Popular News

Finanzen: Neue Zahlen der Bundesregierung: Geldwäsche-Verdachtsfälle im Krypto-Universum steigen rasant

Passwort zur Wallet vergessen: So können Krypto-Investoren ihre Passwörter wiederherstellen

  Passwort zur Wallet vergessen: So können Krypto-Investoren ihre Passwörter wiederherstellen In einer Studie des Onlineportals CryptoVantage gaben viele der befragten Krypto-Investoren an, dass sie schon mal ihre Zugangsdaten zu ihrer Wallet verloren haben. Dies bedeutet jedoch nicht immer das Schlimmste. Durch einen Wiederherstellungsservice können die Passwörter oftmals gerettet werden. © Bereitgestellt von Finanzen.

Die Folgen des Krypto-Hypes werden deutlicher: Die deutsche Geldwäsche-Spezialeinheit zählt viermal so viele Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Bitcoin und Co. wie früher.

Seit dem Start der FIU waren immer wieder Berichte über fehlendes Personal und unbearbeitete Fälle öffentlich geworden. © dpa Seit dem Start der FIU waren immer wieder Berichte über fehlendes Personal und unbearbeitete Fälle öffentlich geworden.

Der Krypto-Hype der vergangenen Jahre zeigt seine Schattenseiten. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht, die dem Handelsblatt vorliegt, nimmt das Aufkommen von Krypto-Verdachtsfällen bei der Geldwäche-Spezialeinheit des Zolls (FIU) stark zu.

Neobank Nuri startet erste Sparpläne für Kryptowährungen in Deutschland

  Neobank Nuri startet erste Sparpläne für Kryptowährungen in Deutschland Nuri ermöglicht Kund:innen jetzt das Erstellen automatischer Sparpläne für Investitionen in Bitcoin und Ethereum – erstmals in Deutschland. Das soll auch Kursschwankungen ausgleichen. © Nuri Nuri-Führungsriege: Neobank startet Krypto-Sparpläne. Bisher konnten schon Nutzer:innen der österreichischen Krypto-Plattform Bitpanda einen monatlichen Sparplan für Kryptowährungen erstellen. Jetzt ist das auch in Deutschland möglich. Am Dienstag startet die Berliner Neobank Nuri (früher: Bitwala) ein entsprechendes Angebot, bei dem sich in monatliche Sparpläne in Bitcoin und Ethereum investieren lässt.

Lag die Zahl der Geldwäsche-Verdachtsmeldungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen im Jahr 2018 noch bei rund 570, stieg sie demnach bis 2020 auf rund 2050. Das entspricht fast einer Vervierfachung.

Die Zahl „wies damit eine zum gesamten Meldungsaufkommen überdurchschnittliche Steigerung auf“, führt das zuständige Bundesfinanzministerium weiter aus. Das heißt: Auch im Vergleich zum insgesamt gestiegenen Meldungsaufkommen gab es bei Kryptowährungen eine überdurchschnittliche Steigerung.

FDP-Finanzexperte Frank Schäffler, der die Anfrage gestellt hat, sieht darin nicht grundsätzlich ein schlechtes Signal. „Der Kryptomarkt ist insgesamt größer geworden. Zunehmend steigen auch etablierte Institute ein“ – darunter die Börse Stuttgart mit ihrer Kryptohandels-App Bison oder Bitcoin-Geldhäuser wie die Berliner Neobank Nuri (vormals Bitwala).

Anonym war gestern: EU will Personendaten bei Krypto-Transaktionen erfassen

  Anonym war gestern: EU will Personendaten bei Krypto-Transaktionen erfassen Zwei Monate nach dem deutschen Finanzminister hat auch die EU-Kommission ein neues Regelpaket vorgestellt, mit dem der Transfer von Kryptowerten reguliert werden soll. Das entspricht der geplanten deutschen Rechtsverordnung weitgehend. © symbiot / Shutterstock Sitz der EU-Kommission in Brüssel. Wie die deutsche Kryptowerte-Transferverordnung (KryptoTransferV) beschäftigt sich auch die EU-Regelung im Wesentlichen mit Krypto-Dienstleistern. Die sollen bei An- und Verkäufen von Krypto-Assets die Daten der beteiligten Personen erheben, vorhalten und auf Nachfrage einer Behörde übermitteln.

„Etablierte Institute melden Verdachtsfälle konsequenter, das erklärt einen Teil des Anstiegs“, glaubt Schäffler. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass die Abgründe des Kryptomarkts heute klarer gesehen werden als früher. „Gerade die zunehmenden Erpressungsversuche im Mittelstand, bei denen Hacker Computer verschlüsseln und erst gegen Lösegeld in Form von Kryptowährungen wieder freigeben, haben die Sensibilität für das Geldwäscheproblem noch einmal erhöht.“

Fehlender Verfolgungsdruck bei Bitcoin AMPERSAND Co.

