Leben: Sigrid und Anette: Eine ungeplante Freundschaft im Zug

Der blanke 9-Euro-Ticket-Horror: Keine offene Toilette im Zug – Frau macht sich in die Hose

  Der blanke 9-Euro-Ticket-Horror: Keine offene Toilette im Zug – Frau macht sich in die Hose Das darf doch nicht wahr sein, möchte man meinen. Ist es aber leider doch! Und schuld ist der Wahnsinn rund um das 9-Euro-Ticket.Lesen Sie dazu jetzt auch: Schock-Berichte zum 9-Euro-Ticket! Jetzt rechnen Experten ab: „Habe gesehen, wie Menschen aus dem Zug gefallen sind“

"Schreiben Sie Ihre Freundschaftsgeschichte auf!", forderten wir unsere Leserinnen auf. Sigrid und Anette ließen sich das nicht zweimal sagen.

Die Freundschaftsgeschichte von Sigrid und Anette bewegte uns besonders. ISTOCKPHOTO © ISTOCKPHOTO Die Freundschaftsgeschichte von Sigrid und Anette bewegte uns besonders. ISTOCKPHOTO

Uns erreichten viele Geschichten und Gedichte, die uns berührten. Allen Teilnehmerinnen vielen Dank fürs Mitmachen! Wie Sigrid Minrath und Anette Schaumlöffel ihre Freundschaft erzählen, bewegte uns besonders.

Sigrid und Anette

S: Schau mal, da gibt es einen Schreibwettbewerb in der FREUNDIN, da geht es um ungewöhnliche Frauenfreundschaften. Wär das nicht was für uns?

8 Anzeichen für eine toxische Freundschaft

  8 Anzeichen für eine toxische Freundschaft Unsere Freundinnen raten uns immer von toxischen Beziehungen ab. Doch was, wenn die Freundschaft toxisch ist? Wir haben acht Warnsignale für Sie © ISTOCKPHOTO 8 Anzeichen für eine toxische Freundschaft ISTOCKPHOTO Sie ist so charmant, einnehmend und bezaubernd. Sie bedeutet ihnen alles und gibt Ihnen das Gefühl, Sie seien die wichtigste Person in ihrem Leben. Das klingt nach der perfekten Freundin. Doch all der Schein ist nicht immer gleich Sein. Auch die augenscheinlich innigste Freundschaft kann toxisch sein.

A: Auf jeden Fall, da reichen wir was ein. Immerhin hat unsere Freundschaft vor sechs Jahren doch wirklich ungewöhnlich angefangen und wir wundern uns ja immer noch darüber, wie harmonisch es mit uns ist. Wie wollen wir das beschreiben?

S: Vielleicht im Wechsel, das können wir doch gut.

A: Gute Idee. Soll ich anfangen?

S: Gerne.

A: OK. Also … Endlich Feierabend. Heimfahrt. Warum ist dieser IC bloß so unheimlich voll? Das sind doch gar nicht nur die üblichen Pendler. Ach, natürlich, die Glücklichen kommen von der Ostsee. Ich brauche jedenfalls unbedingt einen Sitzplatz, es war ein langer Tag im Büro. Einen Zweier für mich allein kann ich schon mal abhaken. Aber, ach, da ist ja ein Platz frei. Eine Dame sitzt dort, hat viele Dinge um sich herum ausgebreitet und es sich schön gemütlich gemacht. Blonde Haare wie eine gut frisierte Wolke um ihren Kopf, schmales Gesicht, blaue Augen, attraktiv, dezenter Lippenstift, Perlen baumeln im Ohr, matt lackierte Nägel. Im Netz hinter dem Beifahrersitz klemmt ein Buch, das ich kenne. „Der Weg des Künstlers“. Huch. Das hätte ich nicht mit dieser gepflegten Lady in Verbindung gebracht. Besonders nicht eine derart zerlesene und mit Klebezetteln und Lesezeichen aller Art gespickte Fassung.

