Auto: Liegt der Trick im Intercooler? - Red Bull sucht Mercedes-Geheimnis

Konkurrenz für Audi und Porsche - BMW verkündet LMDh-Projekt ab 2023

  Konkurrenz für Audi und Porsche - BMW verkündet LMDh-Projekt ab 2023 Nach über 20 Jahren Pause kehrt BMW mit einem LMDh-Projekt in den Prototypen-Sport zurück. Ab 2023 startet man in der amerikanischen IMSA SportsCar Championship, die traditionell mit den 24 Stunden von Daytona beginnt. Ob man auch in Le Mans antritt, lassen die Bayern momentan noch offen. © Sean Bull Design Weitere gute Nachrichten für den Prototypen-Motorsport: Nach Audi und Porsche kehrt mit BMW bereits die dritte deutsche Marke in die Szene zurück. Am Freitag (11.6.) hat der bayerische Hersteller ein eigenes LMDh-Projekt ab dem Jahr 2023 bestätigt.

Es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Seit dem GP England hat Red Bull das Gefühl, dass Mercedes in den Beschleunigungsphasen deutlich an Leistung gewonnen hat. Seit jenem Rennen hat sich das Kräfteverhältnis zwischen Mercedes und Red Bull-Honda auf den Geraden wieder umgedreht.

  Liegt der Trick im Intercooler? - Red Bull sucht Mercedes-Geheimnis © Wilhelm

Während in den Rennen zuvor Red Bull in allen Vollgaspassagen signifikant Zeit auf den WM-Gegner gewonnen hat, ist es seit Silverstone andersherum. Mercedes erklärte das zuletzt mit unterschiedlichen Flügeleinstellungen und beteuert, dass ihr Motor seit Saisonbeginn die gleiche Leistung abgibt und dass man auch nichts an der Antriebseinheit geändert hat.

Tschüss V6, hallo neuer Allrad - Mercedes Sprinter 4x4 (2022)

  Tschüss V6, hallo neuer Allrad - Mercedes Sprinter 4x4 (2022) Mercedes bringt einen neuen Zweiliter-Einheitsmotor für alle Sprinter. Außerdem bekommen die Allradvarianten eine komplett neue Technik, das Untersetzungsgetriebe ist Geschichte. © Daimler AG Kastenwagen mit Allrad – das ist schon lange keine Exotennummer mehr. Ob bei Baustellenfahrzeugen oder im Bereich der Freizeitmobile, viele Kunden fragen traktionsstarke Großraumkästen nach. Mercedes hat dabei mit dem Allrad-Sprinter einen gewissen Vorteil vor dem Wettbewerb, da man das überlegene Antriebskonzept ab Werk anbieten kann.

Das muss zu der jüngsten Theorie von Red Bull aber kein Widerspruch sein. Demnach hat Mercedes die gleiche Maximal-Leistung, verteilt sie aber anders. Auch Ferrari soll an der Sache dran sein. Beide Teams glauben zu wissen, wie sich der Weltmeister zu Beginn der Geraden einen Vorteil verschafft hat.

Kalte Luft bringt mehr Leistung

Der Verdacht wurde geschürt, weil die Silberpfeile laut GPS-Daten aus langsamen Kurven heraus beim Beschleunigen massiv Zeit gewinnen. Tatsächlich konnte man in Silverstone und in Budapest den Eindruck gewinnen, dass die Mercedes im direkten Vergleich mit der Konkurrenz wie ein Torpedo Fahrt aufnehmen, am Ende der Gerade aber nicht unbedingt schneller sind. Außer sie haben kleinere Flügel am Auto.

