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Sport: Die Formel 1 verhöhnt sich selbst

Mazepins kleine Liebeserklärung an Schumacher

  Mazepins kleine Liebeserklärung an Schumacher Zwischen Nikita Mazepin und Mick Schumacher kommt es in der Formel 1 immer wieder zu Reibereien. Der Russe äußert sich zu dem Verhältnis. © Bereitgestellt von sport1.de Mazepins kleine Liebeserklärung an Schumacher Zwischen Nikita Mazepin und Mick Schumacher lief es im Haas-Team bislang nicht allzu harmonisch ab. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)Schon mehrmals gerieten die beiden Rookies auf der Rennstrecke aneinander, beim Monza-GP verschuldete der Russe zuletzt einen Dreher des Deutschen.Mazepin will den Reibereien allerdings nicht zu viel Gewicht beimessen.

Die Formel 1 nimmt immer mehr Strecken auf der Arabischen Halbinsel auf. Damit verhöhnt sie sich nicht nur selbst, sondern lässt auch die Fahrer wie Heuchler aussehen. Ein Kommentar von SPORT1-Redakteur Stefan Schnürle.

Die Formel 1 verhöhnt sich selbst © Bereitgestellt von sport1.de Die Formel 1 verhöhnt sich selbst

Bahrain, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate - und nun Katar.

Werden in dem Tempo weiter neue Strecken in dem Gebiet in den F1-Kalender aufgenommen, kann die Königsklasse des Motorsports bald eine eigene Weltmeisterschaft auf der Arabischen Halbinsel austragen lassen.

Dafür fallen seit Jahren traditionsreiche Strecken in Hochburgen des Motorsports weg, die sich die Formel 1 einfach nicht mehr leisten können. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Mercedes-Debakel! Sensations-Pole nach Hamiltons Patzer

  Mercedes-Debakel! Sensations-Pole nach Hamiltons Patzer Da sein WM-Rivale von hinten startet, bietet sich im Qualifying in Sotschi die Chance für Lewis Hamilton. Doch der Brite patzt. Drei überraschende Namen schieben sich nach vorne. Mick Schumacher glänzt. © Bereitgestellt von sport1.de Mercedes-Debakel! Sensations-Pole nach Hamiltons Patzer Sensations-Pole für Lando Norris nach dem Wetterchaos von Sotschi!Nachdem das 3. Training abgesagt worden war und auch das Qualifying zum Großen Preis von Russland wegen starker Regenfälle am Vormittag noch in Gefahr war, öffnete sich rechtzeitig zum geplanten Start um 14 Uhr ein Zeitfenster.

  • Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motor & Sport Magazin am Sonntag ab 21.45 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1

Eines der prominentesten Opfer ist der Hockenheimring. Für die Streckenbetreiber stellen die hohen Antrittsgebühren ein zu großes wirtschaftliches Risiko dar - diesen Faktor muss man bei den Wüstenrennen in etwa so ernsthaft einbeziehen wie einen Schneesturm während eines Rennens.

Doch die Geschäftemacherei der Königsklasse mit den arabischen Regimes hat ihren Preis.

Formel 1 folgt dem Ruf des Geldes

Der langjährige Formel-1-Mogul Bernie Ecclestone war nie für moralische Skrupel bekannt. Das nun regierende Business-Imperium Liberty Media - deren in diesem Jahr abgetretener Frontmann Chase Carey enger Vertrauter des ebenfalls berüchtigten Medien-Imperators Rupert Murdoch ist - verkauft sich zwar smarter, folgt aber ebenso dem Ruf des Geldes. Und das ruft in Katar und Co. ohrenbetäubend laut.

Fast wie der Vater! Schumacher glänzt bei nassen Bedingungen

  Fast wie der Vater! Schumacher glänzt bei nassen Bedingungen Mick Schumacher zeigt im Qualifying von Sotschi eine glänzende Leistung. Der Haas-Pilot düpiert dabei seinen Teamkollegen Nikita Mazepin. Dennoch ärgert sich der Youngster. © Bereitgestellt von sport1.de Fast wie der Vater! Schumacher glänzt bei nassen Bedingungen Das hat schon ein wenig an seinen Vater erinnert, auch wenn im klar unterlegenen Haas keine größere Sensation möglich war.Mick Schumacher zeigte im Qualifying für den Großen Preis von Russland (am Sonntag ab 14 Uhr im LIVETICKER) bei schwierigen und rutschigen Bedingungen eine starke Leistung und darf von Platz 15 ins Rennen starten.

Um aber die Fans in Europa, der Heimatbasis, zugleich nicht zu sehr zu verärgern, wird zugleich versucht, den Rennkalender bis an die Grenze aufzublähen. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Doch dies wird nicht allzu lange möglich sein, da die Teams bereits jetzt an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen. Dem Zehnjahresvertrag in Katar werden früher oder spätere andere Standorte weichen müssen. Für 2022 könnte es bereits Frankreich mit dem zugegeben wenig spektakulären Circuit Paul Ricard treffen.

Formel 1: Katar und Co. konterkarieren Image-Kampagne

Ein weiteres Problem der Deals mit Katar und Co.: Die Formel 1 verhöhnt sich damit nicht nur selbst, sondern lässt auch seine eigenen Piloten wie Heuchler aussehen. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Man bedenke: Jede Rennübertragung der Formel 1 beginnt gerade mit dem „We-Race-As-One“-Spot, in dem die Fahrer für Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit, gleichen Zugang für alle und eine gerechte Repräsentation werben.