Die häufigsten Ursachen für Verspätungen bei der Deutschen Bahn

  Die häufigsten Ursachen für Verspätungen bei der Deutschen Bahn Seit zwei Monaten, mit dem Start des stark vergünstigten 9-Euro-Tickets, sind deutlich mehr Passagiere auf der Schiene unterwegs. Doch wer mehr mit der Bahn unterwegs ist, merkt auch schnell, dass nicht nur die sonst hohen Ticketpreise eine Zugreise in Deutschland beschwerlich mache. Vor allem die Verspätungen und Ausfälle sorgen für Frust. TRAVELBOOK hat bei der Deutschen Bahn gefragt, was aktuell für die meisten Verspätungen sorgt und erklärt, was die Verspätungsdurchsagen der Bahn bedeuten. © Getty Images Verspätungen bei der Deutschen Bahn Wer mit der Deutschen Bahn unterwegs ist, sollte sich auf Verspätungen schon provisorisch einstellen.

Sie trägt meinen Wunsch, mich auf den freien Platz setzen zu wollen, mit Fassung und rückt zum Fenster. Ihr Lächeln ist höflich, aber knapp bemessen. Ich ignoriere den zweiten Teil des Signals.

„Dieses Buch da“, ich zeige auf das zerlesene Ding, „dürfte ich da mal kurz reinschauen? Ich hab das vor vielen Jahren mal gelesen und würde gern eine Stelle nachsehen.“

Sie zupft es hinter dem Netz hervor und gibt es mir. Im Buch gibt es Unterstreichungen, Anmerkungen. Im Gegensatz zu mir, die das Werk nur überflogen hatte, wurde hier richtig damit gearbeitet. Ich lächele, gebe es ihr zurück und ein Gespräch kommt in Gang, als sie erzählt, dass sie gern schreiben würde. Noch vor zwei Minuten hätte ich geschworen, wir beiden hätten (außer dem Heimweg) nur wenig gemein. Jetzt bin ich ganz Ohr und frage sie aus. Sie berichtet von dem langgehegten Wunsch, sich schreibend auszudrücken, dem sich jedoch immer wieder andere Hindernisse in den Weg stellen. Sie wird ganz lebendig, die abperlende Wirkung ihrer Eleganz ist verpufft, mit einem Mal ist die gemeinsame Zugfahrt viel zu kurz. Wir tauschen Telefonnummern und verabreden uns zu einem baldigen Kaffee.

Alte Freundschaften: Was macht sie so wertvoll?

  Alte Freundschaften: Was macht sie so wertvoll? Es sind nicht nur die besten Freunde, die wichtige zwischenmenschliche Beziehungen für uns sind, sondern auch die alten Freundschaften von früher. © ZEITjUNG Manche Bekannt- oder Freundschaften bleiben über Jahre. Enge Freund*innen sind ein fester Bestandteil im Leben der meisten Menschen. Ohne ist ein Leben kaum vorstellbar. Denn Freundschaften geben im besten Fall das Gefühl verstanden und unterstützt zu werden. Einige besitzen einen engen Freundeskreis von circa 3-5 Leuten. Wenn es hochkommt, kann man eventuell 5-8 oder 10 Menschen als enge Freunde bezeichnet. Mehr sind es oft nicht.

S: Der Urlaub zu Ende, das Rauschen der Ostsee noch in den Ohren. Die lange Zugfahrt, das Dahindösen durch die vorbeiziehenden Landschaften stimmen mich langsam wieder auf den nahenden Alltag ein. An meinem ungestörten Platz in dem Abteil, das ich fast für mich alleine habe, schweife ich in Gedanken durch die vergangenen Tage auf der Insel. Jetzt nur noch eine Station bis zu Hause.

