Auto: WM-Duell auf allen Ebenen - Kleinkrieg Mercedes vs. Red Bull

Das ist neu am dicken AMG - Update für Mercedes-AMG GT 4-Türer

  Das ist neu am dicken AMG - Update für Mercedes-AMG GT 4-Türer Mercedes spendiert dem viertürigen AMG GT ein sogenanntes Lifestyle-Update. Dahinter verbergen sich Farben, Materialien und ein Editions-Modell. © Mercedes / Patrick Lang Gegen Ende des Jahres wird Mercedes den AMG GT 4-Türer mit neuen Motoren auf den Markt bringen. Bis dahin müssen sich die Fans mit dem Lifestyle-Update begnügen, das zunächst den Sechszylinder-Modellen angediehen wird. Dabei handelt es sich um eine rein kosmetische Modellpflege, die diese Bezeichnung auch wirklich verdient hat.

Eigentlich wäre diese Story etwas für die nächste folge Netflix-Dokumentation "Drive to survive". Das Thema liegt auf der Hand: Max Verstappen gegen Lewis Hamilton, Red Bull gegen Mercedes. Doch der Titelkampf bietet nicht nur vordergründig Stoff für eine Seifenoper. Auf der Rennstrecke hat es schon ein paar Mal fast und ein Mal richtig geknallt. Auch hinter den Kulissen bekämpfen sich die beiden Hauptdarsteller mit Zähnen und Klauen. Und das hat durchaus Unterhaltungswert.

In Zandvoort konnte Hamilton seinen WM-Gegner nur einmal kurz nassmachen. © Wilhelm In Zandvoort konnte Hamilton seinen WM-Gegner nur einmal kurz nassmachen.

Rad an Rad hat sich das Verhältnis zwischen Verstappen und Hamilton nach den Unfall-Rennen in Silverstone und Budapest wieder etwas beruhigt. Außerhalb der Strecke wird es mit unverminderter Härte weitergeführt. Die Teamchefs Toto Wolff und Christian Horner sind da ausnahmsweise mal einer Meinung. Es gehört zur DNA der Formel 1, dass man dem Gegner auf keiner Ebene etwas gönnt und dass es Teil des Spiels ist, in allen Bereichen die Nase vorne zu haben.

Liegt der Trick im Intercooler? - Red Bull sucht Mercedes-Geheimnis

  Liegt der Trick im Intercooler? - Red Bull sucht Mercedes-Geheimnis Seit dem GP England haben Red Bull und Ferrari den Verdacht, dass Mercedes Leistung gefunden hat. Jetzt glauben die Gegner zu wissen, worum es sich handelt. Red Bull hat eine Anfrage an die FIA geschickt.Während in den Rennen zuvor Red Bull in allen Vollgaspassagen signifikant Zeit auf den WM-Gegner gewonnen hat, ist es seit Silverstone andersherum. Mercedes erklärte das zuletzt mit unterschiedlichen Flügeleinstellungen und beteuert, dass ihr Motor seit Saisonbeginn die gleiche Leistung abgibt und dass man auch nichts an der Antriebseinheit geändert hat.

So geht der Kleinkrieg eben munter weiter. Zum Beispiel bei der Technik. Mal schießt Mercedes, mal Red Bull. Aktuell hat Red Bull den Motor von Mercedes im Visier. Man hat bei der FIA die Anfrage gestellt, ob alles mit rechten Dingen zugeht, wie Mercedes im Beschleunigungsprozess die Luft im Plenum kühl hält. Überläufer von Mercedes zu Red Bulls neuem Powertrain-Ableger haben offenbar geplaudert. Die FIA, so hört man, untersucht den Fall. Ausgang offen.

Man darf Red Bulls Vorstoß durchaus als Retourkutsche gegen die Technischen Direktiven zum Heckflügel und zu den Boxenstopps sehen, die im Sommer über die Formel 1 hereingebrochen waren. Damals hatte Mercedes die Frage gestellt, ob sich die Heckflügel gewisser Autos unter Last im erlaubten Rahmen verbiegen und ob bei den Boxenstopps gewisser Teams nicht ein verbotener Automatismus in den Abläufen zu erkennen sei. Die FIA reagierte mit Klarstellungen. Red Bull musste beide Male reagieren. So wird es auch Mercedes gehen, sollte bei der Motorensache irgendetwas herauskommen.

