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Liebe & Beziehung: Fünf Jahre Ehe für alle - Peter Priller zieht Bilanz: „Isarwinkler genauso offen wie Münchner“

Kann die romantische Liebe gegen die Belastungen des Alltags bestehen?

  Kann die romantische Liebe gegen die Belastungen des Alltags bestehen? Worüber viel gemeint, aber recht wenig sicher gewusst wird: Rosemarie Nave-Herz legt eine kompakte Studie über die Ehe in Deutschland vor.Nave-Herz fundiert ihre Analyse mit profunden Kapiteln zur Geschichte des Ehebegriffs und zu seinem Bedeutungswandel in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Eine besonders eindrucksvolle Vermählung war für Peter Priller (re.) die Hochzeit von dem Paar Rudi und Bernhard am 20. August 2022 in der alt-katholischen Schlosskirche des Schloss Mirabell in Salzburg. © privat Eine besonders eindrucksvolle Vermählung war für Peter Priller (re.) die Hochzeit von dem Paar Rudi und Bernhard am 20. August 2022 in der alt-katholischen Schlosskirche des Schloss Mirabell in Salzburg.

Fünf Jahre Ehe für alle - Peter Priller zieht Bilanz: „Isarwinkler genauso offen wie Münchner“

Fünf Jahre Ehe für alle: Der alt-katholische Pfarrer und Vereinsvorsitzende von „Schutz“, Peter Priller, spricht im Merkur-Interview über die Entwicklung beim Heiraten.

Bad Tölz – Vor fünf Jahren hat in Deutschland die „Ehe für alle“ das Modell der eingetragenen Lebenspartnerschaft verdrängt. Seit Herbst 2017 können also auch homosexuelle Paare heiraten. Und zwar ohne Abstriche. Was heute selbstverständlich ist, war lange umstritten. Seit diesem Meilenstein haben sich über 65 000 schwule und lesbische Paare das Ja-Wort gegeben. Und auch sonst hat sich seit der kleinen Revolution im Familienrecht einiges getan. Peter Priller (61) ist Pfarrer der alt-katholischen Filialgemeinde Bad Tölz. In seinem Amt hat er schon zahlreiche kirchliche Segnungen und später auch Hochzeiten gleichgeschlechtlicher Paare zelebriert. Dazu hat er als Vorsitzender des Vereins Schutz – eine Gruppe von Schwulen und Lesben im Oberland für die Belange von Homosexuellen auf dem Land – Einblick in die Szene.

Trainingspläne: So meistert Ihr Klimmzüge

  Trainingspläne: So meistert Ihr Klimmzüge Ich erinnere mich, wie ich in der 5. Klasse einen Klassenkameraden dabei beobachtete, wie er während eines Fitnesstests 13 Klimmzüge schaffte. Bei ihm sah es so mühelos aus, dass ich dachte: “Das ist bestimmt einfach!”. Falsch gedacht. Ich war schockiert, als ich nicht einmal EINEN Klimmzug geschafft habe. Es stellte sich heraus, dass man diese […]Ganz gleich, ob Ihr schon ein paar Klimmzüge schafft oder bisher bereits beim ersten Versuch gescheitert seid, diese praktischen Trainingstipps helfen euch, Klimmzüge in Nullkommanichts zu meistern.

Herr Priller, seit 2017 gibt es juristisch keine Unterschiede für Homosexuelle beim Heiraten mehr. Wie sieht das in der alt-katholischen Kirche aus?

Bei uns gab es mit der Einführung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft den Wunsch, als Paar eine offizielle Segnung zu bekommen. Das haben wir gemacht und sogar als erste Kirchen der Ökumene ein Ritual dafür rausgegeben. Dann kam staatlich die Ehe für alle. So hat die Synode 2021 beschlossen, dass weder im kirchenrechtlichen, noch im liturgischen Bereich, Unterschiede zwischen gleichgeschlechtlicher und gegengeschlechtlicher Ehe gemacht werden. Das ist richtig, denn es gibt keinen Unterschied. Manche führen als Gegenargument an, dass homosexuelle Paare keine Kinder bekommen können, aber das können zwei 60-Jährige Heterosexuelle, die heiraten, auch nicht.

Ein Nationalpark für Großkopferte?

