Welt & Politik: Corona: Karl Lauterbach kritisiert Helge Braun für verpatztes Krisenmanagement

Bndesliga: Corona-Wirbel gibt Lauterbach Hoffnung

  Bndesliga: Corona-Wirbel gibt Lauterbach Hoffnung SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich zum Coronafall von Niklas Süle und den damit verbundenen Folgen geäußert. Julian Nagelsmann hätte offenbar beinahe sein Comeback verpasst. Karl-Heinz Rummenigge kritisierte derweil die 50+1-Regel. Alle News und Gerüchte zum FC Bayern München im Überblick. © Bereitgestellt von SPOX SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich zum Coronafall von Niklas Süle und den damit verbundenen Folgen geäußert. Hier geht's zu den News und Gerüchten über den FC Bayern vom Vortag.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hadert mit den Rückschlägen bei der Pandemie-Eindämmung. Die Zusammenarbeit mit CDU-Kanzleramtschef Braun kritisiert er scharf, der sei »nicht mehr wiederzuerkennen«.

  Corona: Karl Lauterbach kritisiert Helge Braun für verpatztes Krisenmanagement © Kay Nietfeld / dpa

Die Ampelparteien haben gerade erst ihren Fahrplan im Kampf gegen die vierte Welle sortiert; ein neues Infektionsschutzgesetz wurde beschlossen, Bund und Länder haben sich auf Einschränkungen verständigt. Nun warnt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, dass in der Coronakrise noch härtere Einschränkungen nötig werden könnten.

»Wir haben das alle gemeinsam in der Hand«, sagte Lauterbach dem Nachrichtenportal »t-online«. »Wenn wir 2G und 2G plus nicht konsequent einhalten, werden wir ein sehr großes Problem bekommen – mit entsprechenden Verschärfungen als Folge.«

Kanzleramtsminister Braun kündigt Kandidatur für CDU-Vorsitz an

  Kanzleramtsminister Braun kündigt Kandidatur für CDU-Vorsitz an Wiesbaden. Im Rennen um den Posten des CDU-Vorsitzenden gibt es eine erste Kandidatur: Kanzleramtsminister Helge Braun bewirbt sich um die Nachfolge von Armin Laschet. Norbert Röttgen will seine Kandidatur wohl morgen bekanntgeben. © Oliver Killig Helge Braun (CDU), Chef des Kanzleramtes (Archivfoto). Braun werde der Landespartei in Hessen am Freitag bei einer Landesvorstandssitzung die Gründe für seine Bewerbung vorstellen, sagte ein Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Offiziell nominiert werde er durch seinen Heimatkreisverband in Gießen.

Laut neuem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz sollen die Bundesländer je nach Hospitalisierungsinzidenz Zugangsbeschränkungen nur noch für Geimpfte und Genesene erlauben und zum Teil nur noch mit aktuellem Coronatest. Zugleich können weitere Verschärfungen verhängt werden. Bayern und Sachsen haben bereits Shutdowns und Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte verkündet.

»Die Widerstände waren damals zu groß«


Video: "Skandal": Karl Lauterbach kritisiert späte Maßnahmen (SAT.1)

»Wir müssen jetzt wirklich richtig Ernst machen. Anders wird es uns nicht gelingen«, sagte Lauterbach. Er hofft, »dass wir ähnlich drastische Maßnahmen wie in Österreich noch verhindern können«. Das Nachbarland hatte am Freitag einen Lockdown für alle und eine allgemeine Impfpflicht ab Februar verkündet.

Helge Braun: Ein Notarzt für die CDU

  Helge Braun: Ein Notarzt für die CDU Wie sich der Kanzleramtsminister in einem Brief an die Parteimitglieder für den Vorsitz empfiehlt. © via www.imago-images.de/imago images/Mike Schmidt Um zu neuer Stärke zu kommen, sei ein grundlegender Neuanfang nötig, findet Helge Braun - und will deshalb CDU-Chef werden. Ein Notarzt für die CDUDer geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun hat am Freitagabend in einem Brief an alle CDU-Mitglieder begründet, warum er der nächste Parteivorsitzende werden will. "Uns alle bedrückt das historisch schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl.