Schäfflers Schlussfolgerung: „Die Bundesregierung muss den Verfolgungsdruck erhöhen. Bitcoin ist nur pseudo-anonym, die Strafverfolgungsbehörden müssen versuchen, den Weg schmutziger Geschäfte nachzuverfolgen. Hierfür muss dringend Know-how aufgebaut und investiert werden.“ Geldwäsche mit Kryptowährungen sei „kein Randphänomen“, sondern belaste die deutsche Wirtschaft massiv.

Größter Krypto-Airdrop aller Zeiten? Metamask überlegt eigenen Token

  Größter Krypto-Airdrop aller Zeiten? Metamask überlegt eigenen Token Das Team der beliebten quelloffenen Krypto-Wallet Metamask hat sich offen für die Ausgabe eines eigenen Token gezeigt. Der mögliche Krypto-Airdrop wäre der bisher größte seiner Art. © Ascannio/Shutterstock Metamask: Wallet könnte eigenen Token bringen – via Airdrop. Im Rahmen seines ersten Developer-Community-Calls hat das Metamask-Team unter anderem die Möglichkeiten für die Einführung eines eigenen Token diskutiert.

Allerdings haben Kriminelle, die Kryptowährungen zur Abwicklung ihrer dunklen Geschäfte nutzen, bisher nichts zu befürchten. „Belastbare Kenntnisse über den genauen Gesamtumfang der mittels Kryptowährungen begangenen Geldwäsche beziehungsweise Terrorismusfinanzierung in Deutschland beziehungsweise der Europäischen Union liegen der FIU nicht vor“, stellt das Bundesfinanzministerium in der Antwort auf die Anfrage klar.

Auch zur Frage, wie viele Bitcoin und Co. im Zusammenhang mit bereits aufgedeckten kriminellen Geschäften in Deutschland konfisziert wurden, „liegen (...) keine Erkenntnisse vor“. Manche Bereiche des Kryptomarkts sind sogar noch komplett von staatlicher Regulierung ausgenommen. „Mixer“-Portale, die für den Tausch von Kryptowerten in andere Kryptowerte genutzt und von Kriminellen regelmäßig zur Verschleierung von Zahlungsströmen eingesetzt werden, sind von den aktuellen EU-Vorschriften nicht erfasst.

Experten sehen darin eine gefährliche Gesetzeslücke. „Seit der fünften Novelle der Antigeldwäsche-Richtlinie der EU gelten auch in Deutschland verschärfte Regeln“, erklärt Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies der Frankfurter Goethe-Universität.

Zwischen Freude und Angst: El Salvador ist der erste Bitcoin-Staat: Zwischen McDonald's-Käufen und Absturz-Angst

  Zwischen Freude und Angst: El Salvador ist der erste Bitcoin-Staat: Zwischen McDonald's-Käufen und Absturz-Angst Seit gestern hat El Salvador Bitcoin als offizielle Währung eingeführt, selbst Fastfood und Taxifahrten sollen sich nun mit den digitalen Münzen bezahlen lassen. Doch der große Enthusiasmus blieb angesichts des holprigen Starts aus. © Picture Alliance/Victor Peña/ Die Einführung des Bitcoin als Landeswährung wurde von Protesten begleitet Irgendwann sollen Bitcoin und Co. die klassischen Währungen beerben, so träumen es seit Jahren die Krypto-Fans. Mit El Salvador hat nun das erste Land der Welt Bitcoin zusätzlich zum US-Dollar als offizielle Währung anerkannt. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist.

Seitdem müssen Kryptoplattformen und andere Finanzdienstleister, die in Deutschland das Krypto-Verwahrgeschäft betreiben wollen, eine Erlaubnis bei der Finanzaufsicht Bafin beantragen. Außerdem unterliegen sie den Anforderungen des Geldwäschegesetzes, müssen also unter anderem ihre Kunden verifizieren. Entsprechende Prozesse haben inzwischen viele Anbieter digitaler Portemonnaies („Wallets“) und Kryptobörsen eingeführt.

Aber: „Das heißt nicht, dass man mit dieser Neuregelung allen kriminellen Nutzern auf die Spur kommt. Denn es gibt nach wie vor Möglichkeiten, anonym Kryptogeschäfte zu betreiben, insbesondere im Darknet“, so Brühl. Die Folge: „Bitcoin und Co. bleiben nach wie vor bevorzugtes Mittel für Geldwäsche.“ Und selbst wenn sich die großen Notenbanken und Aufsichtsbehörden auf ein gemeinsames Vorgehen einigen würden, würde es dennoch genügend Jurisdiktionen geben, in denen verdeckte Transaktionen mit Kryptowährungen weiter möglich seien.