WM-Duell auf allen Ebenen - Kleinkrieg Mercedes vs. Red Bull

  WM-Duell auf allen Ebenen - Kleinkrieg Mercedes vs. Red Bull Red Bull und Mercedes bekämpfen sich nicht nur auf der Strecke. Das Duell geht auf allen Ebenen weiter, vom Fahrermarkt bis zu Technik. Ziel ist es, den Gegner irgendwie aus dem Konzept zu bringen.Rad an Rad hat sich das Verhältnis zwischen Verstappen und Hamilton nach den Unfall-Rennen in Silverstone und Budapest wieder etwas beruhigt. Außerhalb der Strecke wird es mit unverminderter Härte weitergeführt. Die Teamchefs Toto Wolff und Christian Horner sind da ausnahmsweise mal einer Meinung. Es gehört zur DNA der Formel 1, dass man dem Gegner auf keiner Ebene etwas gönnt und dass es Teil des Spiels ist, in allen Bereichen die Nase vorne zu haben.

Das Geheimnis sitzt nach Meinung der Konkurrenz im Ladeluftkühler. Die komprimierte Luft wird dort im Normalfall von 100 Grad auf Umgebungstemperatur runtergekühlt. Die Regeln geben aber laut einer Technischen Direktive etwas mehr Spielraum. Das untere Limit liegt bei 10 Grad unter der Außentemperatur.

Verkauft an den Mindestbietenden - Elektro-Limousine Mercedes EQS als Basisversion

  Verkauft an den Mindestbietenden - Elektro-Limousine Mercedes EQS als Basisversion Wer sich keinerlei Extras in seinen Mercedes EQS bucht, zahlt trotzdem mehr als 100.000 Euro. Ein guter Deal oder teures Blendwerk? Werfen wir einen Blick auf den Umfang der Serienausstattung. © Mercedes / Patrick Lang Gerade hat Mercedes auf der IAA mit dem AMG EQS 53 4Matic die neue Topversion der großen Elektro-Limousine vorgestellt. Und wir machen jetzt genau das, was an dieser Stelle niemand erwartet: Wir lassen den PS-Protz links liegen und werfen stattdessen einen Blick auf die Einstiegsversion.

Im Teillastbereich liegen die Temperaturen der Luft durch alle Instanzen naturgemäß niedriger als bei Volllast. Da kalte Luft dichter ist als warme, kann proportional mehr Kraftstoff verbrannt werden. Und das bedeutet mehr Leistung. Wer es schafft, sich den Anteil kühler Luft für den ersten Part des Volllastbereichs zu reservieren, hat im Beschleunigungsprozess einen Vorteil. Und dabei gewinnt man die meiste Rundenzeit.

Sensor im Verdacht

Und so soll das ganze funktionieren. Nach der Theorie von Red Bull und Ferrari schafft es Mercedes durch eine geschickte Luftführung zwischen Ladeluftkühler und Plenum eine Zeitlang kühle von warmer Luft zu separieren und so in der Anfangsphase der Beschleunigung bis zu 20 PS zu gewinnen. Später schiebt der Verdichter nur noch wärmere Luft nach und der Vorteil verpufft.

Das wäre zunächst alles noch im erlaubten Bereich. Die Frage lautet, wie weit die Luft, die in das Plenum geleitet wird, abgekühlt werden kann und ob der Sensor an einer Stelle montiert ist, an der relevante Werte ermittelt werden.

Red Bull hat da seine Zweifel. Man glaubt, dass der Sensor an einer Stelle misst, an der sichergestellt ist, dass die Temperatur im Luftsammler auf jeden Fall über der geforderten Grenze liegt. Red Bull hat jetzt bei der FIA eine offizielle Anfrage eingereicht. Manche sprechen auch von einer Beschwerde.

So soll Perez Verstappen helfen - Neuer Vertrag als Motivationsspritze .
Auf die Teamkollegen von Lewis Hamilton und Max Verstappen kommt im Finale eine wichtige Aufgabe zu. Sie müssen ihren Chefpiloten helfen. Das war auch einer der Gründe, warum Red Bull im Sommer den Vertrag mit Sergio Perez verlängert hat.Die Rolle der Statthalter kann im Finale entscheidend sein. Obwohl kaum zu erwarten ist, dass Bottas oder Perez dem Chefpiloten des anderen Teams Punkte wegnehmen. Dazu fehlt ihnen im Moment der Speed. Aber sie können ihre Kreise stören, indem sie den Abstand zur Spitze so gering halten, dass die Strategen des anderen Teams in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind.

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