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Auto:Sprinter-Bus mit ausgereiftem Ausbau - La Strada Regent S (2019) im Test

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Sprinter-Bus mit ausgereiftem Ausbau - La Strada Regent S (2019) im Test © S. Pfisterer Bewährter Campingbus-Aufbau trifft auf neuen Sprinter: Kann uns der neue La Strada Regent S im Praxistest überzeugen?

Wer glaubt an Liebe auf den ersten Blick? Eben, niemand. Aber ob die Chemie stimmt, das lässt sich nach einer Nacht definitiv sagen. In unserem neuen Praxistest-Format „24-Stunden-mit...“ testen wir als ersten Kandidaten den La Strada Regent S. Mein Mitfahrer und ich verreisen mit ihm an einem verregneten Frühlingstag im April in den Schwarzwald, wo wir wandern gehen wollen.

Der Campingbus-Ausbau an sich ist ein alter Bekannter, der die Redaktion bereits im Test 2011 und als Allradler 2017 von sich überzeugen konnte. Interessant ist er vor allem, weil er jetzt mit neuer Sprinter-Basis daherkommt. Schafft es der La Strada Regent S, dass wir uns neu verlieben?

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Fahrzeug: Motor und Fahrkomfort

Der neue Sprinter macht Spaß, denn der Transporter bringt alles mit, was bei Pkw bereits State-of-the-Art ist. Das fängt bei der Schadstoffklasse VI D-Temp an – fortschrittlicher geht's nicht bei den Dieseln – und hört bei den vielen Assistenzsystemen auf, wie etwa beim Abstandsregeltempomat Distronic oder der 360-Grad-Birdview Rundum-Kamera. Lange Strecken oder enge Parkplätze stellen keine Herausforderungen mehr da.

Nach dem problemlosen Ausfädeln vom Parkplatz am Verlag in Stuttgart, kämpfe ich mich mit dem Regent S zunächst durch den dichten Großstadtverkehr. Kein Problem mit einem so schmalen und schnittigen Transporter.

Dank der Rundumkamera kann ich beim Ausparken millimetergenau rangieren. Auch während der Fahrt ist diese Ansicht zuschaltbar, so habe ich im stockenden Verkehr immer den Überblick, was ums Fahrzeug herum passiert – quasi als digitalen Rückspiegel-Ersatz. Beim Blick in die Seitenspiegel stören die Ausbuchtungen an den Heckflanken fürs Bett optisch übrigens nicht, auch das Fahrgefühl wird durch das dickere „Hinterteil“ nicht eingeschränkt.

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Noch in der Stadt schalte ich die Distronic ein, die ich sonst nur auf Autobahnen nutze. Und siehe da: Auch bei dichtem, langsamen Verkehr hält das Fahrzeug zuverlässig den Abstand zu Vordermann und -frau, beschleunigt sinnvoll und bremst komplett ab. Befindet sich der Sprinter im Stillstand, beispielsweise an der roten Ampel, reicht ein kurzer Tipp mit dem Fuß aufs Gaspedal, dann nimmt der Abstandsregeltempomat wieder seine Arbeit auf.

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Den Notbremsassistenten habe ich trotz Stau auf der Autobahn nicht herausfordern wollen. Als der Verkehr endlich wieder fließt, vergeht der Weg in den Schwarzwald wie im Flug. Insgesamt 350 Kilometer Strecke lege ich in 24 Stunden zurück.

(+) Spitzenmotorisierung: In der Praxis fährt sich der La Strada Regent S tatsächlich wie ein Pkw. Könnte auch daran liegen, dass unser 3,5-Tonnen-Mobil mit dem stärksten (190 PS-)Motor ausgestattet ist – die vielen Pferdchen sorgen für eine geschmeidige Beschleunigung. Die Lenkung ist auffällig leichtgängig, die Automatik schaltet unmerklich hoch und runter.