  Ein Nationalpark für Großkopferte? Nach einer Razzia bei einem russischen Oligarchen ist das bayerische Postkartenidyll am Tegernsee wieder in die Schlagzeilen geraten. Dabei mag man das dort gar nicht.In der Nachbarschaft des Hotels steht ein bescheideneres Anwesen. Mit Kunststoffjalousien, einem grünen Plastikfrosch und einer Baumarktlampe neben der Haustür. Sieht verdächtig normal aus, ist in dieser Lage sicher unerschwinglich. Denn alles, was sich an diesem kalten Novembersamstag im Ort bewegt, ist premium. Tatsächlich muss man sagen, es maybachelt nachgerade. Die größten SUVs, die flachsten Sportwagen mit den mattesten Sonderlackierungen, die teuersten Seidendirndl, die therapiertesten Windhunde.

„Ehe für alle“ gibt es seit Herbst 2017

Der römisch-katholische Pfarrer Schießler versucht mit Mittelwegen, wie der Segnung der Ringe sich für homosexuelle Paare einzusetzen ...

Das machen nun mehrere. Es ist aber das Maximum, was sich ein römisch-katholischer Priester diesbezüglich rausnehmen kann. Die Zeit für sowas ist gerade gut. Diese Kirche vermeidet aktuell weitere Skandale. Darum sagen sie dazu nichts. Aber auf einen offiziellen Paradigmenwechsel in der römisch-katholischen Kirche wartet man bislang vergebens. Ich fürchte, der wird nie kommen.

Gab es 2017 einen Ansturm von Paaren die gleichgeschlechtlich heiraten wollten?

In meinem Bekanntenkreis haben viele ihre Lebenspartnerschaft sofort zur Ehe upgegradet. Das hat nur Vorteile. Ab dann ging das recht kontinuierlich weiter.

Sie haben bis zum Tod ihres Partners in einer Lebenspartnerschaft gelebt. Hat sich das angefühlt, wie eine Ehe zweiter Klasse?

Express von Nürnberg zum Münchner Flughafen soll kommen – nur wann?

  Express von Nürnberg zum Münchner Flughafen soll kommen – nur wann? Der eher schlechte Bahnanschluss des Münchner Flughafens sorgt immer wieder für Diskussion. Ein Express-ICE liegt wohl noch in weiter Ferne, eine Direktverbindung könnte dennoch bald kommen. Nürnberg/München – Es ist immer wieder Thema: Der Flughafen in München braucht eine besser Anbindung. Die CSU forderte bereits vor über einem Jahr eine Expressanbindung. „Es kann nicht sein, dass man den Flughafen München eigentlich nur aus der Luft oder maximal noch mit dem Auto erreichen kann“, beklagte der verkehrspolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Jürgen Baumgärtner, damals.

Unsere Umsetzung nicht. Aber die Idee hatte was mit Diskriminierung zu tun. Zu Beginn der Möglichkeit eine Lebenspartnerschaft einzugehen, war das juristisch nur mit Pflichten verbunden.

Inwiefern?

Man hatte in der ersten Phase der eingetragenen Lebenspartnerschaften die Pflicht, die Sorgepflicht zu übernehmen, aber kaum Rechte gehabt – vom Besuchsrecht im Krankenhaus abgesehen. Wenn es ums Erben ging, wurde man behandelt, als wäre man nicht verwandt. Ein Nachteil war auch, dass man dazu gezwungen war, mit dem Familienstand seine sexuelle Orientierung preiszugeben. Wenn man jetzt heiratet, ist das nicht mehr so. Das war schon ein Wahnsinn. Es gab für uns kein Ehegattensplitting, also keine steuerlichen Vorteile. Man hatte keinen Freibetrag für die Erbschaftssteuer und so weiter. Mit der Zeit sind die Nachteile weniger geworden. Man hat sich durchgeklagt, bis am Schluss nur noch das Adoptionsrecht übrig war.

Kinderkriegen ein wichtiges Thema beim Heiraten

Lassen sich mehr gleichgeschlechtliche Männer- oder Frauenpaare trauen?

Express von Nürnberg zum Münchner Flughafen soll kommen – nur wann?

  Express von Nürnberg zum Münchner Flughafen soll kommen – nur wann? Der eher schlechte Bahnanschluss des Münchner Flughafens sorgt immer wieder für Diskussion. Ein Express-ICE liegt wohl noch in weiter Ferne, eine Direktverbindung könnte dennoch bald kommen. Nürnberg/München – Es ist immer wieder Thema: Der Flughafen in München braucht eine besser Anbindung. Die CSU forderte bereits vor über einem Jahr eine Expressanbindung. „Es kann nicht sein, dass man den Flughafen München eigentlich nur aus der Luft oder maximal noch mit dem Auto erreichen kann“, beklagte der verkehrspolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Jürgen Baumgärtner, damals.

