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Sport: Formel-1-Technik 2021: Wie Williams das Ruder herumriss

Wendy Williams storniert alle öffentlichen Auftritte aufgrund von "laufenden Gesundheitsproblemen"

 Wendy Williams storniert alle öffentlichen Auftritte aufgrund von Ihr Browser unterstützt nicht, dass dieses Video nicht unterstützt Wendy Williams kündigte an, dass sie alle öffentlichen Auftritte anhalten würde, während sie "Gesundheitsbewertungen" unterzogen wird über ihre Graves-Krankheit und der Lymphödem-Diagnosen, die sie dazu veranlasst haben, von der Arbeit in der Vergangenheit Pausen vorzunehmen. Williams wird immer noch in der Saison 13 der Wendy Williams Show am 20. September erscheinen.

Eigentlich ging es für Williams nur darum, nicht ein viertes Mal ganz unten in der Tabelle der Formel 1 zu landen. Nun darf die Mannschaft aus Grove sich sogar über einen Podiumsplatz beim Großen Preis von Belgien freuen. Dass das Rennen nicht wirklich stattgefunden hat - geschenkt.

Motorsport photo © Motorsport.com Motorsport photo

Die Entwicklung ist erstaunlich. Denn noch bei den Testfahrten vor Saisonbeginn hatte es nicht danach ausgesehen, als würde Williams aus eigener Kraft eine zweistellige Punktzahl einfahren können, vom Podium einmal ganz zu schweigen.

Der Williams FW43B erwies sich bei den ersten Testfahrten als aero-empfindliches Fahrzeug, das auf Windeinflüsse allergisch reagierte. Beim Saisonauftakt in Bahrain wurde diese Schwäche gnadenlos offengelegt, als George Russell und Nicholas Latifi schwer zu kämpfen hatten.

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Es schien, als sei eine weitere Saison am Ende des Feldes vorgezeichnet. Doch dann kam alles ganz anders. Mit 22 Punkten vor dem Russland-Grand-Prix liegt Williams an achter Stelle der Konstrukteurswertung. Das Highlight überhaupt war natürlich der Podiumsplatz von George Russell in Spa. Wie hat Williams einen solchen Turnaround bewerkstelligt?

Externe Faktoren

Natürlich hat der Einstieg von Dorilton Capital in Kombination mit neuen Schlüsselfiguren, neuen Geldquellen und einer völlig neuen Herangehensweise einen großen Einfluss gehabt, damit das Team neu aufblühen konnte.

Auch die Neuverteilung von Ressourcen innerhalb der Formel 1 hat geholfen. Da Williams sich beim Handicapsystem in der ersten Saisonhälfte ganz unten befand, durfte das Team volle 112,5 Prozent Windkanalzeit nutzen und genoss auch einige Privilegien bei CFD-Simulationen.

Mazepins kleine Liebeserklärung an Schumacher

  Mazepins kleine Liebeserklärung an Schumacher Zwischen Nikita Mazepin und Mick Schumacher kommt es in der Formel 1 immer wieder zu Reibereien. Der Russe äußert sich zu dem Verhältnis. © Bereitgestellt von sport1.de Mazepins kleine Liebeserklärung an Schumacher Zwischen Nikita Mazepin und Mick Schumacher lief es im Haas-Team bislang nicht allzu harmonisch ab. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)Schon mehrmals gerieten die beiden Rookies auf der Rennstrecke aneinander, beim Monza-GP verschuldete der Russe zuletzt einen Dreher des Deutschen.Mazepin will den Reibereien allerdings nicht zu viel Gewicht beimessen.

Außerdem konnte das Team bis zum Großen Preis von Ungarn keine Punkte einfahren. Am Stichtag 1. Juli lag Williams in der Konstrukteurswertung lediglich vor Haas, wodurch man noch immer 110 Prozent Windkanal- und CFD-Zeit für die komplette zweite Hälfte der Saison 2021 nutzen darf.

Erst mit den zehn Punkten aus Ungarn rückte Williams auf den achten Platz der Konstrukteurswertung vor. Sollte man diesen Platz halten können, wofür einiges spricht, dürfte man in der ersten Jahreshälfte 2022 nur noch 105 Prozent der CFD- und Windkanalzeit nutzen.