(+) Fahrerhaus: Die Übersichtlichkeit im Sprinter ist gut, die Komfortsitze mit Lordosenunterstützung bequem. Einziges Manko ist, dass es keine Standard-USB-Buchse vorne im Fahrerhaus gibt und ich so mein Smartphone nur in der Sitzgruppe laden kann. Aber das ist zugegebenermaßen nicht die Schuld des Regent S: Die Wireless-Charging-Option in der Ablage funktioniert bei meinem altmodischen Handy leider nicht. Ist mir so auch noch nicht passiert, dass ein Reisemobil technisch weiter ist als mein mobiles Endgerät.

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(+)/(-) MBUX: Das Entertainmentsystem und Sprachsteuerung MBUX sorgen zwar dafür, dass mir unterwegs nicht langweilig wird („Mercedes, spiele Radiosender XY“, „Mercedes, wo ist die nächste Tankstelle?“). Schade nur, dass mir die nette Computerstimme (noch?) nicht sagen kann, wieviel Adblue oder Tankfüllung – geschweige denn Platz in den Wassertanks übrig ist. Auch meine Versuche via Sprache das Licht anzuschalten oder die Klimaanlage zu bedienen, scheitern.

Fazit: Bei unserem 24-Stunden-Date entpuppt sich der Regent S als moderner Gentleman und bringt mich fahrtechnisch gut auf Touren. Nur lange, anregende und fruchtbare Unterhaltungen mit dem Bordcomputer muss ich mir leider abschminken.

Grundriss, Bordtechnik und Wohnaufbau

Nach dem ersten Fahreindruck checke ich den Körperbau, Entschuldigung, den Grundriss meines Dates. Man könnte sagen, dass es sich beim Regent S um eine 08/15-Lösung handelt: Querbett im Heck, Küche und gegenüberliegendes Bad in der Mitte, vorne die Sitzgruppe. Alles ist dort, wo man es erwartet. Ist der Bus also ein Langweiler? Auf keinen Fall: Bei eingehender Betrachtung und Benutzung fallen einigen richtig gute Lösungen auf.

Zugegeben, für ein 24-Stunden-Abenteuer benötigt man nicht viel Gepäck, trotzdem checke ich aus, ob der Stauraum in diesem Fahrzeug auch für eine längere Bindung viel versprechend ist. Die kurze Antwort lautet: Ja. Die ausführliche Antwort steht unten. Gefallen hat mir auch die gute Einteilung des Heckstauraums, dort gibt's ein Extra-Fach für die Kabeltrommel und den Wasserschlauch, trotzdem ist noch genügend Raum für Campingstühle, Grill etc. vorhanden.

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Für den schnellen Klamottenwechsel auf dem Park- oder Stellplatz zwischendurch muss man sich im Regent S übrigens nicht ins Kompaktbad zwängen oder alle Fenster verdunkeln. Zwischen Badezimmer und Sitzgruppe lässt sich kleiner Vorhang vorziehen, dann kann man sich geschützt vor Blicken im Gang umziehen – oder wahlweise auch mal ein Schläfchen hinten machen, ohne dass jemand von außen gleich Verdacht schöpft, falls man seine Fahrtüchtigkeit wiederherstellen und am Straßenrand oder Wanderparkplatz übernachten muss. Diskretion gehört in diesem La-Strada-Campingbus zum Programm.

(+) Wintertauglichkeit: Der Frischwassertank ist innenliegend, der Grauwassertank optional isoliert und beheizt (Aufpreis 536 Euro). Da es in der Testnacht nicht kälter als 9 Grad wurde, kann ich nicht sagen, ob die Wasseranlage tatsächlich frostgeschützt ist. Die Dieselheizung funktionierte in der Praxis einwandfrei, Dieseldämpfe im Fahrzeuginneren nahm meine sonst empfindliche Nase nicht wahr.

(+) Stauraum: Es sind nicht nur genügend Dachstauräume vorhanden, auch von außen erreichbare Klappen am Küchenblock als Schuhregal und Ablagen am Bett zeigen, dass der Regent S mitdenkt. Als Umzugshelfer taugt er ebenfalls: Das Bett im Heck lässt sich hochklappen, um ein Fahrrad oder Surfbrett im Heck zu verstauen. Pluspunkt: Die Extra-Schublade unter dem Bett kann man für den Transport von Sperrigem ebenfalls herausnehmen – ich schaffe es problemlos, sie alleine aus dem Fahrzeug zu hieven.

