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Finanzen: Bahn und Flughäfen: Weihnachtsreisverkehr ruhig angelaufen

Knapp ein Viertel kommt zu spät: Bahn-Pünktlichkeit im Jahr 2021 deutlich zurückgegangen

  Knapp ein Viertel kommt zu spät: Bahn-Pünktlichkeit im Jahr 2021 deutlich zurückgegangen Streiks, Sturmfluten und Streckenausbau bremsen den Bahnverkehr aus. Vor allem im Dezember beschwerten sich viele Fahrgäste und Großkunden. © Foto: dpa/Mohssen Assanimoghaddam Verspätungen von 30 Minuten sind bei der Deutschen Bahn leider keine Seltenheit. Fahrgäste der Deutschen Bahn haben sich im vergangenen Jahr wieder deutlich häufiger über verspätete Fernzüge ärgern müssen. Im Schnitt kamen nur 75,2 Prozent der ICE- und IC-Züge pünktlich am Ziel an und damit deutlich weniger als im Jahr davor, wie die Deutsche Bahn am Mittwoch mitteilte.

Bei der Deutschen Bahn und an den Flughäfen in Berlin und Frankfurt am Main ist der Weihnachtsreiseverkehr nach Angaben der Unternehmen ohne Probleme angelaufen. «Der Bahnverkehr verlief trotz einiger witterungsbedingter Störungen im Norden Deutschlands insgesamt ruhig», teilte eine Sprecherin des Konzerns am Freitag mit. Wie erwartet hätten am Donnerstag, dem ersten Ferientag in den meisten Bundesländern, mehr Reisende die Züge der Deutschen Bahn genutzt.

Passagiere stehen am Check-in-Schalter am Flughafen Berlin Brandenburg. © Christophe Gateau/dpa Passagiere stehen am Check-in-Schalter am Flughafen Berlin Brandenburg.

Die Bahn hatte für den Donnerstag vor den Feiertagen und für den Montag nach den Feiertagen mit besonders vielen Reisenden gerechnet. Nach Angaben eines Sprechers liegen die Buchungszahlen höher als im vergangenen Jahr, jedoch immer noch 35 bis 40 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.

568 Millionen Euro zusätzlich für S-Bahnen und Regionalbahnen in NRW

  568 Millionen Euro zusätzlich für S-Bahnen und Regionalbahnen in NRW Düsseldorf. Mit einem besseren Takt für die S-Bahn soll unter anderem der Flughafen Düsseldorf besser angeschlossen werden, um Autoverkehr zu verringern. Von Wuppertal soll es auch direkt zum Airport gehen. © dpa, rwe Künftig sollen noch mehr Reisende mit der S-Bahn zum Düsseldorfer Flughafen fahren. Das Land NRW will insgesamt 568 Millionen Euro an weiteren Zuschüssen für den Fahrbetrieb von S-Bahnen und Regionalbahnen zahlen, damit die Angebote ausgebaut werden können.

Dieses Jahr gibt es im Weihnachtsverkehr gut 550.000 Sitzplätze - 50.000 Sitzplätze mehr als vor einem Jahr. Auf stark nachgefragten Verbindungen setzt die Bahn seit Mittwoch bis zum 2. Januar Sonderzüge ein, etwa zwischen Berlin und Stuttgart beziehungsweise München und zwischen Köln, Düsseldorf und Berlin.

Fahrgäste müssen nachweisen, dass sie gegen Covid-19 geimpft, davon genesen oder auf das Coronavirus getestet sind. Kinder bis sechs Jahren sind davon ausgenommen. Für ältere Schülerinnen und Schüler gilt das nur während der Schulzeit.

Auch am Hauptstadtflughafen BER startete der Weihnachtsverkehr laut einer Sprecherin «ruhig und stabil». 43.000 Fluggäste wurden am Donnerstag gezählt, sagte die Sprecherin. Erwartet worden waren 45.000. Der Donnerstag war auch in der Hauptstadt der erste Ferientag. Am Freitag wurde mit 36.000 Fluggäste gerechnet.

Billigflieger: Drei Gründe, warum Ryanair in Frankfurt gescheitert ist

  Billigflieger: Drei Gründe, warum Ryanair in Frankfurt gescheitert ist Billigflieger: Drei Gründe, warum Ryanair in Frankfurt gescheitert istWenige Dinge feierte Europas größter Billigflieger Ryanair in den vergangenen Jahren mehr als seinen Start in Frankfurt. Von Ende 2016 bis in den Herbst 2017 kamen gleich mehrfach Top-Manager zu Events und Pressekonferenzen. Natürlich brachte Vorstandschef Michael O’Leary dabei auch seinen Standardgag: Er biss zum Schein in ein Flugzeugmodell des Lokalmatadors Lufthansa. Sieben Flugzeuge, 24 Strecken und mindestens 2,3 Millionen Passagiere pro Jahr versprach die Linie. Das sei nur der Anfang, stellte O’Leary klar.

Größeren Andrang erwartet die Flughafengesellschaft wieder am 2. Januar, dem letzten Ferientag in Berlin und Brandenburg. Wieder werden rund 45.000 Passagiere erwartet. Zum Vergleich: An den Spitzentagen während der Herbstferien reisten rund 60.000 Passagiere über den BER. Vor allem aufgrund von Personalengpässen und aufwendigeren Check-in-Prozessen während der Pandemie kam es dort zu langen Warteschlangen.

Am Frankfurter Flughafen herrschte bis zum Freitagmittag zunächst noch reger Reisebetrieb, für die Weihnachtsfeiertage wurde ebenfalls mit höherem Passagieraufkommen gerechnet, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport sagte. «Am Vorweihnachtstag lief alles ohne Probleme, und wir rechnen damit, dass es auch an den Weihnachtstagen gut für die Passagiere läuft.» Auch die geltenden Abstandsregelungen etwa an den Check-in-Schaltern oder an den Gepäckbändern konnten laut dem Sprecher eingehalten werden.

Bahn kürzt wegen Omikron einzelne Züge .
Die meisten Fahrgäste werden davon nichts bemerken. Doch ganz leicht wirkt sich die jetzige Corona-Welle auch auf den Zugverkehr aus. Denn das Virus befällt auch Lokführer, Disponenten und Monteure.So würden in einigen Fällen kürzere Züge eingesetzt, um vorsorglich die Instandhaltungswerke zu entlasten. In einigen Werken ist die Krankenquote demnach schon zweistellig. Weitere «Reduktionsszenarien» seien für den Fall vorbereitet, dass die Krankenstände stark stiegen.

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