Connected Roadtrip: Wie hellt strahlt der Mercedes-Stern? – Teil 3

  Connected Roadtrip: Wie hellt strahlt der Mercedes-Stern? – Teil 3 In meinen bisherigen Berichten zum aktuellen MBUX-Navigationssystem und zu den Besonderheiten des Mercedes E300de habe ich Euch schon einige Bereiche aufgezeigt, doch nun möchte ich im dritten und letzten Teil einen Ausblick auf die Zukunft der Marke Mercedes geben. Zudem gibt’s das Fazit zu meinen Testwagen, den mir freundlicherweise das Autohaus Rieger leihweise zur Verfügung […]Mercedes möchte künftig Geld mit dem Verkauf von Online-Services verdienen, da es etwa bei Elektroautos weniger Wartungsbedarf gibt und man zudem als Hersteller direkt mit dem Kunden abrechnen kann – ganz ohne den Umweg übers Autohaus.

De Vries als Spielball

Auch auf dem Fahrermarkt sind die beiden Streithähne Gegner. Das erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Es geht dabei gar nicht um einen Fahrer, den beide für ihre eigenen Teams im Visier hätten. Es geht vielmehr um die Besetzung der zweiten Cockpits von Williams und Alfa Romeo. Red Bull wollte dort Alexander Albon platzieren, Mercedes favorisiert seinen Formel-E-Meister Nyck de Vries. Albons Wunschteam war Williams, bei dem er schließlich auch gelandet ist.

Eigentlich hätten sich die beiden Kandidaten die Plätze aufteilen können, doch erstens sind noch andere Namen im Spiel und zweitens ist das wieder so eine Spielwiese, auf der man dem Rivalen das Leben schwermachen kann. Die thailändischen Mehrheitseigner von Red Bull wünschen sich ihren Landsmann Alexander Albon zurück in der Formel 1. Weil bei den beiden Vertragsteams kein Platz ist, muss er woanders geparkt werden. Um dem Nachdruck zu verleihen, ist eine finanzielle Mitgift im Gepäck. Das zeigt: Der Wunsch ist in Wahrheit ein Befehl. Wenn Albon leer ausgegangen wäre, hätte das Binnenklima bei Red Bull belastet werden können. Und Mercedes wusste das natürlich.

Verkauft an den Mindestbietenden - Elektro-Limousine Mercedes EQS als Basisversion

  Verkauft an den Mindestbietenden - Elektro-Limousine Mercedes EQS als Basisversion Wer sich keinerlei Extras in seinen Mercedes EQS bucht, zahlt trotzdem mehr als 100.000 Euro. Ein guter Deal oder teures Blendwerk? Werfen wir einen Blick auf den Umfang der Serienausstattung. © Mercedes / Patrick Lang Gerade hat Mercedes auf der IAA mit dem AMG EQS 53 4Matic die neue Topversion der großen Elektro-Limousine vorgestellt. Und wir machen jetzt genau das, was an dieser Stelle niemand erwartet: Wir lassen den PS-Protz links liegen und werfen stattdessen einen Blick auf die Einstiegsversion.

Also machte man den Transfer so schwer wie möglich und bot selbst einen Mann aus dem eigenen Pool bei den Teams an, die noch Plätze offen hatten. De Vries ist nach Mercedes-Sprachregelung allerdings ein freier Agent. Und wenn Albon beim Mercedes-Kundenteam Williams fahren will, soll er möglichst seinen Red-Bull-Vertrag aussetzen, hieß es in Zandvoort bei Mercedes. "Wir wollen nicht, dass Geheimnisse unseres Motors an Red Bull gehen", begründete Wolff seine Forderung. Ein Schutz ist das nicht. Albon kann auch ohne vertragliche Bindung an Red Bull plaudern. Und man kann dem Thailänder auch nicht verbieten nach seiner Williams-Zeit wieder in die Familie zurückzukehren.

Rote Flaggen und Heizdecken

Das Katz- und Mausspiel der beiden Protagonisten beginnt immer schon am Freitag mit dem Start des Trainings. Jeder belauert den anderen und wartet nur darauf, dass er einen Fehler macht. Man könnte ja vielleicht einen Nutzen daraus ziehen. Als Max Verstappen im zweiten Training Lance Stroll trotz roter Flagge überholte, passierte erst einmal gar nichts. Man wunderte sich schon, dass der Vorfall nicht an die Sportkommissare gemeldet wurde, obwohl das Fernsehen eifrig darüber berichtete.