(+) Möbelbau: Nichts klappert, nichts scheppert. Die Möbelklappen und Schubladen haben einen Soft-Close-Einzug. Die Regalbretter sitzen bombenfest. Ich finde trotz langer Suche keine offene, unebene oder scharfe Möbelkante.

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(+)/(-) Verdunklung und Fliegenschutz: Beides ist bereits serienmäßig für alle Fenster enthalten. Die Fliegenschutztüre an der großen Seitenklappe ist im Komfortpaket 1 und somit schon im Grundpreis enthalten – allerdings kommt sie mir immer wieder/ist sie etwas schwergängig vor. Besonders schönes Detail: Das Dachfenster im Bad hat ab/seit dem Modelljahr 2019 ein eigenes Rollo, damit morgens kein Licht aus dem Bad durch die schicken, teilweise transparenten Nasszellentüren scheint und man so geweckt wird.

Fazit: Die wahren Qualitäten verstecken sich bei dem La-Strada-Camper im Detail: Stauraum, Möbelbau und Detaillösungen gefallen mir sehr gut.

Praxis: Wohnen, Kochen, Schlafen, Waschen

Die erste Nacht kann manchmal die entscheidende sein. Im La Strada Regent überzeugt sie mich sofort. Autark stehen für eine Nacht ist kein Problem. Ein Blick aufs Kontrollbord und die Füllstände der 100-Ah-Gel-Bordbatterie zeigt uns am nächsten Morgen, dass sogar eine zweite oder dritte Nacht drin wäre.

In der Küche können wir am Abend dank Dreiflammkocher gleichzeitig Nudeln kochen, Soße aufwärmen und Würstchen anbraten – glücklicherweise sind all unsere Töpfe und Pfannen kompakt genug. Hier geht also mehr als das Campingbus-typische One-Pot-Gericht. Da das Wetter bei unserem Ausflug wirklich nicht mitspielt, verbringen wir weniger Zeit beim Wandern und recht viel in der Sitzgruppe. Hier können wir dank bequemer Sitzbank lässig lümmeln, nach oben ist auch recht viel Platz, da das Staufach über den Vordersitzen wegklappbar ist.

Apropos Platz: Mit einer maximalen Stehhöhe von 1,94 Metern hat auch mein großer Copilot genügend Raum. Die Matratzenfläche im Bett ist 1,75 Meter lang, doch dank Heckverbreiterung und verkleideten und bepolsterten Verlängerungen kommt die tatsächliche Schlaffläche fast zwei Meter. Am Kopfende ist das Bett 1,44, am Fußende 1,19 Meter breit – alle Maße, mit denen wir gut klar kommen und eine erholsame Nacht verbringen. Von den Hecktüren zieht von dem ungemütlichem Wetter keine Kälte ins Innere.

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(+) Bett: Zu zweit schlafen wir im Heckbett sehr bequem. Die Dreiteilung der Polster ist für uns beide nicht spürbar. Die Härte der Kaltschaummatratze ist genau richtig für mich, mein Co-Pilot findet sie etwas hart – nichts was ein Zusatztopper nicht lösen könnte. Das Licht lässt sich ganz einfach vom Bett aus im ganzen Fahrzeug löschen, USB-Steckdosen für hungrige Handys sind ebenfalls vorhanden. Sie funktionieren auch ohne Landstrom.

(+) Sitze: Sitzbänke in Campingbussen haben aufgrund der kompakten Fahrzeugabmessungen häufig platzsparende, sehr steil stehende und damit unbequeme Rücklehnen. La Strada löst dieses Problem, indem man das Sitzpolster und den unteren Teil der Rückenlehne ein Stück nach vorne ziehen kann. So werden aus steilen 90 Grad zwischen Lehne und Sitzpolster angenehme 100 Grad (oder auch mehr) und man kann sich gemütlich auf die Sitzbank fläzen. Zur Sitzgruppe werden die Vordersitze einfach gedreht. Die Pilotensitze müssen im bekannten Prodzedere hin- und hergeschoben und gedreht werden.

