Popular News

Finanzen: China vs. Bitcoin: Der lange Kampf der chinesischen Regierung gegen die Kryptowährung

Nach Bitcoin-Crackdown in China: So reagieren die großen Kryptobörsen

  Nach Bitcoin-Crackdown in China: So reagieren die großen Kryptobörsen China hat in puncto Bitcoin und anderer Kryptowährungen wieder die Zügel angezogen. Jetzt haben erste große Kryptobörsen Konsequenzen gezogen. Manchen bleibt nur die Flucht. © Lukasz Stefanski / shutterstock China versus Bitcoin – mal wieder. Es ist nicht das erste Mal, dass China aus Angst vor einem drohenden Kontrollverlust gegen den Handel oder das Mining von Bitcoin und anderen Kryptowährungen vorgeht. Doch der am Freitag von der Chinesischen Volksbank (People’s Bank of China) angekündigte Schritt ist eine bisher nicht gekannte Eskalation.

Dass die Volksrepublik China kein Fan der Ur-Kryptowährung Bitcoin ist, ist weithin bekannt. Denn China führt schon seit der Erfindung der Cyberdevise einen langwierigen Kampf gegen die Internetwährung, der mal mehr mal weniger intensiv geführt wurde. Das waren dabei die wichtigsten Stationen.

TORU YAMANAKA/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net TORU YAMANAKA/AFP/Getty Images

• Chinesen wichtige Pioniere auf dem Weg des Bitcoins zum Erfolg

• Nach abwartender Haltung folgt Härte

• Trotz Ablehnung von Kryptowährungen plant China digitalen Yuan

Die älteste Kryptowährung der Welt, Bitcoin, ist der Volksrepublik China ein Dorn im Auge. Dabei verbindet China mit der digitalen Münze eigentlich eine ganz interessante Geschichte, schließlich dürfte der heutige Erfolg des Bitcoins zu einem großen Teil auch auf die zahlreichen Miner und Pioniere zurückgehen, die sich in den Anfangszeiten des Coins insbesondere in China vereinten. Dennoch ist die ablehnende Haltung der chinesischen Regierung gegenüber der Kryptowährung im Laufe der Zeit immer deutlicher hervorgetreten und hat auch an Schärfe gewonnen. Dabei erkennt die Volksrepublik durchaus das Potenzial der Blockchain-Technologie an und plant diese gar für eine eigene zentrale Digitalwährung - den digitalen Yuan - für sich zu nutzen. Gegen den Bitcoin kämpft China jedoch an: In diesen Etappen verlief der Kampf bisher.

Mit Kryptowährungen ins Kino: AMC lotet nach Akzeptanz von Bitcoin & Co. auch NFTs aus

  Mit Kryptowährungen ins Kino: AMC lotet nach Akzeptanz von Bitcoin & Co. auch NFTs aus Wer künftig eines der Kinos von AMC Entertainment besucht, kann sein Kinoticket mit Bitcoin zahlen. Auch andere Kryptowährungen sollen bald akzeptiert werden. Und der Vorstoß in die Kryptowelt soll damit noch nicht abgeschlossen sein. © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images • AMC Entertainment will Bitcoin und andere Kryptos akzeptieren • Auch DOGE-Akzeptanz wird ausgelotet• AMC-Chef bringt NFTs ins GesprächIm Sommer kündigte die US-Kinokette AMC Entertainment an, dass bis zum Jahresende für Kinokarten und Konzessionen Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert wird.

Die Geburtsstunde des Bitcoins

Am 31. Oktober 2008 veröffentlicht Satoshi Nakamoto ein Whitepaper mit dem Namen "Bitcoin - A Peer to Peer Electronic Cash System", worin die Digitalwährung Bitcoin sowie die darunterliegende Blockchain-Technologie erklärt werden. Der Bitcoin war geboren. In China kämpfte die Regierung zu dieser Zeit gegen eine andere Form der Digitalwährung: So blühte in der Volksrepublik zu dieser Zeit der Handel mit virtuellen Währungen, wie beispielsweise Gold, welche in dem Computer-Spiel World of Warcraft gesammelt und wiederum gegen realle Leistungen eingetauscht werden konnten. Darüber hinaus hatte der chinesische Internetkonzern Tencent schon im Jahr 2007 ein Kundenbelohnungsproramm namens Q Coin ins Leben gerufen, welches im eigenen Messaging-Dienst QQ Anwendung fand und ebenfalls zur Entwicklung eines eigenen Sekundärmarktes führte.

