sterben viele eher im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Angehörige wissen oft nicht, was sie tun und wie sie sich verhalten sollen, und haben Berührungsängste. Auch da helfen wir. Und wir helfen auch ganz praktisch.

Wie muss man sich die praktische Hilfe vorstellen?

Wir geben den Patienten und ihren Angehörigen alles mit, was sie brauchen, damit sie die verbleibende Zeit gut und intensiv gemeinsam verbringen können. Wir arbeiten eng mit dem SAPV-Team zusammen, einem Team für die „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“, das die Patienten zu Hause ambulant weiterbetreut. Das wird hier alles besprochen und organisiert. Für die Patienten ist es sehr wichtig zu wissen, dass sie nicht alleingelassen werden. Diese Sicherheit geben wir ihnen hier.

Es geht oft ums Sterben auf Ihrer Station. Kann man das als Mitarbeiter überhaupt verkraften und so einfach wegstecken?

Auf dieser Station zu arbeiten, ist schon eine große psychische Belastung. Wir haben hier zu den Patienten ja eine viel engere Beziehung und eine größere Nähe. Manche Patienten sind sehr lange, manche auch mehrmals bei uns. Im Team haben wir deshalb regelmäßig Gesprächsrunden, in denen wir über alles reden, was uns bewegt oder belastet. Da sind natürlich auch mal Tränen und Trauer um einen Patienten. Aber wir erleben auf dieser Station auch eine sehr große Dankbarkeit. Das ist die schöne und besondere Seite unserer Arbeit hier.

Und wie ist das für Sie als Mediziner? Wo ist der Erfolg Ihrer Arbeit, wenn Sie doch nicht heilen können?

Wir sehen es als unseren Erfolg, wenn sich der Zustand der Patienten verbessert und wenn sie oder er schließlich ohne Ängste und Leiden friedlich einschlafen können.

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Das ist kein Filmtitel, sondern Realität. Und zwar in der Stadt Longyearbyen auf Spitzbergen, Norwegen. Was verbirgt sich hinter diesem skurillen Gesetzt?Etwas differenzierter bedeutet das: Sterben können die Einheimischen natürlich schon (dieses Naturgesetz konnte die Menschheit bis jetzt noch nicht aushebeln), doch der stets gefrorene Boden macht ein Begräbnis auf der Insel unmöglich.

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