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Finanzen: Großer Aufwand für Versorger und Hausverwalter

Energie-Gewinnabschöpfung: Entlastungen für Verbraucher

  Energie-Gewinnabschöpfung: Entlastungen für Verbraucher Was tut die Europäische Union gegen die hohen Strompreise? Nach Wochen der Diskussion haben sich die EU-Länder auf einen Kompromiss geeinigt. Die Bundesregierung hat schon Pläne für die Umsetzung.Damit sollen Bürgerinnen und Bürger entlastet werden. Deutschland hat schon geplant, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Bei der konkreten Umsetzung dieser und anderer Entlastungsvorhaben sind allerdings noch Fragen offen. Es gibt erste Hinweise, wie Verbraucher profitieren könnten.

Düsseldorf . Kritik von allen Seiten: Die vom Bund geplante Energieabschlagszahlung macht es weder Versorgern noch Vermietern einfach. Der Zeitplan ist überdies ambitioniert und die Entlastung für Mieter nur begrenzt.

Die hohen Energiekosten beschäftigen ganz Deutschland. Bundeskanzler Scholz hat eine 21-köpfige Expertenkommission berufen, die Vorschläge für eine Deckelung des Gaspreises machen soll. Doch wer sitzt in diesem Gremium? Wir stellen die Mitglieder vor. (Stand: 6. Oktober 2022) © Christin Klose Die hohen Energiekosten beschäftigen ganz Deutschland. Bundeskanzler Scholz hat eine 21-köpfige Expertenkommission berufen, die Vorschläge für eine Deckelung des Gaspreises machen soll. Doch wer sitzt in diesem Gremium? Wir stellen die Mitglieder vor. (Stand: 6. Oktober 2022)

Mehr als 900.000 Mitglieder zählt der Immobilieneigentümerverband Haus & Grund, und die vermieten deutschlandweit nach Angaben des Verbandes etwa sechs Millionen Wohnungen. Heißt bei statistisch zwei Mitgliedern pro Haushalt rechnerisch immerhin schon zwölf Millionen Menschen, die in einem Mieterhaushalt leben. Das wiederum wäre ein Siebtel der Gesamtbevölkerung, das direkt und indirekt von der geplanten Energieabschlagszahlung im Dezember betroffen ist. In dem Zusammenhang hat Haus & Grund Alarm geschlagen. Das Verfahren, das die Gaskommission der Bundesregierung vorgeschlagen hat, weist aus Sicht der Hauseigentümer jede Menge Tücken auf. Es sei so für private Vermieter nicht umsetzbar, so Verbandspräsident Kai Warnecke.

Papier - Gas-Kommission will Sonderzahlung jetzt und Preisbremse 2023

  Papier - Gas-Kommission will Sonderzahlung jetzt und Preisbremse 2023 DEUTSCHLAND/GAS/KOMMISSION:Papier - Gas-Kommission will Sonderzahlung jetzt und Preisbremse 2023Berlin, 09. Okt (Reuters) - Haushalte und Gewerbe sollen Plänen aus der Gaskommission zufolge noch dieses Jahr eine Sonderzahlung in Höhe einer Monatsrechnung bekommen. Der Staat solle einmalig die jeweiligen Abschlagszahlungen für Gas etwa im Dezember übernehmen, heißt es in einem Eckpunktepapier aus dem Gremium, das der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntagabend vorlag. In einer zweiten Phase solle ab März oder April eine Gaspreisbremse greifen, bei der jeder Kunde ein staatlich gefördertes Kontingent von 80 Prozent des prognostizierten Verbrauchs bekommt.

In der Tat scheint der Zeitplan ambitioniert. Schon Anfang Dezember sollen die Versorger vom Bund den Abschlag bekommen, auf dessen Erhebung sie im letzten Kalendermonat des Jahres dem Vorschlag der Kommission gemäß verzichten sollen. Das heißt: Würde die Kommission bis Ende Oktober ihren endgültigen Vorschlag vorlegen, wäre frühestens Mitte November ein Gesetz oder eine Verordnung in Form gegossen. Dann blieben noch zwei Wochen für die Bedarfsmeldung der Versorger und die Auszahlung durch den Bund. Gelänge das nicht, müssten die Versorger auch nicht auf die Abschlagzahlung der Kunden verzichten. Dann müssten die Vermieter also trotzdem zahlen, würden womöglich ebenso erst später entlastet wie in der Folge die Mieter.

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Das Ganze ginge vielleicht noch relativ zügig bei jenen Mieterhaushalten, die beispielsweise über eine Gasetagenheizung verfügen und deshalb direkt mit dem Versorger abrechnen. Bei den meisten allerdings muss der Vermieter (oder eine Hausverwaltung) die Entlastung für die Mietparteien auf den Weg bringen. Wie das geht? „Vermieter müssen das Geld nach dem Schlüssel aufteilen, nach dem die Heizkosten im vergangenen Jahr auf die einzelnen Mietparteien verteilt wurden, und dann den jeweiligen Betrag jedem einzelnen Mieterkonto gutschreiben“, so Haus & Grund-Geschäftsführer Gerold Happ. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat bereits eingeräumt, das Ganze sei „ein substanzieller Aufwand“ für Versorger und Hausverwalter respektive Vermieter. Was für Mieter im Schnitt rausspringt: Die monatlichen Heizkosten im Mehrfamilienhaus mit Gasheizung lagen 2021 im Schnitt bei 68 Cent pro Quadratmeter. Macht in einem Musterbeispiel bei 70 Quadratmeter Wohnfläche eine monatliche Abschlagszahlung von 47,60 Euro.

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Viel Kritik ist auch daran laut geworden, dass für die Erstattung der Monat September zugrunde gelegt worden ist. Wer nämlich für den vergangenen Monat einen niedrigen Abschlag gezahlt hat, erhält logischerweise eine niedrigere Einmalzahlung als Kunden, die im September einen höheren Abschlag zahlen mussten. Wer also weniger im Voraus gezahlt und dann gespart hat, um möglichst wenig nachzahlen zu müssen, würde zumindest vorübergehend fürs Sparen bestraft. Ganz davon abgesehen, dass eine geringe Abschlagzahlung, die im Dezember vermieden wird, weder gegen die hohen Kosten im Januar und Februar hilft noch die Belastung mindert, die bei der Nebenkostenabrechnung im nächsten Jahr durch zwei teure Monate zu Jahresbeginn entstehen könnte. Es sei denn, die Gaspreisbremse gälte rückwirkend.

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Bei Haus & Grund verweist man zudem darauf, dass es auch Versorger wie die Berliner Gasag gebe, die im Dezember überhaupt keine Vorauszahlung verlangten. Unternehmen wie die Gasag würden die Kosten immer auf die ersten elf Monate des Jahres verteilen und danach nur noch die Jahresrechnung erstellen, aber nicht mit einer Pauschale im Dezember verrechnen, sondern erst im Januar wieder Geld verlangen. Und: Teilweise seien die Vorauszahlungen noch gar nicht an die höheren Preise angepasst worden, trotzdem müssten die Vermieter den Mietern schon Geld erstatten, klagt Haus & Grund.

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