Unbearbeitete Verdachtsmeldungen

Bleibt die Frage, was die FIU mit den vielen Krypto-Meldungen unternimmt. In der Vergangenheit war die Geldwäsche-Spezialeinheit wiederholt in die Kritik geraten, Tausende Verdachtsmeldungen praktisch unbearbeitet abgeheftet oder einfach an die überforderten Staatsanwaltschaften durchgeleitet zu haben.

ehemalige v.Chr. Direktor Lotterie sagt, er sei ‚Whistleblower‘ über die Geldwäsche in den Casinos

 ehemalige v.Chr. Direktor Lotterie sagt, er sei ‚Whistleblower‘ über die Geldwäsche in den Casinos VANCOUVER - ein ehemaliger Direktor der Lotterie British Columbia Corporations Anti-Geldwäsche Büro sagt, er sei der „Whistleblower“, dass wahrscheinlich die öffentliche Untersuchung aufgefordert, untersucht, wie Hunderte von Millionen Dollar in illegalem Bargeld floss durch die Casinos der Provinz.

Auf Handelsblatt-Anfrage will die FIU zur Bearbeitungsquote der über 2000 Krypto-Verdachtsmeldungen im Jahr 2020 keine Auskunft geben und verweist auf den Jahresbericht, der lediglich allgemeine Quoten enthält. „Gesonderte Abgabequoten weist die FIU nicht aus“, erklärt eine Sprecherin.

Linken-Finanzexperte Fabio De Masi, der 2017 als einer der ersten Beobachter auf die Probleme bei der FIU aufmerksam machte, ist skeptisch, dass die erhöhte Zahl der Meldungen zu einem erhöhten Verfolgungsdruck führt: „Schon in der Vergangenheit wurde die gestiegene Zahl der Geldwäsche-Verdachtsmeldungen bei der FIU von einigen als Beleg für die erfolgreiche deutsche Aufsicht gewertet. Doch wo viel gemeldet wird, muss mehr gearbeitet werden. Und genau daran hapert es.“ Die Zahl allein sei daher kein verlässlicher Indikator.

De Masi befürchtet, dass die allermeisten Verdachtsmeldungen mit Kryptobezug unbearbeitet bei der FIU liegen bleiben. Der Finanzexperte fordert eine grundsätzlich andere Betrachtung der Risiken des Kryptomarkts. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass es viele dubiose Marktteilnehmer gibt.

Die Branche argumentiert oft mit der Anonymität und dem Datenschutz. Aber ich denke, wer bei seinen Geldgeschäften vollständig anonym bleiben will, der soll in bar bezahlen. Auch für Bargeld muss es jedoch Schwellenwerte geben.“ Bei der Geldwäscheprävention dürfe es keine Unterschiede zwischen verschiedenen Assetklassen geben, so De Masi. „Kryptowährungen sind kein Zahlungsmittel für den täglichen Bedarf.“

Aktuell mehr Bitcoin-Nodes in Deutschland als in den USA

  Aktuell mehr Bitcoin-Nodes in Deutschland als in den USA In Deutschland wurden zum ersten Mal mehr Bitcoin-Nodes als in den USA registriert. Das hat eine Datenanalyse von Bitnodes ergeben. Aktuell gibt es weltweit mehr als 10.000 Bitcoin-Nodes, die eingehende Verbindungen zulassen. © Shutterstock Aktuell mehr Bitcoin-Nodes in Deutschland als in den USA Davon befinden sich 1.833 in Deutschland und 1.821 in den USA. Frankreich liegt mit 549 Nodes weit abgeschlagen an dritter Stelle. In China können nur 152 Bitcoin-Nodes verzeichnet werden.

Mehr: Banken hadern mit neuer Geldwäsche-Richtlinie.

Leserfavoriten: Immobilie : Neuer Mietspiegel: Das ändert sich für Deutschlands Mieter und Vermieter

Wohnungsmarkt : Risiko Immobilienblase: So gefährdet sind die Häusermärkte in Europa

Elektromobilität : Tausende Schnellladesäulen in Deutschland sind noch illegal in Betrieb

Bundestagswahl : In Berlin kursieren erste Personalspekulationen für eine Ampelkoalition

Pandemie : Ende der Corona-Maßnahmen – Das sagen Experten zum deutschen „Freiheitstag“

SPD-Kanzlerkandidat: Was ist dran an den Vorwürfen gegen Olaf Scholz? .
Wirecard, Cum-Ex, G20 und nun eine Razzia im Finanzministerium: In der Wahlkampfendphase wird Olaf Scholz mit einigen Affären konfrontiert. Was man dazu wissen sollte. © Florian Gaertner/​photothek/​Getty Images Viele Vorwürfe gegen Scholz sind komplex – das ist im Wahlkampf hilfreich für ihn. Seriös und führungserfahren – mit diesem Image arbeitet der SPD-Mann Olaf Scholz an seinem Wahlsieg. Seine Kritiker aber werfen ihm Versagen und Klüngelei bei Wirecard, Cum-Ex, G20 und mangelnden Kampf gegen Geldwäsche vor.

Siehe auch