Ich kann nur für mich sprechen. Da sind es mehr Männer. Das liegt aber daran, dass viele Lesbenpaare lieber eine Pfarrerin haben möchten.

Heiraten gleichgeschlechtliche Paare aus anderen Gründen?

Kinderkriegen ist ein großes Thema. Auch wenn es gesellschaftlich nicht mehr so krass selten ist, ehelos ein Kind zu bekommen, denke ich, dass die Idee eine Familie zu werden, wenn man Kinder bekommt, bei Heterosexuellen eine größere Rolle spielt. Seit das Adoptionsrecht auch für Homosexuelle gilt, ist das für diejenigen, die heiraten und noch jung genug für eine Adoption sind, nun sicherlich auch ein ausschlaggebender Grund.

Was hat sich in den vergangenen Jahren beim Heiraten geändert?

Einen Trend, den man – unabhängig der sexuellen Orientierung – merkt, ist die Abänderung des Vermählungsspruchs. Viele wollen sich die Aussage „... bis, dass der Tod uns scheidet“ nicht mehr versprechen. Sondern eine Änderung zu „Ich will dich lieben, achten und ehren, alle Tage meines Lebens“ haben.

Weil das positiver klingt?

Nein. Es ist realistischer. Jemanden lieben, achten und ehren, das kann ich auch noch, wenn die Ehe zerbrochen ist. Es ist ehrlicher. Ich empfehle das vielen Paaren. 95 Prozent nehmen es an.

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Vor „Schlag den Star“: Joachim Llambi platzt wegen Zuständen im Münchner Luxus-Hotel der Kragen

  Vor „Schlag den Star“: Joachim Llambi platzt wegen Zuständen im Münchner Luxus-Hotel der Kragen Joachim Llambi reiste für Dreharbeiten nach München und verbrachte die Nacht im beliebten Luxushotel. - Doch die Unterkunft war eine herbe Enttäuschung. Auf Instagram offenbarte er nun die Details. München – Tanzsportler und Fernsehmoderator Joachim Llambi reiste vergangenes Wochenende für Dreharbeiten zu „Schlag den Star“ des TV-Senders ProSieben nach München. Dort verbrachte er die Nächte im Vier-Sterne-Hotel „Roomers Munich“ an der Schwanthalerhöhe. Doch von Luxus war seine Übernachtung wohl weit entfernt.

Hat sich speziell bei gleichgeschlechtlichen Hochzeiten was verändert?

Dass diese Hochzeiten selbst in konservativen Kreisen als normale Hochzeiten von den Familien angesehen werden. Da ist nichts mehr peinlich und ich muss bei der Trauung nichts mehr für den Familienfrieden umschreiben.

Was wird anders, wenn man verheiratet ist?

Im besten Fall nichts (lacht).

Keine großen Toleranzunterschiede mehr zwischen Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land

Hat sich in der homosexuellen Szene seither was getan?

Absolut. Im Gegenzug ist die Szene verbürgerlicht geworden. Im Vergleich zu den Vorkämpfern der homosexuellen Bewegung in den 68er Jahren. Für die war Heiraten ja fast schon spießig.

Bis 1969 waren gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen noch strafbar. Ist es vielleicht verbürgerlicht, weil es nichts Verbotenes mehr ist?

Das hat länger gedauert. In den 70er Jahren kam man nicht ins Gefängnis, Schwulsein war aber lange nicht gesellschaftlich akzeptiert.

Wo gibt es noch Stellschrauben, an denen man für eine komplette Gleichstellung drehen muss?

Der Durchschnittsmensch geht damit entspannt um. Es gibt aber sehr konservative Kreise, die das ablehnen oder gar verteufeln. Hier könnte die römisch-katholische Kirche einiges tun. Wenn die ihre Haltung dazu ändert, würde sich in streng gläubigen Kreisen was ändern.

Sie arbeiten in München bei der Aids-Hilfe, leben aber in Bad Tölz. Gibt es diesbezüglich einen Stadt-Land-Unterschied?

Nicht groß. Aber man merkt, dass Homosexuelle in der Stadt mit ihrer Beziehung oder Ehe selbstverständlicher umgehen. Hier kenne ich viele, die Hemmungen haben, offen über „meinen Mann“ zu sprechen oder auf der Straße Händchen zu halten. Grundsätzlich würde ich sagen, dass das Bild, das viele vom „konservativen homophoben Land“ oder von der „spießig homophoben Kleinstadt“ haben, auf Vorurteilen beruht. Ich erlebe die meisten Isarwinkler genauso offen und gelassen wie die meisten Münchner.

Das Interview führte Felicitas Bogner.

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