Ob bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 9. Dezember schon neue Einschränkungen beschlossen werden müssten, ließ Lauterbach offen. »Das hängt davon ab, ob die nun beschlossenen Regeln wirken«, sagte er. Die Pandemiebekämpfung habe in der vierten Welle nicht mehr so gut funktioniert wie in vorigen Wellen. »Wir hätten vor vier oder fünf Wochen mit schärferen Einschränkungen beginnen müssen«, sagte Lauterbach. »Aber die Widerstände waren damals zu groß.«

»Seit Helge Braun um den CDU-Vorsitz kämpft, ist er kaum wiederzuerkennen«

Einen Hauptgrund für die verschleppten Maßnahmen sieht Lauterbach im Krisenmanagement der noch geschäftsführenden Regierung. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) habe ihn »enttäuscht«, so der Gesundheitsexperte. »Wir haben eigentlich immer gut zusammengearbeitet und waren immer der Meinung, dass Parteipolitik fehl am Platze sei. Seit Helge Braun um den CDU-Vorsitz kämpft, ist er kaum wiederzuerkennen.«​​​​​

Bundestag: Ampel-Parteien verteidigen Corona-Pläne – Lauterbach empört über AfD

  Bundestag: Ampel-Parteien verteidigen Corona-Pläne – Lauterbach empört über AfD Die „epidemische Lage“ läuft am 25. November aus.Das neue Gesetz sieht bundesweit eine 3G-Regel für Arbeitsplätze und öffentliche Verkehrsmittel vor, zudem können die Bundesländer Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschränkungen erlassen. Weil der Union das Gesetz nicht weit genug geht, ist bislang offen, ob die Vorlage am Freitag im Bundesrat eine Mehrheit findet.

Braun wisse, wie wenig die unionsregierten Länder bereit gewesen seien, dringend benötigte strengere Regeln einzuführen. Doch es bringe nichts, »sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben«, sagte Lauterbach. »Es sind Fehler gemacht worden, und jetzt müssen wir nach vorn schauen und dafür kämpfen, dass wir die Situation wieder beherrschen.«

Gegenüber dem Deutschlandfunk kritisierte Lauterbach zudem Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn, Biontech-Impfstofflieferungen zeitweise zu deckeln. Spahn hatte angekündigt, weniger Biontech an die Hausärztinnen und Hausärzte zu liefern, um zunächst noch vorhandene Moderna-Vakzine abzuarbeiten, weil bei diesen in den Lagern das Verfallsdatum bald ablaufe.

Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen dürfe man den Biontech-Impfstoff nicht begrenzen, warnte Lauterbach. »Das können wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht leisten.« Zumal viele Menschen in Deutschland dem Biontech-Impfstoff besonders vertrauen würden. »Wir müssen jetzt wirklich mit allen Kräften arbeiten.« Dass bei den Moderna-Impfdosen das Verfallsdatum nahe, sei schon länger bekannt. Man hätte sie auch anderen Ländern zur Verfügung stellen können.

„Einer der größten Experten, die wir haben“: Grünen-Politiker spricht sich für Lauterbach als Gesundheitsminister aus .
Scholz gilt nicht als Fürsprecher Lauterbachs + Machtkampf bei den Grünen ist entschieden + Braun: Ampel-Koalitionsvertrag ist „unausgegoren“ + Der Newsblog. © Foto: Kay Nietfeld/dpa Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hat sich für Karl Lauterbach als neuen Gesundheitsminister ausgesprochen. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hat sich für Karl Lauterbach als neuen Gesundheitsminister ausgesprochen. "Ich schätze Karl Lauterbach ausgesprochen", sagte Dahmen dem "Spiegel".

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