Als mich plötzlich eine Frau fragend anstrahlt und sich auf den Platz neben mich setzen möchte, verdrehe ich innerlich die Augen – jetzt bloß kein Smalltalk. Doch über mein Buch im Gepäcknetz, in dem es ums Schreiben geht, fädelt sie dann ein Gespräch ein. Ob ich vielleicht ein Buch schreiben wolle. Etwas peinlich berührt über diese direkte Frage stottere ich ein paar Eckpunkte und auch Ausreden hervor. Meine Antwort strickt sie zusammen: So eine Art Häkelkrimi würde das dann wohl werden. Ich schlucke meine Empörung runter und höre sie sagen, dass sie an ihrem zweiten Roman arbeitet. Aha, soso. Ich betrachte die jüngere Frau von der Seite; sie meint es ernst. Na, das könnte ja vielleicht doch noch ein interessantes Gespräch werden. Schließlich reden und reden wir, lachen und erfahren viel voneinander, ich mag ihren direkten, klaren Blick. Am Ende der halbstündigen Reise sind wir per Du und für den nächsten Samstag zum Kaffee verabredet.

Laos: Wie China mit seinem Seidenstraßen-Projekt seinen Einfluss ausweitet

  Laos: Wie China mit seinem Seidenstraßen-Projekt seinen Einfluss ausweitet Ein Hochgeschwindigkeitszug, gebaut und finanziert durch China. Macht er aus Laos ein modernes, vernetztes Land – oder eines, das vom großen Nachbarn in die Schuldenfalle getrieben wird? Eine Zugreise. © Thomas Cristofoletti / DER SPIEGEL Vor dem neuen Bahnhof treffen sie sich. Mütter aus der Hauptstadt, mit Säuglingen auf dem Arm und Kleinkindern an der Hand, denen sie kleine Kappen als Schutz vor der Sonne aufgesetzt haben, und die die erste gemeinsame Reise antreten. Arbeiter, die ihre entfernt lebenden Familien besuchen, und noch nie zuvor in ihrem Leben mit dem Zug gefahren sind.

A: Das Abteil fast für dich allein? Musst du aber entspannt gewesen sein! Es war doch total voll. Sonst hätte ich mich nie und nimmer zu dir gesetzt. Dafür sitze ich selbst viel zu gern allein.

S: Ach, merkwürdig! Ich habe ein leeres Abteil in Erinnerung. Aber mehr noch irritiert mich deine ausschweifende Beschreibung meiner angeblichen Eleganz.

A: Du bist halt elegant, auf jeden Fall strahlst du das auf mich aus. Leb damit, ist nicht so schlimm.

S: So sehe ich mich nicht, aber egal. Unser erstes Wiedersehen, das war dann im Café Lupus.

A: Ja, stimmt! Und da konnten wir direkt an unser erstes Gespräch im Zug anknüpfen, als hätten wir uns gar nicht getrennt.

S: Ja, und ich erinnere mich daran, dass du angerufen wurdest und der Anruferin sagtest, dass du wenig Zeit hättest, weil du gerade mit einer Freundin zusammensäßest … Das hat mich damals sehr berührt. Wir kannten uns ja kaum.

A: Und mich hat deine Geschichte vom Grünkohl berührt. Da war mir klar, dass du das Zeug zum Schreiben hast und ich habe dir daraufhin von meiner Idee mit dem Ping-Pong erzählt. Du hattest beklagt, dass es dir schwerfällt - einfach so - ohne „Aufgabe“ zu schreiben. Also habe ich dir vorgeschlagen, einen Anfang zu machen, an den du dann anknüpfst.

S: Richtig, so war es. Und was für ein verrücktes Garn wir uns da zusammengesponnen haben. An die hundert haarsträubenden Seiten! Viel zu schade für die Schublade, in der sie seit Jahren schlummern.

'In aller Freundschaft': Tragischer Serientod in der Sachsenklinik?

  'In aller Freundschaft': Tragischer Serientod in der Sachsenklinik? Ein dramatischer Vorfall erschüttert bei 'In aller Freundschaft' die Gemüter. Es ist noch nicht lange her, da waren Dr. Philipp Brentano (gespielt von Thomas Koch, 51) und seine Frau Arzu Ritter (gespielt von Arzu Bazman, 44) bei 'In aller Freundschaft' in großer Sorge um ihren Sohn Oskar. Nun scheint sich die nächste Familientragödie anzukündigen.Auch interessant:'In aller Freundschaft': Emotionales Geständnis von Maria'In aller Freundschaft': Trauriger Abschied im AugustUnd: Die besten Schnäppchen auf Amazon sichern *Arzus Vater ist unheilbar krankAm 20. September läuft Folge 988 ('Vorahnung') von 'In aller Freundschaft'.

