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Digital: Das zweckentfremdete Windows Softwareentwicklungskit 2023 im Praxistest: Die ersten Tage mit dem ARM-PC

Microsoft: Support für Windows 10 Version 21H1 endet im Dezember

  Microsoft: Support für Windows 10 Version 21H1 endet im Dezember Das im Mai 2021 veröffentlichte Funktionsupdate erhält nach dem 13. Dezember keine neuen Sicherheitsupdates. Betroffen sind neben Windows 10 Home und Pro auch Windows 10 Enterprise, Education und for Workstations. Microsoft macht darauf aufmerksam, dass im Dezember 2022 der Support für Windows 10 Version 21H1 endet. Konkret wird das Unternehmen letztmalig am 13. Dezember Sicherheitsupdates für die im Mai 2021 veröffentlichte Version von Windows 10 bereitstellen wird.

Windows Dev Kit Praxistest Titelbild © Bereitgestellt von Dr. Windows Windows Dev Kit Praxistest Titelbild

Seit gut einer Woche steht Microsofts ARM-PC mit dem holprigen Namen „Windows Softwareentwicklungskit 2023“ auf meinem Schreibtisch. Ich nutze das Gerät zweckentfremdet, denn Microsoft vermarktet es nicht an Endkunden, sondern an Entwickler. Ich entwickle damit aber keine Software, sondern nutze ihn als Office-PC für meine tägliche Arbeit.

Im Beitrag Ausgepackt und aufgeschraubt: Microsofts ARM-PC ist eingetroffen hatte ich euch meine allerersten Eindrücke bereits geschildert. An den Aufrufzahlen sowie an den Reaktionen in den sozialen Medien kann ich ablesen, dass die Microsoft-Community dieses Gerät ebenso spannend findet wie ich. Mich haben auch schon viele Leute angeschrieben und gefragt, ob ich das Gerät denn generell empfehlen kann.

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Nun, damit tue ich mich schwer, wer aber generell neugierig auf Windows on ARM ist, dem kann ich bereits eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Möglicher „Fallstricke“ muss man sich bewusst sein, auch wenn mir bislang noch keine solchen aufgefallen sind. Dazu aber weiter unten noch ein paar Sätze.

Eine der Fragen, die mir am häufigsten gestellt wurde, lautete: Ist da eigentlich ein ganz normales Windows drauf?

Dabei ging es weniger um Windows on ARM, sondern darum, ob hinter dem „Windows Softwareentwicklungskit 2023“ vielleicht auch eine in irgendeiner Form veränderte Windows-Version steckt. Die Antwort darauf lautet Nein. Die Inbetriebnahme läuft wie üblich, es ist die reguläre „Out of the Box Experience“, wie man sie an jedem neuen Windows 11 PC durchläuft. Nach Abschluss der Ersteinrichtung findet man ein „stinknormales“ Windows 11 vor.

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Es ist Windows 11 in Version 22H2 vorinstalliert, in dieser Version wurde die Offline-Inbetriebnahme nochmals eingeschränkt und der Microsoft-Kontozwang verschärft. Diese Methode zur Umgehung der Kontopflicht sollte weiterhin funktionieren, ich rate allerdings davon ab, denn man sollte so viele Programme wie möglich aus dem Microsoft Store beziehen, denn so stellt man sicher, dass man auch die für ARM optimierte Version erhält (auch wenn es davon nach wie vor nur sehr wenige gibt).

Noch ein Hinweis zur Inbetriebnahme: Der DisplayPort Anschluss erweist sich als „zickig“. Ich hatte ein etwa vier Jahre altes DP auf HDMI Kabel, das noch nicht der DisplayPort 1.4 Spezifikation entspricht. Damit war dem Gerät kein Bild zu entlocken, ich musste erst ein aktuelles Kabel besorgen und bis dahin den USB-C Anschluss verwenden. Über DisplayPort und Daisy Chain soll man zwei 4k-Bildschirme gleichzeitig ansteuern können, was ich allerdings in Ermangelung eines zweiten Bildschirms nicht ausprobieren kann.

