Finanzen: Huawei macht trotz US-Sanktionen Milliardengewinn

Interview: Ukraines Premier Denys Schmyhal: „Wir unterstützen alle Sanktionen gegen Nord Stream 2“

  Interview: Ukraines Premier Denys Schmyhal: „Wir unterstützen alle Sanktionen gegen Nord Stream 2“ Vor den Beratungen der EU-Außenminister fordert der Regierungschef eine härtere Haltung gegenüber Moskau. Zugleich setzt er auf Kooperation in der Wasserstoffwirtschaft. © dpa „Sanktionen sind ein effektives Einflussmittel, und sie könnten erweitert werden.“ Der ukrainische Premierminister Denys Schmyhal fordert einen sofortigen Baustopp der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 und eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland.

Huawei hat das vergangene Geschäftsjahr trotz der Sanktionen vonseiten der USA mit einem leichten Umsatz- und Gewinnwachstum abgeschlossen. Nach eigenen Angaben hat auch eine vorausschauende Herangehensweise dazu beigetragen .

Huawei trotzt den US-Sanktionen. © Huawei Huawei trotzt den US-Sanktionen.

Trotz harter Sanktionen der USA hat der chinesische Technologie-Riese Huawei das vergangene Geschäftsjahr mit einem leichten Umsatz- und Gewinnwachstum abgeschlossen. Wie das Unternehmen aus dem südchinesischen Shenzhen am Mittwoch mitteilte, lag der Umsatz 2020 bei 891,4 Milliarden Yuan (umgerechnet etwa 115,8 Milliarden Euro) und damit 3,8 Prozent höher als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg um 3,2 Prozent auf 64,6 Milliarden Yuan (8,4 Milliarden Euro).

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 China Sanktionen U.S. Religiöse Freiheitsbeamte, kanadisches Mitglied des Parlaments Die chinesischen Sanktionen richten sich an den Lehrstuhl und den stellvertretenden Vorsitzenden der US-amerikanischen Kommission zur internationalen religiösen Freiheit, Gayle Manchin und Tony Perkins. Kanadisches Parlamentarisches Michael Chong und Kanadas Haus der Commons Auswärtigen Subcommittee für internationale Menschenrechte wurden ebenfalls angerufen.

Die US-Regierung hatte im vergangenen Juli seine Sanktionen gegen Huawei weiter verschärft, um dem chinesischen Konzern den Zugang zu Chips aus internationaler Produktion zu kappen. Die USA werfen Huawei unter andrem Spionage vor, was der Konzern zurückweist.

Im Großen und Ganzen sei das Geschäft ganz gut gelaufen, sagte der Chefsekretär des Huawei-Vorstandes, Jiang Xisheng, der Deutschen Presse-Agentur. Doch „natürlich haben wir wegen der US-Sanktionen viele Schwierigkeiten“, so der Manager weiter. Insbesondere der Rückgang beim Absatz von Highend-Smartphones, deren Chips besonders von den US-Sanktionen betroffen sind, sei „relativ groß“.

Vorrat an Chips hilft über Sanktionen hinweg

Huawei könne diese Geräte derzeit nur noch produzieren, weil es einen Vorrat an Chips angelegt habe, bevor die Sanktionen in Kraft traten. Selbst die fehlenden Bauteile zu produzieren, sei keine Option. „Die Herstellung dieser Chips ist sehr kompliziert und für uns derzeit unmöglich. Das ziehen wir nicht in Betracht“. Es werde aber an Alternativen und Lösungen gearbeitet, die Lieferketten zu diversifizieren, um nicht auf einzelne Zulieferer oder Länder angewiesen zu sein. Dies könne auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit europäischen Partnern beinhalten.

Huawei Offsets US-Sanktionen mit Dominanz in China

 Huawei Offsets US-Sanktionen mit Dominanz in China Huawei hat seinen Jahresbericht und Finanzinformationen für 2020 veröffentlicht, was den Effekt demonstriert, dass US-Sanktionen im vergangenen Jahr auf seinem Geschäft hatten. Der Bericht zeigt, dass während der Umsatz aus Nordamerika und Europa deutlich gefallen ist, stärkere Leistung in China hat dem Unternehmen gestattet, einen höheren Umsatz- und Nettoergebnis als vor einem Jahr aufzuzeichnen.

Derweil helfen andere Geschäftsbereiche, einen Teil der Rückgänge auszugleichen. Das Geschäft mit Wearables wie Smartwatches oder anderen Endgeräten im Konsumentenbereich wie Kopfhörern, Laptops und smarten Bildschirmen entwickele sich „sehr gut“.

Zudem arbeite Huawei etwa an Produkten für vernetzte Autos und intelligente Fahrzeuge. „Wir möchten in Zukunft auch einen Fokus auf diesen Bereich legen“, sagte Jiang Xisheng. Ausdrücklich wolle Huawei nicht selbst Fahrzeuge produzieren, sondern verstärkt als Zulieferer mit Herstellern zusammenarbeiten. Auch an weiteren Kooperationen mit deutschen Autobauern habe man Interesse. dpa

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So bald dürften die USA ihre Sanktionen nicht lockern, befürchtet Huawei. Unterdessen erschließt sich der chinesische Technologie-Riese ein ganz neues Geschäftsfeld.Allein in diesem Jahr werde mehr als eine Milliarde Dollar (derzeit rund 840 Mio Euro) in die Entwicklung der Roboterwagen-Technologie investiert, sagte Huawei-Chef Eric Xu am Montag.

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