Ethereum ist eine Droge, Cardano ein Käse – ergibt eine Umfrage zum Krypto-Wissen

  Ethereum ist eine Droge, Cardano ein Käse – ergibt eine Umfrage zum Krypto-Wissen Eine Umfrage des Informationsangebots Traders of Crypto zeigt, dass Kenntnisse zu Kryptowährungen in der britischen Bevölkerung zwar zunehmen, sich aber immer noch auf einem recht niedrigen Niveau bewegen. © Snjivo / Shutterstock Was sind eigentlich Bitcoin? Mit acht Fragen, die meist mit „Was glauben Sie ist xxx?“ beginnen, haben die Kollegen von Traders of Crypto versucht zu ermitteln, welche zentralen Begriffe aus der Kryptowelt in der Bevölkerung in welchem Maße bekannt sind. Dazu befragten sie Hunderte zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus dem Vereinigten Königreich.

Erstes Verbot von Digitalwährungen schon 2009

Dies veranlasste die chinesische Regierung im Jahr 2009 dazu, die Nutzung von digitalen Währungen für den Erwerb von realen Waren und Dienstleistungen zu verbieten. Dies schloss also auch den Bitcoin ein, dieser wurde in dem Verbot jedoch noch nicht explizit genannt. Dass die chinesische Bevölkerung jedoch schon Erfahrung mit digitalen Devisen sammeln konnte, kam auch der Ur-Cyberdevise zugute.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:

» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

So wurde China nach der Erfindung des Bitcoins mit den Jahren zu der Anlaufstelle für die noch junge Krypto-Branche. Die chinesische Regierung entschied sich derweil zunächst abzuwarten, wie sich die digitale Münze weiter entwickeln würde, was wiederum Möglichkeiten für Krypto-Unternehmen eröffnete, neue Wege einzuschlagen. So wurde im Jahr 2011 die erste chinesische Bitcoin-Börse BTCChina gegründet, im Jahr 2013 folgten die Krypto-Plattformen Huobi und Bitmain. Ein weiterer wichtiger Schritt für den Bitcoin war schließlich die Entscheidung des chinesischen Suchmaschinen-Konzerns Baidu, fortan auch Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren. Kurz darauf zog das Online-Handelsunternehmen Taobao nach, was dem Preis der Cyberdevise kräftig Rückenwind verlieh.

Studie deckt auf: Wie ein einziger Bitcoin-Wal den Hype in 2017 auslöste

  Studie deckt auf: Wie ein einziger Bitcoin-Wal den Hype in 2017 auslöste Der Hype um den Bitcoin erlebte im Dezember 2017 seinen Höhepunkt, als der Kurs auf ein Allzeithoch von knapp 20.000 US-Dollar kletterte. Eine Studie legt nahe, dass ein einziger Akteur für diese Kursexplosion verantwortlich war. © Bereitgestellt von Finanzen.

Bitcoin wird 2013 zum illegalen Zahlungsmittel

Dies wiederum rief die chinesischen Währungshüter auf den Plan. Im Dezember 2013 verkündeten diese, dass es chinesischen Finanzhäusern fortan nicht mehr gestattet sei, sich an Bitcoin-Geschäften zu beteiligen. Sie erklärten den Bitcoin zu einem illegalen Zahlungsmittel. Dies galt auch für Baidu und Taobao, woraufhin diese Unternehmen keine Kryptowährungen mehr akzeptierten. Auch wenn Unternehmen und Institutionen damit die Hände gebunden waren, waren Privatpersonen von dem Verbot noch nicht betroffen. Und auch das Schürfen von Bitcoin blieb weiterhin erlaubt.