(+)/(-) Tisch: Der Tisch in der Mitte ist groß genug für ein kleines Festmahl am Abend oder das Frühstücksbuffet am Morgen und steht dank mittigen Fuß sehr stabil. Besonderer Clou: Während der Fahrt wird der Tisch in der Klappe über dem Fahrerhaus verstaut, so entsteht mehr Bewegungsfreiheit vorn. Hat der Fahrer lange Beine und muss der Fahrersitz weiter nach hinten, kann der Tisch während der Fahrt nicht stehen bleiben. Mein Mitfahrer findet das umständlich. Ich hingegen freue mich über die flexible Stauraumlösung, denn: Durch das abklappbare Fach über dem Fahrerhaus kann man je nach Bedarf entscheiden, ob man gerade mehr Platz im Kopfraum oder für Gepäck braucht.

(+)/(-) Nasszelle: Das Badezimmer ist kompakt, aber beinhaltet alles, was man benötigt. Nur der Badstauraum ist etwas dürftig, mein wirklich nur mittelgroßer Kulturbeutel wird im größeren der beiden Staufächer eingequetscht. Das WC ist für meinen Geschmack etwas zu hoch eingebaut.

Die Türen zum Bad öffnen sich nach innen. Was zunächst ungewohnt wirkt, entpuppt sich als sehr praktisch: Stehen die Türen offen, hat man so mehr Platz im Bad und bekommt so beispielsweise beim Zähneputzen kein Gefühl von Enge wie in Kompaktbädern anderer Busse. Kleines Manko: Der Handtuchhalter ist bei geöffneter Tür nicht erreichbar.

Ebenso vermisse ich eine Kleiderstange, an der man beispielsweise einen nassen Wetsuit oder eine Skihose aufhängen könnte. Durch das seitliche Fenster plus Dachfenster (Option: 498 Euro) lässt sich die Nasszelle nach dem Duschen optimal belüften. Der Wasserdruck ist gut, man muss beim Aufdrehen sogar aufpassen, dass das Wasser nicht überall hinspritzt.

(+)/(-) Küchenzeile: Der Regent S zeigt ganz eindeutig, dass er das Zeug zum Ernährer deluxe hat. Die Küche besteht aus einem Dreiflammkocher mit elektrischer Zündung sowie einer integrierten Spüle. Das ist ungewöhnlich, denn sonst haben Campingbusse nur zwei Flammen. Der Glasabdeckung über Kocher und Spüle fehlt für mein Verständnis ein kleines Loch, damit man ich sie aus allen Winkeln bequem anheben kann. Über der Spüle gibt es eine offene Korbablage für Gewürze oder Schwämme, daneben befindet sich ein 65-Liter-Kompressorkühlschrank inklusive Gefrierfach.

Der Kühlschrank im Regent S ist damit kleiner als der im Hymercar Grand Canyon S, der bietet 90 Liter. Auch die Sichtachse vom Bett zur Sitzgruppe wird anders als im Hymer-Sprinterausbau durch den hochgesetzten Kühlschrank im Regent S behindert. Dafür kommt man aber gut an den Kühlschrankinhalt auf Brusthöhe. Sehr praktisch finde ich die vielen Schubladen, den integrierten Mülleimer und die Besteckschublade unter der Spüle. Stauraum oberhalb ist ebenfalls genügend vorhanden.

(+) Ent- und Versorgung: Erst wenn es dreckig wird, enthüllt sich das wahre Gesicht eines Campers. Das des Regent S bleibt freundlich: Grau- und Frischwasserentsorgung funktionieren einfach und ohne großes Gekrieche unters Fahrzeug mit leichtgängigen und einfach erreichbaren Hebeln. Das Handling der Toilettenkassette entspricht dem Standard.

Fazit: Ein erfahrener Partner fürs Campingleben ist der La Strada allemal. Im Praxistest zeigt der Ausbau, wie weit gediehen und bewährt er ist.

Preis und Ausstattung

Ein Campingbus mit diesen Qualitäten hat seinen Preis: Ein Schnäppchen ist der Testwagen La Strada Regent S nicht. Das liegt allerdings auch am Sprinter als Basisfahrzeug. Das verdeutlicht auch der Preisvergleich mit Sprinter-Bussen wie der Roadtrip Innova (Grundpreis 76.000 Euro), HRZ Chamäleon (69.620 Euro) oder CS Encanto (75.600 Euro).

