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Finanzen: Ein Start-up treibt die Digitalisierung an Bauernhöfen voran - Smartbow

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Smartbow © Smartbow Smartbow

100.000 intelligente Ohrmarken hat Smartbow-Gründer Michael Auer schon an die Kühe gebracht. Nun hat er das Agrar-Start-up verkauft und bleibt als CEO.

Riesige Windventilatoren schaufeln im Kuhstall die tropische Luft aus den offenen Türen und Fenstern. Die Hitze macht es den Tieren auf dem malerischen Bauernhof Kremesberg der Universität Wien schwer. Nur Wolfgang Auer, Gründer und CEO von Smartbow, scheint dagegen immun zu sein.

Der Kuhstall ist für den Landwirt und Softwareentwickler sein zweites Zuhause. Hitze und Gestank kennt der studierte Wirtschaftsinformatiker von klein auf. Er hat von seinem Großvater einen Bauernhof geerbt. Der 43-Jährige streichelt die Stirn einer Kuh und deutet auf das rechte Ohr. Dort ist ein kreisrunder Chip von Smartbow befestigt, mit dem Kühe nicht nur exakt geortet, sondern das Ohrwackeln und das Wiederkäuen überwacht werden können. So kann schnell die Brunst und vor allem das Wohlbefinden erkannt werden.Mehr als 100.000 Ohrmarken hat Smartbow weltweit bereits verkauft, von Österreich über das Baltikum bis in den Mittleren Osten. Zuletzt wurden in Russland 5000 Tiere mit dem Chip versehen. 2017 setzte das Unternehmen aus dem österreichischen Hausruckviertel mit knapp 60 Mitarbeitern sieben Millionen Euro um.Nun hat die an der Nasdaq notierte Tiergesundheitsfirma Zoetis Smartbow übernommen.

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Zum Preis macht Auer, der weiter als CEO das Unternehmen führt, keine Angaben. Zoetis mit zuletzt einem Umsatz von 5,3 Milliarden Dollar wird vom US-Pharmakonzern Pfizer kontrolliert. Der Branchenriese wittert ein globales, schnell wachsendes Geschäft.Im Kuhstall des Forschungsgutes Kremesberg der Universität Wien wird Auer von dem Veterinärmediziner Michael Iwersen begleitet. Die 80 Kühe werden rund um die Uhr und lückenlos überwacht. Ziel ist es, ein selbstlernendes System zu entwickeln, das alle relevanten Informationen zur Gesundheit liefert. Auer und Iwersen arbeiten seit vier Jahren an der Verbesserung der Sensortechnologie auch mithilfe künstlicher Intelligenz.

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„Uns liegt beiden am Herzen, dass sich die Tiere wohlfühlen“, ergänzt der 47-jährige Iwersen. Das ist nicht nur Tierliebe, sondern auch Ökonomie. Denn jede gesundheitliche Störung beeinträchtigt die Milchproduktion und das Wachstum. „Wir haben sofort die Alarmmeldung auf dem Tablet-PC, wenn etwas schiefläuft“, berichtet Iwersen. So erhält der Landwirt sofort den Überblick über Verdauungsstörungen, Stoffwechselkrankheiten oder Pansenübersäuerung seines Rindviehs.

Künftig soll es von dem Agrar-Start-up auch Ohrmarken für Schafe, Ziegen und andere Tiere geben. „Unser Wachstum ist unendlich“, ist Auer überzeugt, der bereits 2009 Smartbow gegründet hatte. Allein in Deutschland gibt es mehr als zwölf Millionen Rinder. Doch Bauern sind ein konservatives Völkchen. Sie zu überzeugen ist alles andere als einfach, weiß Auer.

Das Geschäftsmodell beruht auf einem Abo-System. Pro Kuh kostet die intelligente Ohrmarke einmalig 5000 Euro. Für Service und Support entrichtet er zudem vier Euro pro Kuh im Jahr. Selbst im Kuhstall spielt Datensicherheit eine große Rolle. „Eigentümer der Daten ist der Landwirt“, sagt Auer. Bauern wollen die Informationen, wie es in ihrem Kuhstall wirklich aussieht, nicht mit anderen teilen. Auer hat sich mit seiner Idee durchgebissen. „Österreich ist nicht darauf vorbereitet, Hightech-Unternehmen hochzuziehen“, sagt er. Die für Österreich typische Bürokratie und eine umständliche Gesetzgebung behindern junge Unternehmer. Ohne die Hilfe seiner Schwiegereltern, die ein florierendes Familienunternehmen für Toilettensitze in Oberösterreich besitzen, wäre es nicht gegangen, erzählt er und lächelt zufrieden.

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