Dies wurde in der Volksrepublik aufgrund der günstigen Bedingungen auch weiterhin rege betrieben - China wurde zum Eldorado für Bitcoin-Schürfunternehmen. Wie CryptoVantage schreibt, hätten vier chinesische Bitcoin-Miningunternehmen im August 2015 die Hälfte der Bitcoin-Hashrate ausgemacht. Im Jahr 2016 entstanden erste weitere Kryptowährungen durch sogenannte Initial Coin Offerings. Bei diesen ICOs werden Fiatgeld oder andere etablierte Cyberdevisen gegen Token einer neuen Digitalwährung getauscht. Zu dem damaligen Zeitpunkt war es vor allem beliebt, BTC in neue Kryptowährungen zu tauschen.

Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung

  Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung Lesen Sie hier alle Entwicklungen zum Coronavirus im Rheinisch-Bergischen Kreis. Sieben Personen, die an Covid-19 erkrankt seien, würden aktuell noch in den vier Krankenhäusern im Kreisgebiet behandelt. Auf Intensivstationen liege unterdessen keiner der Betroffenen.27 weitere bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet meldet der Krisenstab für Freitag und Samstag. Die Fallzahlen von Sonntag und Montag hat der Stab für Dienstag angekündigt.

Verbot von ICOs und Krypto-Plattformen in 2017

Im Herbst 2017 waren durch chinesische ICOs laut CryptoVantage über 400 Millionen US-Dollar in dem Jahr zusammengekommen, was wiederum die chinesische Regierung auf den Plan rief. Die Folge: Initial Coin Offerings wurden verboten, alle noch laufenden Börsengänge mussten rückgängig und die Einnahmen an die Investoren zurücküberwiesen werden.

Doch damit nicht genug, nur zwei Wochen später folgte der nächste Hammer für die chinesische Krypto-Gemeinde: das Verbot von Krypto-Börsen oder genauer gesagt, das Verbot für Plattformen, Krypto- in Fiatwährungen umzutauschen. Als Folge verlagerten zahlreiche Bitcoin-Plattformen ihre Aktivitäten ins Ausland, andere sahen sich dazu gezwungen, ihre Tore zu schließen. Um zu verhindern, dass BTC-Enthusiasten auf ausländische Börsen auswichen, wurde schließlich 2018 der Zugang zu ausländischen Krypto-Plattformen sowie ICO-Internetseiten durch die chinesische Regierung blockiert. Auch der Austausch über Kryptowährungen via WeChat war fortan nicht mehr möglich, da dieser nun zensiert wurde.

Erste Warnung Bitcoin-Schürfen zu verbieten

Im Jahr 2019 wandte sich Chinas Regierung schließlich gegen das massive Bitcoin-Schürfen, welches weiterhin florierte. Zwar kam es in dem Jahr noch zu keinem offiziellen Verbot des Minings, allerdings kursierte eine überarbeitete Liste derjenigen Industriezweige, die die Volksrepublik zu fördern, einzugrenzen oder auch zu eliminieren gedachte. Zu letzterem gehörte das Bitcoin-Mining, was für die Unternehmen als Warnung galt, die Schürf-Aktivitäten einzustellen. Als Gründe wurden hier zum einen fehlende Regulierung der Cyberdevise angeführt sowie die Umweltverschmutzung, die das extrem energieintensive Mining mit sich bringt.

Bitcoin-Schürfer wandern in die USA ab

  Bitcoin-Schürfer wandern in die USA ab Das harte Vorgehen der chinesischen Regierung gegen Kryptowährungen vertreibt die Bitcoin-Schürfer aus dem Land. Eine neue Heimat finden sie dort, wo der Strom billig ist.Über ein Drittel der Leistung für das sogenannte Bitcoin-Mining kommt inzwischen aus den USA, während China in der Statistik auf einen nicht mehr messbaren Anteil zurückgefallen ist. Deutschland steht mit einem Marktanteil von knapp 4,5 Prozent weltweit auf Platz 7.