Was noch immer kein großes Problem wäre, weil die Teams weiter vorne stärker "bestraft" werden - der Konstrukteurmeister, der aktuell noch 90 Prozent nutzen darf, bekommt dann nur noch 70 Prozent, während die 100-Prozent-Marke auf von Platz fünf auf P7 "zurückfällt".

Zusätzlich dazu hat Williams einige Änderungen an seinem Windkanal vorgenommen und auch die Herangehensweise für die Entwicklung seines Fahrzeugs komplett geändert.

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  Chaos vor dem Start! Deutsches Formel-2-Duo punktlos Die deutschen Formel-2-Piloten David Beckmann und Lirim Zendeli gehen beim Sprintrennen in Sotschi leer aus. © Bereitgestellt von sport1.de Chaos vor dem Start! Deutsches Formel-2-Duo punktlos Die deutschen Formel-2-Piloten David Beckmann (Hagen) und Lirim Zendeli (Bochum) haben beim Sprintrennen in Sotschi die Punkteränge verpasst. Auf teilweise nasser Strecke holte der Brite Dan Ticktum (Carlin) den Sieg am späten Samstagnachmittag. Zendeli (MP Motorsport) wurde Zehnter, Beckmann holte an seinem zweiten Rennwochenende für Campos den 15. Rang.

Kontinuierliche Fortschritte

Aero ist noch immer King in der Formel 1. Die größten Fortschritte hat es bei Williams an der Fahrzeugfront gegeben. Schon beim zweiten Rennen in Imola debütierte eine veränderte Bremsbelüftung.

Bremsschacht und Bremstrommel am Williams FW43 und am Williams FW43B aus der Formel 1 © Bereitgestellt von motorsport.com Bremsschacht und Bremstrommel am Williams FW43 und am Williams FW43B aus der Formel 1

Bremsschacht und Bremstrommel am Williams FW43 und am Williams FW43B

Foto: Giorgio Piola

Diese ermöglichte es dem Team, mehr mit der darunter befindlichen Fläche der "Bremstrommel" zu spielen. Das Cluster von Winglets wurde gegen kleinere, paarförmig auftretende Winglets getauscht.

Unterboden

Es hat auch nicht lange gedauert, bis Williams sein Konzept auf den "Z-Unterboden" umgestellt hat, der in der Formel 1 mittlerweile ubiquitär vorhanden ist. Die Lösung stand ebenfalls schon zum zweiten Saisonrennen bereit.

Unterboden-Vergleich am Williams FW43B in der Formel-1-Saison 2021 © Bereitgestellt von motorsport.com Unterboden-Vergleich am Williams FW43B in der Formel-1-Saison 2021

Unterboden-Vergleich am Williams FW43B

Foto: Motorsport Network

Die Rückkehr einer Formel-1-Großmacht

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Die aerodynamischen Aufbauten auf dem Unterboden hingegen sind größtenteils gleichgeblieben, beispielsweise die drei Finnen an der Kante.

Die drei "r"-förmigen Flaps und das geschwungene Winglet vor dem Hinterreifen (rot markiert) sind hingegen ausgetauscht worden. Stattdessen gibt es seit dem großen Update beim Frankreich-Grand-Prix eine Aneinanderreihung von Flaps (grün markiert).

Radhaus hinten

Ein weitere Änderung kam beim Portugal-Grand-Prix in Spiel, als das Team seine Lösung aus der Saison 2020 gegen etwas Ähnliches wie Ferrari tauschte.

Unterboden-Kanten am Williams FW43B aus der Formel-1-Saison 2021 © Bereitgestellt von motorsport.com Unterboden-Kanten am Williams FW43B aus der Formel-1-Saison 2021

Unterboden-Kanten am Williams FW43B

Foto: Motorsport Network

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Der FW43B begann die Saison mit mehreren Finnen, die dem Diffusor entwuchsen. Diese wurden durch eine Reihe vertikaler Finnen ersetzt, die besser mit der unteren Reihe von Winglets an der Bremsbelüftung interagieren, die bekanntermaßen in der Formel-1-Saison 2021 kürzer ausfallen müssen.

