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Sport: Baumann: Brand in Kiel auf der Werder-Bank - "Es sei denn, …"

Nach Anfang-Rücktritt: Werder schon wieder auf Trainersuche

  Nach Anfang-Rücktritt: Werder schon wieder auf Trainersuche Nach dem Rücktritt von Trainer Markus Anfang infolge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in der Impfpass-Affäre muss Werder Bremen schon wieder auf Trainersuche gehen. Anfang war erst im Sommer an die Weser gekommen und sollte bei den Grün-Weißen nach dem ersten Abstieg seit 41 Jahren den Wiederaufbau starten - und die Norddeutschen möglichst direkt in die Fußball-Bundesliga zurückführen. «Wir wollten mit Markus etwas Neues aufbauen und hatten die Hoffnung, dass wir hier über mehrere Jahre etwas gestalten mit unseren jungen Spielern», sagte Bremens Sport-Geschäftsführer Frank Baumann am Samstagabend vor dem 1:1 (0:0) gegen den FC Schalke 04 im TV-Send

Die Trainer-Suche des SV Werder Bremen ist bislang noch nicht abgeschlossen, außerdem hat sich der bisherige Interimscoach Danijel Zenkovic mit Covid19 infiziert, wird für die nächste Partie bei Holstein Kiel ausfallen. Was nun? Sportchef Frank Baumann bezieht Stellung zu den Bremer Plänen.

Debüt um Samstag? Christian Brand (li.) wird Werder wohl in Kiel betreuen. © imago images/Nordphoto Debüt um Samstag? Christian Brand (li.) wird Werder wohl in Kiel betreuen.

Zwischen Interimslösung und Trainer-Suche

Eigentlich lassen sich für die Geschehnisse der vergangenen Tage beim SV Werder Bremen nur schwer Worte finden. Sportchef Frank Baumann startete am Dienstag trotzdem einen Versuch: "Wir haben natürlich intensive Tage hinter uns, keine Frage, teilweise auch turbulent." Die Ermittlungen wegen Impfbetrugs gegen den ehemaligen Cheftrainer Markus Anfang haben den gesamten Verein in eine Ausnahmesituation versetzt; die Indizienlage ist mittlerweile erdrückend, sein Vertrag beim Zweitligisten längst aufgelöst.

Werner, Klose oder Farke? So läuft Werders Nachfolger-Suche

  Werner, Klose oder Farke? So läuft Werders Nachfolger-Suche Nach dem Rücktritt von Markus Anfang läuft die Trainersuche bei Werder Bremen. SPORT1 gibt einen Überblick der möglichen Kandidaten. Ein Favorit kristallisiert sich heraus. © Bereitgestellt von sport1.de Werner, Klose oder Farke? So läuft Werders Nachfolger-Suche Die Trainersuche bei Werder Bremen läuft auf Hochtouren.Sport-Geschäftsführer Frank Baumann ist nicht zu beneiden, muss er doch auch den Ärger um den Rücktritt von Trainer Markus Anfang weiter bestmöglich verarbeiten. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2.

Am Samstag, beim 1:1 gegen den FC Schalke 04, war bereits Danijel Zenkovic als kurzfristige Interimslösung eingesprungen. Doch beim Österreicher wurde ein positiver Corona-Befund festgestellt, wie der Klub am Dienstagnachmittag bekanntgab. Für die Partie am kommenden Samstag bei Holstein Kiel (20.30 Uhr) fällt er aus. Erneut steht Werder also ohne Trainer da. Und allmählich ist man geneigt zu fragen: Wann hört das eigentlich mal auf, mit all den Rückschlägen?

Baumann versucht, diese Art der Betrachtungsweise nicht zu sehr an sich ranzulassen. Der 46-Jährige ist dafür verantwortlich, Lösungen zu finden. Die aktuellste für das Auswärtsspiel in Kiel lautet nun: "Christian Brand wird die Mannschaft sehr wahrscheinlich am Samstag übernehmen. Es sei denn, wir präsentieren bis dahin einen neuen Trainer." Ob das noch gelingen wird, ist fraglich. Nach einer zeitlichen Prognose gefragt, meint auch Baumann: "Schwer zu sagen." Bei Top-Kandidat Ole Werner gilt mit dessen Klub zunächst noch zu klären, wie die Rahmenbedingungen einer solchen Verpflichtung aussehen könnte. Der 33-Jährige besitzt noch einen bis Saisonende laufenden Vertrag - bei Holstein Kiel. Dass er ausgerechnet an alter Wirkungsstätte debütieren wird, erscheint unrealistisch.

Neuer Werder-Coach kommt nächste Woche - kein Schadensersatz bei Anfang

  Neuer Werder-Coach kommt nächste Woche - kein Schadensersatz bei Anfang Werder Bremen will in der kommenden Woche den neuen Trainer präsentieren. Ole Werner gilt als Favorit.Knapp eine Woche ist es nun her, dass Markus Anfang im Zuge der Ermittlungen gegen seine Person von seinem Posten als Werder-Coach zurückgetreten ist. Seitdem sind viele neue Dinge ans Licht gekommen - unter anderem, dass er auf einer 2G-Veranstaltung Karneval feierte.

Premiere für Brand

Werders U-19-Trainer Brand kommt somit voraussichtlich zu seiner Premiere als Profi-Chefcoach in Bremen. Gegen Schalke hatte er Zenkovic im Duo bereits zur Seite gestanden, nun bekommt der 49-jährige ehemalige Werder-Profi wiederum Unterstützung von einem weiteren Ex-Profi des Klubs: mit Cedric Makiadi hat er im Nachwuchsbereich an der Weser bereits zusammengearbeitet. "Wir haben vollstes Vertrauen in Christian Brand", sagt Baumann, "er ist schon lange Trainer bei Werder, hat über 14 Jahre Erfahrung und bereits erfolgreich gearbeitet". Auch schon im Profibereich: bei Jahn Regensburg (Regionalliga und 3. Liga) und Hansa Rostock (3. Liga).

Es gibt noch weitere Kandidaten

Ansonsten bezog Baumann noch dazu Stellung, dass Werder bei der Trainersuche neben Werner noch weitere Kandidaten auf der Liste habe - eine konkrete Anzahl könne er jedoch nicht nennen. Ebenso wenig äußern wollte sich der Sportchef indes über die laufenden Ermittlungen gegen Ex-Coach Anfang. Ein mögliches Fehlverhalten von Werder-Seite oder einzelnen Mitarbeitern wies er jedoch zurück: "Es ist, glaube ich, normal, dass man seinen Mitarbeitern vertraut und dass man, wenn Dokumente vorgelegt werden, die Echtheit dort nicht anzweifelt." Man schaue in Bremen nun zwar genauer hin, doch dass alle weiteren Nachweise tatsächlich korrekt sind, "daran", so Baumann, "haben wir keine Zweifel".

Werders Corona-Sorgen nehmen zu: "Würde auch uns treffen" .
Sportchef Frank Baumann hat sich zur aktuellen Corona-Situation beim SV Werder Bremen geäußert. Mit der zunehmend kritischeren Pandemielage in Deutschland vergrößert sich auch das Drohszenario für den Zweitligisten wieder. © imago images/MIS Besorgt über die Entwicklung der Pandemie: Sportchef Frank Baumann. Weniger Zuschauer, Ausfälle, unsicheres TrainingslagerSeine erste Einheit als neuer Trainer des SV Werder Bremen musste Ole Werner mit lediglich 14 Feldspielern abhalten. Der Rest der Mannschaft ist verletzt, trainierte individuell - oder befindet sich in Quarantäne.

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