Bei La Strada kann man sich den Regent S zu seinem ganz persönlichen Herzensbus konfigurieren. Das beginnt bei den Lackierungen (10 Farben), geht über Polster (knapp 90 Varianten mit und ohne Leder) und hört bei den Holzdekoren (9) und Klappenfarben (15) auf.

Über Geschmack lässt sich streiten, über die Sinnhaftigkeit von Ausstattung meiner Meinung nach nicht. Empfehlenswert finde ich persönlich die Technikpakete 2, 3, 4 (siehe unten) – durch all diese Assistenzsysteme fährt sich der Sprinter einfach überragend komfortabel und ich fühle mich sicher. Auch das Park-Paket mit 360-Grad-Kamera ist bei der Fahrzeuggröße unbedingt eine Überlegung wert, weil es das Rangieren auf dem Campingplatz aber auch die Verkehrsübersicht extrem verbessert.

Die Solaranlage und eine größere Aufbaubatterie sind für alle interessant, die länger autark stehen möchten. Da ich, wie gesagt, eine sehr empfindliche Nase habe, finde ich die SOG-Toilettenentlüftung auch bei zusätzlichem Seitenfenster im Bad sinnvoll.

(+)/(-) Testwagenpreis: La Strada hat in den Regent-S-Testwagen viele Dinge reingepackt, die das Campingleben sehr komfortabel gestalten: SOG für die Toilette, eine Klimaanlage, 190 PS, MBUX, Solaranlage, LED-Scheinwerfer und das Park-Paket mit 360-Grad-Kamera beispielsweise. Der Testwagenpreis: 106.107 Euro.

(+) Grundpreis: Der Grundpreis startet bei 66.900 Euro. Mit Grundausstattung kostet er 73.344 Euro, das heißt Komfortpaket 1*, Technikpaket 1**, Fracht und TÜV sind darin bereits enthalten; so ist das Fahrzeug tatsächlich campingbereit ausgestattet.

Fazit: Beim La Strada gilt: viel Preis, viel Leistung.

Daten und Infos zum La Strada Regent S (2019)

Länge/Höhe/Breite: 5,93/2,83/2,04 Meter

Zulässiges Gesamtgewicht: 3,5 Tonnen

Basisfahrzeug: Mercedes Sprinter, 2,2-CDI-Motor, Euro VI, 163 PS

Sitz-/Schlafplätze: 4/2

Ausstattung (Serie)

Frischwassertank 100 Liter, Truma Combi 4 (optional Truma Combi 6D, 995 Euro), 2x11-Liter-Gasflaschen, 100 Ah Gel-Batterie (optional Aufbaubtterie 150 Ah Gel, 498 Euro)

Ausstattungsoptionen

*Komfortpaket 1: Fußmatte Fahrerhaus, Teppichboden Wohnraum herausnehmbar, Hecklautsprecher Wohnraum, Insektenschutzrollo an der Schiebetür, Isofix Sitzplatz im Wohnraum, elektrische Trittstufe, Truma CP Plus Bedienteil.

**Technikpaket 1: Seitenwindassistent, Zentralverriegelung, ABS, ASR, ESP, Fahrer- und Beifahrerairbag, Ladebooster 25 A, Lederlenkrad, Radio MBUX mit Touchscreen, Tompomat, elektrisch anklappbare Sippiegel, Rückfahrkamera, uvm.

Technikpaket 2: Abstandsregeltempomat, Bremsassistent, Kombiinstrument mit Farbdisplay (865 Euro)

Technikpaket 3: Müdigkeitswarner, Spurhalte-Assist, Totwinkel-Assist (1.155 Euro)

Technikpaket 4: Regensensor, Fernlicht-Assistent, Wet-Wiper-System (470 Euro)

Allradantrieb zuschaltbar (13.365 Euro)

Allradantrieb zuschaltbar mit Getriebeuntersetzung (14.138 Euro)

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