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Sport: Der 1. FC Union auf der Überholspur: Die Vormachstellung von Hertha BSC ist in Gefahr

Darum hat Stevan Jovetic gegen Leverkusen gestürmt: Mehr Action in der Offensive von Hertha BSC

  Darum hat Stevan Jovetic gegen Leverkusen gestürmt: Mehr Action in der Offensive von Hertha BSC Weil Pal Dardai, der Trainer von Hertha BSC, mit den Auftritten seiner Stürmer nicht zufrieden war, probierte er gegen Bayer Leverkusen was Neues. Mit Erfolg. © Foto: imago images/Jan Huebner Grund zum Jubeln. Stevan Jovetic (Mitte) brachte Hertha BSC gegen Bayer Leverkusen mit 1:0 in Führung. Die neue Woche hat für Krzysztof Piatek denkbar positiv begonnen. Im „Kicker“ ist an diesem Montag ein Interview mit Paulo Sousa erschienen, in dem sich der Trainer der polnischen Fußball- Nationalmannschaft auffallend wohlwollend über den Stürmer von Hertha BSC ausgelassen hat.

Seit Menschengedanken ist Hertha BSC die Nummer eins in Berlin. Aber die Verhältnisse geraten ins Wanken – weil Union vieles richtig macht. Ein Kommentar.

Wenn Ritter Keule triumphiert. © Foto: imago images/Matthias Koch Wenn Ritter Keule triumphiert.

Wer am Derbytag mit der S3 von Spandau am Olympiastadion vorbei nach Köpenick fährt, der bekommt einen recht plastischen Eindruck von der immer noch vorhandenen fußballerischen Spaltung der Stadt. Wenn der 1. FC Union an der Alten Försterei spielt, steigen in der Regel erst an der Friedrichstraße die ersten Fans in Rot und Weiß ein, ab Alexanderplatz werden es dann richtig viele.

Covic-Rückkehr und Kaderumbruch - So schlägt sich die Hertha-U23 bislang

  Covic-Rückkehr und Kaderumbruch - So schlägt sich die Hertha-U23 bislang Lange Corona-Pause, die Covic-Rückkehr und ein erneuter Kaderumbruch. Wir blick auf den Saisonstart der U23 von Hertha BSC.Auch in diesem Sommer gab es wieder zahlreiche Veränderungen im Kader. Einige etablierte Regionalligaspieler haben den Verein verlassen. Darunter zum Beispiel Panzu Ernesto, der 2018 Hertha mit einem Tor zur A-Jugend-Meisterschaft verhalf, Rico Morack, der nach sechs Jahren als erfahrene Stütze in der Innenverteidigung Karriere beendete, und Cihan Kahraman. Omar Rekik und Palko Dardai hatten die zweite Mannschaft bereits im letzten Winter verlassen.

Berlin ist groß, und in Berlin finden sowohl Herthaner als auch Unioner ihren Platz. Jeder Klub hat seine Klientel, Überschneidungen der Zielgruppe sind immer noch selten.

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Insofern könnte man die Frage, wer denn nun die Nummer eins in der Stadt ist, für eine nette, aber eben auch belanglose Spielerei halten. Aber genau das ist sie natürlich nicht. Es kann nur einen geben, der nach einem Derby singt: „Stadtmeister, Stadtmeister, Berlins Nummer eins.“ Am Samstagabend, nach dem 2:0-Heimsieg ihrer Mannschaft, waren das die Fans des 1. FC Union.

Der Zwiespalt vor dem Derby

  Der Zwiespalt vor dem Derby Vor dem Derby ist die drängendere Frage nicht: Hertha oder Union? sondern die danach, ob es richtig ist, das Spiel mit 2G und ohne Publikumsbeschränkung auszutragen.In einem Interview mit Radio Eins antworten Berlins Innen-Senator Andreas Geisel und Unions Sprecher Christian Arbeit auf Fragen danach, ob eine Vollauslastung am Samstag wirklich die richtige Entscheidung ist. Geisel argumentiert dazu, dass die jetzige Regelung – trotz der höheren Auslastung – strikter sei als die mit 3G bei den letzten Spielen von Hertha und Union.