Bargeboards

Bei jenem angesprochenen großen Frankreich-Update hat Williams auch versucht, der Anfälligkeit seines Boliden für Windböen zu begegnen. Die Anzahl der vorgelagerten Finnen wurde erhöht (die grün Markierte war schon vorhanden, die rot Markierte ist neu hinzugekommen).

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Neu (links) und alt (rechts): Windabweiser am Williams FW43B in der Formel-1-Saison 2021 © Bereitgestellt von motorsport.com Neu (links) und alt (rechts): Windabweiser am Williams FW43B in der Formel-1-Saison 2021

Neu (links) und alt (rechts): Windabweiser am Williams FW43B

Foto: Motorsport Network

„Da geht fast gar nichts“: Gibt Mercedes bei Hamilton bereits auf?

  „Da geht fast gar nichts“: Gibt Mercedes bei Hamilton bereits auf? Für Lewis Hamilton läuft es im Türkei-Qualifying optimal - und dennoch stapelt Mercedes tief. Kurioserweise äußert sich auch WM-Rivale Max Verstappen pessimistisch. Sebastian Vettel ärgert sich. Die Stimmen. © Bereitgestellt von sport1.de „Da geht fast gar nichts“: Gibt Mercedes bei Hamilton bereits auf? Das Qualifying für den Großen Preis der Türkei hätte aus Mercedes-Sicht nicht besser laufen könnten. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton knallte die schnellste Zeit in den Asphalt und betrieb damit maximale Schadensbegrenzung.

Außerdem hat man sich in Grove eine Lösung von McLaren abgeschaut. So wurden zwei gekrümmte Flügel unterhalb des Bumerang-Flügels angebracht (gelb). Das so erstellte System lenkt den Luftstrom bei allen Bedingungen in geordnete Bahnen.

An der Oberseite folgte man einem Trend in der Formel 1. Die Oberfläche wird in mehrere einzelne Elemente aufgespalten, die eine Art Federkleid bilden (blau).

Diffusor

Das Update beinhaltete auch eine überarbeitete Version des Diffusors. Die Länge der äußersten Diffusorstrebe wurde verkleinert.

Kleine Finnen am Diffusor des Williams FW43B aus der Formel 1 2021 © Bereitgestellt von motorsport.com Kleine Finnen am Diffusor des Williams FW43B aus der Formel 1 2021

Kleine Finnen am Diffusor des Williams FW43B

Foto: Motorsport Network

Auch diese Lösung wurde von mehreren Teams im Laufe der Saison verwendet. Das spricht dafür, dass die neuen Regularien den Luftstrom in dieser Region stark verändert haben, worauf sich die Teams einstellen mussten.

Monza-Konfiguration

Zum ersten Mal seit vielen Jahren hatte das Williams-Team auch ein eigens für Monza angefertigtes Aeropaket dabei. In den vergangenen Jahren wurde einfach ein Heckflügel verwendet, der auch auf anderen schnellen Kursen zum Einsatz gekommen wäre, und nahm den aerodynamischen Nachteil hin.

Frontflügel-Vergleich am Williams FW43B aus der Formel-1-Saison 2021 © Bereitgestellt von motorsport.com Frontflügel-Vergleich am Williams FW43B aus der Formel-1-Saison 2021

Flügel-Vergleich Monza (links) vs. konventionell (rechts) am Williams FW43B

Foto: Motorsport Network

In diesem Jahr hingegen trat es mit einem Ultra-Low-Downforce-Flügel an. Als Ausgleich wurde das oberste Element des Frontflügels beschnitten (roter Pfeil), um die aerodynamische Balance wiederherzustellen. Das eigens für Monza entwickelte Paket brachte Williams erneut zwei Punkte durch Russell ein.

Perspektiven für 2022 und darüber hinaus

Die Formel-1-Saison 2022 wird aufgrund der Tragweite der Regeländerungen für die Teams eine Reihe interessanter Chancen ermöglichen.

Mit Einführung der Kostengrenze und des weiter oben thematisierten Ressourcen-Handicapsystems schon in diesem Jahr wird es interessant zu sehen, ob Williams den Abstand zu den vorderen Teams weiter wird reduzieren können.

Weitere Co-Autoren: Giorgio Piola. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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