Neuer Ferrari-Motor als Joker - Schadensbegrenzung beim Heimspiel

  Neuer Ferrari-Motor als Joker - Schadensbegrenzung beim Heimspiel Ferrari ging mit gemischten Gefühlen nach Monza und fuhr mit 20 Punkten nach Hause. Viel besser als gedacht. Einziger Wermutstropfen: WM-Gegner McLaren sahnte groß ab. Die große Hoffnung: das Motor-Upgrade, das in der Türkei kommen soll.Der schmale Grat, auf dem sich die Ferrari-Fahrer bewegten, könnte der Grund für den Crash von Carlos Sainz im zweiten freien Training in der Ascari-Schikane gewesen sein. Es war der dritte an einem Samstag an den letzten vier GP-Wochenenden. Der Spanier rätselte noch einen Tag später: "Ich habe keine Ahnung, warum ich dort abgeflogen bin. Das Auto war vorher immer neutral dort.

Erst Samstagfrüh kam Bewegung in die Sache. Aston Martin hatte die FIA um eine Untersuchung gebeten. Red Bull hat den Verdacht, dass Mercedes seinen Technikpartner angespitzt hat. Toto Wolff dementiert: "Aston Martin hat den Anfang gemacht. Dann haben sich alle anderen drangehängt." Die Sportkommissare schauten sich Verstappens Bordkamera genau an um zu sehen, wann bei ihm das Rotlicht auf dem Dashboard aufleuchtete. "Das war so spät, dass Max weniger als eine Sekunde Zeit hatte auf die rote Flagge zu reagieren. Und das bei einem Speedunterschied von 150 km/h zu Stroll", erklärte Sportkommissar Garry Connelly.

Genauso verlief sich eine Beschwerde von Red-Bull-Teammanager Jonathan Wheatley gegen Mercedes in der Qualifikation im Sande. Wheatley monierte, dass Mercedes vor dem Rausfahren aus der Garage zu lange die Heizdecken auf den Reifen ließ. Das ist gemäß einer neuen Direktive nicht mehr erlaubt. Mercedes verteidigte sich damit, dass man dazu gezwungen wurde, weil sich in Zandvoort die Unsitte breitmachte, dass viele Fahrer die Boxenausfahrt blockierten, um Platz zum Vordermann zu schaffen. Je weiter hinten man in der Schlange stand, desto stärker kühlten die Reifen aus. Da Mercedes die erste Box hatte, war der Nachteil am größten. Die FIA akzeptierte die Erklärung.

Unterstützung für Red Bull 2022 - Honda-Rückzug auf Raten

  Unterstützung für Red Bull 2022 - Honda-Rückzug auf Raten Honda überlässt Red Bull seine Motoren, um zukünftig ein waschechtes Werksteam in der Formel 1 zu sein. Das ist seit langem bekannt. Jetzt haben beide Parteien den Übergang skizziert. Honda zieht sich mit Ende der Saison nicht völlig zurück, sondern unterstützt Red Bull und Alpha Tauri in einer Übergangsphase 2022.Dafür übernimmt Red Bull den Honda V6-Turbomotor samt der Hybridbausteine. Der japanische Autohersteller zieht sich am Saisonende aus der Königsklasse zurück – unter dem Deckmantel, die Erkenntnisse der letzten sieben Jahre zu nutzen, um den Konzern klimaneutral zu trimmen.

So soll Perez Verstappen helfen - Neuer Vertrag als Motivationsspritze .
Auf die Teamkollegen von Lewis Hamilton und Max Verstappen kommt im Finale eine wichtige Aufgabe zu. Sie müssen ihren Chefpiloten helfen. Das war auch einer der Gründe, warum Red Bull im Sommer den Vertrag mit Sergio Perez verlängert hat.Die Rolle der Statthalter kann im Finale entscheidend sein. Obwohl kaum zu erwarten ist, dass Bottas oder Perez dem Chefpiloten des anderen Teams Punkte wegnehmen. Dazu fehlt ihnen im Moment der Speed. Aber sie können ihre Kreise stören, indem sie den Abstand zur Spitze so gering halten, dass die Strategen des anderen Teams in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind.

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