Auch während der Coronapandemie hat die chinesische Regierung mehrmals ihre Ablehnung gegenüber dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen wiederholt und ging härter gegen illegale Krypto-Aktivitäten vor, wobei stets die Bekämpfung von Betrug und Geldwäsche als Gründe für das vehemente Vorgehen zitiert wurden. Auch mehr und mehr ausländische Webauftritte von Krypto-Börsen wurden blockiert, um heimischen Investoren keine Möglichkeit zum Krypto-Handel zu geben und sie so vor den Risiken des unregulierten Handels mit Cyberdevisen zu schützen.

Härteres Vorgehen gegen Mining

Und auch im Jahr 2021 ist es nicht ruhig um China und die Ablehnung von Bitcoin & Co. geblieben. So bekräftigte die chinesische Regierung im Mai einmal mehr, härter gegen das Schürfen von Kryptowährungen vorgehen zu wollen. Seither haben sich bereits zahlreiche Bitcoin-Schürfunternehmen dazu entschlossen, das Land der Mitte zu verlassen und sich stattdessen in Krypto-freundlicheren Ländern niedergelassen. Vor wenigen Wochen folgte ein erneuter Schlag gegen die Ur-Cyberdevise, als die People’s Bank of China alle Transaktionen im Zusammenhang mit Kryptowährungen als illegal brandmarkte.

Was bei dem Rückblick deutlich wird, ist die zunehmende Härte, mit der China gegen Bitcoin und andere Kryptowährungen vorgeht. Während die Politik der Volksrepublik in Bezug auf BTC in den ersten Jahren, ähnlich wie die vieler anderer Regierungen, vom Abwarten und Beobachten geprägt war, scheint sich die ablehnende Haltung mit zunehmender Beliebtheit der Cyberdevisen immer mehr manifestiert zu haben, wobei in zahlreichen Quellen darauf verwiesen wird, dass dies mit der Bekämpfung einer möglichen Kapitalflucht zu tun haben könnte.

Chinas digitaler Yuan

Darüber hinaus ist seit Langem bekannt, dass China an einer eigenen Digitalwährung arbeitet, die zentral in den Händen der Behörden liegen und im Prinzip wie traditionelles Fiatgeld funktionieren soll - nur eben elektronisch. Wann genau diese letztlich eingeführt wird, ist bislang nicht bekannt. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, soll der digitale Yuan jedoch in seiner Entwicklung bereits weit fortgeschritten und schon in einigen Feldversuchen zum Einsatz gekommen sein. Es ist demnach nicht weiter verwunderlich, dass die chinesische Regierung alles dafür tut, die Krypto-Konkurrenz zu verbannen. Doch auch wenn die Kryptowährungen auf jedes hier beschriebene Ereignis immer mit massiven Abschlägen reagiert haben, scheint der Aufwärtstrend des Bitcoin noch immer ungebrochen. Ob dies jedoch auch weiterhin so bleiben wird, das wird sich zeigen. Martina Köhler / Redaktion finanzen.net

Erster Bitcoin-ETF - Kommt jetzt ein Fonds auf Ethereum? .
Gerade ging in den USA der erste Bitcoin-Fonds an die Börse, schon spekuliert die Community, welche Krypto-Währung wohl als nächste folgen wird. Ganz heiß gehandelt wird dabei Ethereum. © Bereitgestellt von Finanzen.net Servais Mont/Getty Images • SEC öffnet sich dem Kryptomarkt • Börsengang für Bitcoin-Futures-ETF • Krypto-Fans hoffen auf baldigen Ethereum-ETFDer US-Börsengang des ersten Bitcoin-ETF im Oktober 2021 war ein wichtiger Meilenstein für den Kryptosektor. Denn bereits seit 2013 bemühte sich die Branche, in den USA die Zulassung für einen solchen Indexfonds zu erlangen.

Siehe auch