Gasly? „Könnte nah an Verstappen herankommen“

  Gasly? „Könnte nah an Verstappen herankommen“ Franz Tost spricht im exklusiven SPORT1-Interview über deutsche Hersteller in der Formel 1 und Mick Schumacher. Dazu verrät er, wem er im WM-Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen die Daumen drückt. © Bereitgestellt von sport1.de Gasly? „Könnte nah an Verstappen herankommen“ Jetzt spricht Franz Tost!Bereits seit 2005 ist der Österreicher Teamchef der Scuderia Alpha Tauri (ehemals Scuderia Toro Rosso). In der Formel 1 hat er schon viel erlebt. Aber der aktuelle WM-Kampf zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen ist für den ehemaligen Rennfahrer schon jetzt ein Duell für die Geschichtsbücher.

Mit diesem Anspruch ist es ohnehin so eine Sache: Weltmeister Lewis Hamilton weiß am besten, dass die Formel 1 diese hehren Ideale nur bedingt vorlebt, sprach erst kürzlich von einem „Milliardärsclub für Jungs“ - wie etwa Haas-Pilot und Milliardärssohn Nikita Mazepin.

Nur wer viel Geld oder Sponsoren mitbringt, hat in der Regel eine realistische Chance, es in die F1 zu schaffen. Und wie Hamilton selbst auch schon kritisch anmerkte, findet man außer ihm nur Fahrer mit weißer Hautfarbe. Eine Frau sucht man sowieso vergeblich.

Die Deals mit Gastgeberländern, die keinesfalls für Gleichberechtigung und Menschenrechte stehen, konterkarieren den progressiven Schein zusätzlich. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Sebastian Vettel und Lewis Hamilton im Dilemma

Natürlich: Die Formel 1 ist in dieser Hinsicht beileibe kein Einzelfall, vor allem Saudi-Arabien und Katar mit der Fußball-WM 2022 haben auch zahlreiche weitere Geschäftspartner im Sport, die dabei helfen, das zu betreiben, was Kritiker „Sportswashing“ nennen: Image-Politur durch Sport-Großereignisse, die von den politischen Verhältnissen ablenken.

Analyse: Wie die Formel 1 zu vier Rennen im Nahen Osten kam

  Analyse: Wie die Formel 1 zu vier Rennen im Nahen Osten kam Die Formel 1 im arabischen Raum: Wann die Rennserie den Markt für sich entdeckt hat und warum die Region in der Saison 2021 einen Formel-1-Boom erlebtDer Grund dafür liegt auf der Hand: Geld. In der anhaltenden Coronakrise kann sich die Formel 1 bei den vier genannten Grands Prix auf ein festes Einkommen verlassen. Und die Rennserie braucht beides: Stabilität im Rennkalender sowie ein Einkommen. Denn ohne Geld dreht sich in der Formel 1 kein Rad, weil die zehn Teams auf die Formel-1-Zahlungen angewiesen sind.

Auch beim Versuch, das Beste daraus zu machen und Zeichen zu setzen, stoßen die Stars auf Widerstände: In Budapest musste Sebastian Vettel den Einzelkämpfer geben, indem er Regenbogen-Shirt und bunte Schuhe für die queere Community trug. Als Dank dafür bekam er eine Verwarnung der Formel 1, da er sie länger als erlaubt anhatte.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit ist Vettel deutlich lautstärker als die Formel 1 selbst - auch wenn die Königsklasse grüner werden und zum Beispiel Einwegplastik bis 2025 aus dem Fahrerlager verbannen will.

Dazu sei angemerkt, dass mit Aramco der staatliche Öl-Konzern von Saudi-Arabien einer der F1-Hauptsponsoren ist - was entgegen aller Proteste von Menschenrechtsorganisationen auch die Vergabe des Rennens nach Saudi-Arabien erklärt.

Wie GP Racing aufzeigte, ist Aramco laut Schätzungen für 4,3 Millionen Tonnen Plastikabfall verantwortlich - und damit weltweit auf Rang fünf. Das ging aus einem Bericht der australischen Minderoo-Stiftung mit Partnern wie der Energieforschungsgruppe Wood Mackenzie, der London School of Economics und dem Stockholmer Umweltinstitut hervor.

Leid tun einem bei all dem nur Fahrer wie Vettel und Hamilton, denen man abkauft, dass sie tatsächlich für eine Veränderung sorgen wollen - im Gegensatz zu Liberty Media.

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„Wir wissen, wo wir stehen“ - McLaren zurück in der Realität .
Nach den Highlights in Monza und Sotschi wurde McLaren in Istanbul wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Für Teamchef Andreas Seidl kam die Formschwäche nicht unerwartet. Schon in Austin hofft der Bayer, im Duell mit Ferrari wieder zurückzuschlagen.Doch nach den Jubelfeiern in den letzten beiden Rennen musste McLaren in Istanbul wieder kleinere Brötchen backen. Schon in den Trainings wurde schnell klar, dass die Papaya-Renner nicht mit der Spitze mithalten konnten. Hinter Mercedes, Red Bull, Ferrari und Alpha Tauri war man plötzlich nur noch die fünfte Kraft – mittendrin im grauen Mittelfeld.

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