Nur eine Momentaufnahme, sagen die Anhänger von Hertha BSC, die natürlich auf das Rückspiel im Olympiastadion verweisen – und sich ihrer historisch begründeten Vormachtstellung sowieso immer noch ziemlich sicher sind. Seit Einführung der Bundesliga hat es immer mal wieder Lokalrivalen gegeben, die für einen kurzen Augenblick die Nase vorn hatten. Am Ende aber hat Hertha noch jeden Angriff von Tasmania, Tennis Borussia oder Blau-Weiß 90 erfolgreich abwehren und die gottgegebene Ordnung wiederherstellen können.

Der 1. FC Union scheint ein anderes Kaliber zu sein.

Union war besser, reifer und hatte einen Plan

Das Spiel am Samstagabend jedenfalls hat die aktuellen fußballerischen Machtverhältnisse nahezu detailgetreu wiedergegeben. Union war die bessere Mannschaft. Die reifere Mannschaft. Die Mannschaft mit dem klareren Plan.

Die Tabelle weist den Emporkömmling aus dem Osten auch in dieser Saison wieder als potenziellen Anwärter auf den Europapokal aus, während sich Hertha im günstigsten Fall im gesicherten Mittelfeld bewegen wird, im ungünstigsten sogar mit Tuchfühlung zur Abstiegszone. Und dies ist mehr als eine Momentaufnahme.

Hertha-Boss Bobic vor dem Derby: „Diese Ost-West-Vergleiche sind Unsinn“

  Hertha-Boss Bobic vor dem Derby: „Diese Ost-West-Vergleiche sind Unsinn“ Der Sportchef vergleicht die vergangenen zwei Hertha-Jahre mit einem gemischten Salat, der ungenießbar war. Lob und Anerkennung findet er für den 1. FC Union.KURIER: Herr Bobic, welchen besonderen Reiz hat das Derby?

Seit Unions Aufstieg im Sommer 2019 haben die Köpenicker in der Liga 22 Punkte mehr geholt als Hertha. Und seit nunmehr 44 Spieltagen liegen sie in der Tabelle vor dem einstigen Platzhirsch. Die vermeintlich zementierten Verhältnisse scheinen tatsächlich ins Wanken zu geraten.

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Der 1. FC Union hat in vielem ein ganz eigener Verein. Das mag man. Oder man mag es nicht. Doch unbestritten ist, dass Union in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht, was Hertha falsch gemacht hat. Union hält Kontinuität nicht für eine gefährliche Krankheit. Union legt bei der Suche nach neuen Spielern Wert darauf, dass sie ins Profil passen und nicht zwingend einen prominenten Namen haben.

Strukturell ist Hertha immer noch besser aufgestellt als Union, aber die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Vormachtstellung in der Stadt eben nicht gottgegeben ist. Erfolg macht sexy. Und da hat Union inzwischen eindeutig mehr zu bieten.

Das heißt nicht, dass eingefleischte Herthaner jetzt in Scharen mit rot-weißen Fahnen zu Union überlaufen. Aber es geht um die bisher Unentschiedenen. Selbst wenn die Stadt groß genug ist für zwei Vereine und Konkurrenz das Geschäft belebt: Hertha sollte die derzeitige Entwicklung nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Ist die Hertha untrainierbar? .
Es sind wieder unruhige Zeiten bei Hertha BSC. Trainer Pal Dardai wird kurzerhand durch Tayfun Korkut ausgetauscht. Bei SPORT1 sprechen zwei frühere Herthaner über die prekäre Lage. © Bereitgestellt von sport1.de Ist die Hertha untrainierbar? Nun soll es also Tayfun Korkut als Trainer bei Hertha BSC richten. Diesen Namen hatte kaum jemand auf dem Zettel. Keine Frage, es sind mal wieder aufregende Tage in Berlin. Am Montag gab der Verein die Trennung von Cheftrainer Pal Dardai bekannt. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)Mit ihm wurde auch sein Co-Trainer Andreas „Zecke“ Neuendorf freigestellt.

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