Ausgepackt und aufgeschraubt: Microsofts ARM-PC ist eingetroffen

  Ausgepackt und aufgeschraubt: Microsofts ARM-PC ist eingetroffen In dieser Woche hat Microsoft seinen ARM Mini-PC unter dem Namen „Windows Softwareentwicklungskit 2023“ an den Start gestellt. Offizielle Zielgruppe sind also Entwickler, was mich allerdings nicht daran hindern wird, das Gerät zweckentfremdet zu nutzen. Ich habe es mir sogleich bestellt und werde es in den kommenden Tagen (und vielleicht länger?) für meine tägliche Arbeit […]Ich persönlich glaube, dass Microsoft ein bisschen zu „feige“ war, um das kleine Ding als Surface PC an „normale“ Kunden zu verkaufen, und ich bin mir schon nach wenigen Stunden sicher, dass ich das für einen Fehler halten werde. Aber immer schön der Reihe nach.

Kommen wir zur Software und der Frage nach der Kompatibilität. Folgende Programme habe ich bislang installiert:

  • Office (Outlook, OneNote, Word, Excel, PowerPoint)
  • Microsoft Edge
  • Netflix
  • Enpass Password Manager
  • Notepad++
  • IrfanView
  • iTunes
  • Audacity
  • Microsoft To Do
  • Microsoft Teams
  • WinSCP
  • Total Commander
  • Telegram
  • WhatsApp
  • SnagIt 2023
  • WinRAR
  • HWiNFO64
  • CrystalDiskMark

Office, Teams und Microsoft Edge laufen als native ARM-Versionen, der Rest sind klassische x86-Anwendungen, die dementsprechend emuliert werden.

Kompatibilitätsprobleme sind mir bislang keine untergekommen, alle Programme funktionieren einwandfrei. HWiNFO64 zeigt nur „Murks“ an und glaubt einen AMD Athlon zu erkennen, aber das dürfte schlicht daran liegen, dass der Snapdragon 8cx nicht in der programminternen Datenbank hinterlegt ist.

OneDrive war seltsamerweise nicht vorinstalliert, und hätte ich nicht gewusst, dass mein alter Freund Hans Brender auf seinem Blog die Downloads aller OneDrive-Clients anbietet, dann hätte ich ein echtes Problem gehabt, denn auf den Microsoft-Seiten wurde ich nicht fündig.

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Ein kurzes Wort noch zur Peripherie – kurz deswegen, weil nur zwei Geräte angeschlossen sind, und zwar der Multifunktionsdrucker Brother MFC-L3770CDW sowie die Webcam Logitech Brio 4k, die ich auch für die Anmeldung per Windows Hello nutze.

Kommen wir damit zu dem Punkt, auf den mutmaßlich alle Leser am meisten gespannt sind und der mit Worten schwer zu beschreiben ist: Performance.

Das vorläufige Fazit hierzu, das es vielleicht am einfachsten beschreibt: Ich habe bereits vergessen, dass ich an einem ARM-PC arbeite.

Soll heißen: Ich setze mich hin, mache meine Arbeit und habe dabei nicht das Gefühl, in irgendeiner Weise eingebremst zu werden oder eingeschränkt zu sein. Das ist freilich eine subjektive Einschätzung, die sich auf meine Arbeitsabläufe und mein persönliches Software-Setup bezieht.

Outlook startet in etwa drei Sekunden, Excel in etwas mehr als einer, alle kleineren Programme wie IrfanView, Notepad++ oder WinSCP sind quasi augenblicklich arbeitsbereit. Selbst der „Endgegner“ iTunes ist in knapp fünf Sekunden gestartet, auf meinem „Haupt-PC“ mit einem AMD Ryzen 7 5800X geht das auch nicht viel schneller.

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich mit dem ARM-PC meinen Intel NUC mit einem Intel Core i5 ablösen möchte. Dieser Punkt ist bereits abgehakt, der NUC ist schon verkauft. Das Dev Kit ist mindestens ebenbürtig, ich würde sogar behaupten, es läuft insgesamt ein wenig flotter.