A: Du liest es doch gerade noch einmal. Ist es wirklich nicht zu unterscheiden, welchen Part du und welchen ich geschrieben habe?

S: Nein, keine Chance. Und ich bin ehrlich überrascht, wie süffig sich das Ganze liest, obwohl ich mich damals beim Schreiben oft gequält habe und dachte, das wird doch nix.

A: Aber beim Lesen merkt man es nicht?

S: Nein, wirklich nicht. Und doch beneide ich dich immer wieder um die Leichtigkeit, mit der du Ideen entwickelst und wie schnell du dann was runterschreiben kannst.

A: Alles Übung. Und dafür hast du einfach immer wieder so schöne Formulierungen, lustig, scharf beobachtet und spitz geschrieben.

S: Danke.

A: Wollten wir uns nicht eigentlich einen Kuchen bestellen?

S: Auf jeden Fall. Du hast ihn ja schon vor einiger Zeit nach dir rufen hören, du Raupe Nimmersatt.

A: Genau, du Raupe Immersatt. Welche Köstlichkeiten wollen wir teilen? Übrigens mag ich sehr an dir, dass du es nie kommentierst, wenn ich Hunger habe, selbst wenn du keinen hast. Und dass du als fischabweisende Vegetarierin lächelnd neben mir sitzt, wenn ich in deinem Beisein dreierlei Matjes verzehre.

S: Dafür schaust du auf jeder Speisekarte erst mal auf die vegetarischen Gerichte, ob sich da auch etwas für mich findet.

A: Ist es nicht wunderschön, dass wir in den vergangenen sechs Jahren kein Haar in unserem Süppchen gefunden haben? Und dass es bei den wenigen Berührungspunkten in unseren Lebensläufen dennoch erstaunlich viele Fäden gibt - auch unsichtbare -, die uns eng miteinander verbinden.

A: Ja, wirklich erstaunlich. So schön wie die Abende, an denen wir laut miteinander singen, ich eher textsicher und du manchmal vielleicht ein bisschen melodischer …

S: Ach, das sehe ich jetzt eigentlich eher genau umgekehrt …

A: Egal. Mit dir macht alles Spaß. Belanglosigkeiten und Floskeln überspringen wir. Lieber Tiefgang bei geteilten Pommes Spezial …

S: Und auch beim gemeinsamen Meditieren. Nie hätte ich gedacht, dass ich damit etwas anfangen könnte. Aber du hast mich da wirklich in eine völlig neue Welt geführt.

A: Und du hast mich nach De Haan, an die belgische Nordseeküste, in euer Ferienhäuschen geführt. An wie vielen schönen langen Wochenenden wir dort geschrieben haben! Und am Strand spaziert sind, in den Geschäften gebummelt und Waffeln und Pommes zugesprochen haben. Mein neues Buch wäre nie und nimmer fertig geworden, ohne diese Schreibcamps. Ich kann es gar nicht erwarten, im November dort mein nächstes zu beginnen.

S: Tja, dafür, dass ich dachte, keine neue Freundin zu brauchen, spielst du schon eine ganz schön große Rolle in meinem Leben.

A: Und dafür, dass ich dachte, du wolltest einen Häkelkrimi schreiben, hast du eine hübsche Sammlung kleiner Geschichten veröffentlicht.

S: Aber wer weiß! Häkelkrimi kommt vielleicht noch. Möglicherweise als Ping-Pong?

Autorinnen: Sigrid Minrath und Anette Schaumlöffel

In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte: Ist Florian unheilbar krank? .
Große Sorge um Florian: In der "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte"-Folge 304, die am 25. August im Ersten zu sehen war, haben wir erfahren, dass Florians Vater schwer an Alzheimer erkrankt ist. Auch der junge Mann selbst könnte betroffen sein. Die Vorschau verrät für die Episode 308 (voraussichtlicher Sendetermin: 22. September 2022), dass der Mediziner fürchtet, erste Anzeichen für eine beginnende Erkrankung bei sich festzustellen.

Siehe auch