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Finanzen: Gewerkschaft NGG warnt vor Gasstopp aus Russland

Meinung: Deutsche Unternehmen in Russland - Kollaborateure des Krieges?

  Meinung: Deutsche Unternehmen in Russland - Kollaborateure des Krieges? Mit jedem Kriegstag wächst der Druck auf westliche Firmen, sich vom russischen Markt zurückzuziehen. Wer bislang am Business mit Putins Russland festhielt, wird aufgeben müssen, meint Miodrag Soric. © Anton Novoderezhkin/ITAR-TASS/imago images Metro zählt zu den Unternehmen, die sich noch nicht aus Russland zurückgezogen haben Raus aus Russland: Zahlreiche westliche Unternehmen haben wegen Putins Angriffskrieg den russischen Markt bereits verlassen. Investitionen in Milliardenhöhe, die über 30 Jahre aufgebaut worden sind, haben sich in wenigen Wochen in nichts aufgelöst.

Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) hat vor einem Stopp der Gaslieferungen aus Russland gewarnt.

Gewerkschaft NGG: «Wenn nicht mehr ausreichend Gas geliefert wird, kann auch nicht mehr produziert werden.» © Marijan Murat/dpa/Symbolbild Gewerkschaft NGG: «Wenn nicht mehr ausreichend Gas geliefert wird, kann auch nicht mehr produziert werden.»

«Ein Stopp der Gaslieferungen hätte massive Auswirkungen auf die Nahrungsmittelherstellung. Die Ernährungsindustrie ist nach der chemischen Industrie der zweitgrößte industrielle Gasverbraucher in Deutschland», sagte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wenn nicht mehr ausreichend Gas geliefert werde, könne auch nicht mehr produziert werden. «Wir würden zwar deshalb keinen Hunger leiden, aber es würde große Produktionsausfälle geben, die die Verbraucher in den Supermärkten spüren würden.»

Ukraine-Krieg: „Das ist Völkermord“: Schockierte Reaktionen auf Russlands mutmaßliche Kriegsverbrechen

  Ukraine-Krieg: „Das ist Völkermord“: Schockierte Reaktionen auf Russlands mutmaßliche Kriegsverbrechen Ukraine-Krieg: „Das ist Völkermord“: Schockierte Reaktionen auf Russlands mutmaßliche KriegsverbrechenBundeskanzler Olaf Scholz hat eine Bestrafung der Täter und Auftraggeber der mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine verlangt. Zugleich forderte der SPD-Politiker „Russland auf, endlich in einen Waffenstillstand einzuwilligen und die Kampfhandlungen einzustellen“. Scholz reagierte damit auf „furchtbare und grauenerregende Aufnahmen“ aus den von der ukrainischen Armee befreiten Vororten Kiews.

Der größte Gasverbraucher in der Ernährungsindustrie sei die Milchwirtschaft, gefolgt von der Fleischindustrie. Danach kämen die Fett-, Öl-, Brot-, und Zuckerindustrie, aber auch das Bäcker- und Fleischhandwerk. Auch Betriebsräte warnten bereits, sagte Zeitler.

Gas wird in der Ernährungsindustrie demnach vor allem als Prozessenergie benötigt. «Zur Nahrungsmittelherstellung wird zum Trocknen, Kochen oder Garen viel Energie benötigt. Dasselbe gilt fürs Abkühlen, um die Lebensmittel haltbar zu machen», sagte Zeitler.

Der Ukraine-Krieg habe bereits durch Lieferengpässe und hohe Energiepreise große Auswirkungen auf die Branche. Für die Lebensmittelindustrie sei es wichtig, die Preissteigerungen an den Handel und die Verbraucher weiterzugeben. «Dies wird den großen Konzernen gelingen. Doch viele Mittelständler in der Lebensmittelproduktion werden dies nicht schaffen», sagte Zeitler. «Die erhöhten Produktionskosten sind für sie existenzgefährdend, manche werden ihren Betrieb schließen müssen.»

Mit Blick auf die steigenden Preise fordert der Gewerkschaftschef mögliche weitere Hilfen für Geringverdiener. «Wenn die Lebensmittelpreise weiter steigen, sollte der Staat über eine gezielte Unterstützung von ärmeren Haushalten und Hartz-IV-Empfängern nachdenken.»

Huawei und sein Russland-Problem .
Düsseldorf. Nachdem Apple und Samsung den russischen Markt schon kurz nach Kriegsbeginn verließen, ziehen nun weitere Telekommunikationsunternehmen nach. Manche Geräte werden nun in Russland angeblich knapp. © dpa Handys könnten in Russland schon bald zur Mangelware werden. Smartphones, Tablets und andere Technik werden knapp auf dem russischen Markt. Der Grund: Technologieunternehmen haben sich wegen des Ukraine-Kriegs aus Russland zurückgezogen. Apple und Samsung hatten schon im März angekündigt, keine Produkte mehr nach Russland zu verschiffen.

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