Microsofts Mini-PC mit ARM-Prozessor: Erfahrungen der Community zur Kompatibilität

  Microsofts Mini-PC mit ARM-Prozessor: Erfahrungen der Community zur Kompatibilität Seit mittlerweile drei Wochen steht das Windows Softwareentwicklungskit 2023 auf meinem Schreibtisch. Der Mini-PC mit ARM-Prozessor ist für Entwickler gedacht, hat aber bereits zahlreiche Fans gefunden, die ihn als Office-PC benutzen. Ich tue das ebenfalls und meine Begeisterung ist ungebrochen. Nach wie vor funktioniert alles, was ich mit dem Gerät anstellen möchte, und noch immer […]Ich tue das ebenfalls und meine Begeisterung ist ungebrochen. Nach wie vor funktioniert alles, was ich mit dem Gerät anstellen möchte, und noch immer genieße ich die völlige Stille, die von ihm ausgeht.

Den größten Unterschied habe ich beim Programm SnagIt bemerkt. Bei meinem letzten ARM-Versuch mit dem Snapdragon 8cx Gen2 unter Windows 10, also noch ohne 64 Bit-Emulation, musste ich die 32 Bit Version des Programms nutzen und das machte bisweilen nur wenig Spaß. Nach dem Drücken des Hotkey für eine Bildschirmaufnahme dauerte es mitunter 6-8 Sekunden, ehe die Aufnahme erfolgte. Unter Windows 11 läuft die 64 Bit Version von SnagIt zwar immer noch über den Emulator, allerdings ohne spürbaren Leistungsverlust.

Verschweigen will ich nicht, dass man beim Schneiden eines Videos mit Clipchamp und dem Encodieren einer mp3-Datei mit Audacity durchaus merkt, dass die CPU limitiert ist, aber es funktioniert und ob es am Ende 30 oder 45 Sekunden dauert, ist für mich sekundär. Die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit gibt für mich den Ausschlag, und die ist prima. Wenn man überlegt, dass der Snapdragon 8cx im Grunde schon drei Jahre alt ist, auch wenn ihn Qualcomm mit der „Gen3“ nochmals optimiert hat, ist das sogar schon beinahe sensationell.

Auf meiner To Do-Liste habe ich noch ein paar offene Punkte, so will ich beispielsweise Google Chrome, Firefox und evt. andere Browser sowie das Xbox-Gamestreaming testen. Sofern es sich nicht um Software handelt, die ich erst kaufen müsste, dürft ihr mir auch gerne in den Kommentaren oder an martin at drwindows.de schreiben, was ich sonst noch so auf Kompatibilität und Performance testen könnte.

Schlusswort für heute: Den integrierten Lüfter höre ich nach wie vor nie. Ein einziges Mal habe ich es geschafft, ein Betriebsgeräusch zu erzeugen, das war bei einem Benchmark mit Cinebench. Die Ergebnisse haben mich nicht interessiert, ich wollte einfach nur, dass die CPU über einen längeren Zeitraum an die Grenze gebracht wird. Den Lüfter selbst habe ich auch da nicht gehört, sondern nur den erzeugten Luftzug. Diese Geräusche zu beschreiben ist immer schwer, ich würde es am ehesten mit einem Ausatmen durch die Nase vergleichen, auf jeden Fall kein unangenehmes Zischen, wie das ansonsten bei den kleinformatigen Geräten gerne mal der Fall ist. Aus 80cm Entfernung ist es gerade so wahrnehmbar. Insofern würde ich sagen wollen, das Gerät arbeitet „praktisch lautlos“.

Ich werde die Zweckentfremdung fortsetzen und das Gerät auch weiterhin als meinen Standard-Arbeits-PC benutzen. Mal sehen, welche Erkenntnisse sich noch so ergeben.

Fazit zum Surface Pro 9: Intel ist die Gegenwart, ARM die Zukunft .
Das Surface Pro 9 gibt es in zwei Varianten, x86 und ARM. Beide haben mehr als einen Monat auf meinem Schreibtisch verbracht, wenn auch meistens nicht nebeneinander. Nun wird es Zeit für ein Fazit. In der Überschrift könnt Ihr dieses Fazit schon lesen, aber ich gebe gleich zu: Das klang für mich schön griffig, ist […]In der Überschrift könnt Ihr dieses Fazit schon lesen, aber ich gebe gleich zu: Das klang für mich schön griffig, ist aber zu plakativ. Ich gehe davon aus, dass es auch in ein paar Jahren noch gute Gründe für eine Intel-Variante gibt, während ich der ARM-Version schon heute „Gegenwartstauglichkeit“ bescheinigen kann – wenn man bereit ist, den Preis zu bezahlen.

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