Welt & Politik: Drastische Corona-Einschränkungen greifen in NRW schon ab Samstag

Verdi: Offener Brief an NRW-Ministerpräsident Wüst im Tarifstreit

  Verdi: Offener Brief an NRW-Ministerpräsident Wüst im Tarifstreit Während sich die Gewerkschaften beklagen gehen die Warnstreiks weiter.„Die Beschäftigten des Landes NRW leisten jeden Tag Großartiges. Sie verdienen Wertschätzung - sie verdienen einen guten Tarifabschluss“, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichen Schreiben der Arbeitsgemeinschaft der Verdi Haupt- und Gesamtpersonalräte der nordrhein-westfälischen Landesverwaltung.

Düsseldorf. Nach dem Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Krise wird auch in NRW nicht lange gefackelt. Schon von diesem Samstag an gelten empfindliche Einschränkungen in zahlreichen Bereichen - vor allem für Ungeimpfte.

 „Zutritt nur mit 2 G“ steht auf dem Schild am Eingang eines Bekleidungsgeschäfts. © Stefan Sauer „Zutritt nur mit 2 G“ steht auf dem Schild am Eingang eines Bekleidungsgeschäfts.

In Nordrhein-Westfalen haben von diesem Samstag an grundsätzlich nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zum Einzelhandel. Ausgenommen sind davon nur Geschäfte für den täglichen Bedarf, also etwa Supermärkte oder Apotheken. Das teilte das Landesgesundheitsministerium am Freitag zur aktualisierten Corona-Schutzverordnung mit. Für die Kontrollen sind demnach die Geschäfte zuständig.

Kohleausstieg bis 2030: Was bedeuten die Ampel-Pläne zum Kohleausstieg für NRW?

  Kohleausstieg bis 2030: Was bedeuten die Ampel-Pläne zum Kohleausstieg für NRW? Ende 2022 soll erstmals überprüft werden, ob der Ausstieg beschleunigt werden kann.„Sinnvoll wäre es, die Fördermittel für den Strukturwandel in einer eigenen Förderrichtlinie des Bundes zu regeln und für die Mittel möglichst ein Sondervermögen zu bilden, statt sie im alljährlichen Haushaltsverfahren bereitzustellen. Das würde die Planbarkeit erhöhen und die Umsetzung deutlich beschleunigen“, heißt es auf eine Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Leitentscheidung des Landes zum Kohleausstieg sehe bereits jetzt ein gestuftes Verfahren vor.

Die Zuschauerzahlen bei Sport-, Kultur- und anderen Großveranstaltungen müssen ab Samstag grundsätzlich auf 30 Prozent ihrer eigentlichen Kapazitäten reduziert werden. Zusätzlich wird die Gesamtzahl der Zuschauer im Außenbereich auf maximal 15 000 gedeckelt, in geschlossenen Räumen auf 5000. Solange diese Deckelung nicht überschritten wird, dürfen auch bis zu 50 Prozent der Gesamtkapazität genutzt werden. Auch hier haben nur Geimpfte und Genesene Zugang, die zudem medizinische Masken tragen müssen. Die Regelungen für überregionale Großveranstaltungen greifen bereits ab 1000 Zuschauern.

NRW setzt damit, wie angekündigt, 1:1 die am Donnerstag vereinbarten Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels zur Corona-Krise um. Das gilt auch für Kontaktbeschränkungen.

Sozialkontakte, Masken in Schulen: Wüst will in dieser Woche die Corona-Regeln anziehen

  Sozialkontakte, Masken in Schulen: Wüst will in dieser Woche die Corona-Regeln anziehen Am Dienstag soll das NRW-Landeskabinett über schärfere Regeln entscheiden. Lesen Sie hier die wichtigsten Informationen zur Corona-Pandemie.

Zu Weihnachtsmärkten gab es keine gemeinsame Linie im Bund-Länder-Beschlusspapier. Laut NRW-Verordnung dürfen sie nun im bevölkerungsreichsten Bundesland geöffnet bleiben. Allerdings stehen sie ab Samstag landesweit nur noch Geimpften und Genesenen offen.

Die drastische Beschränkung von Großveranstaltungen betrifft auch schon den Bundesliga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern an diesem Samstag. Der BVB hatte schon vorab alle 67.000 verkauften Tickets für die Partie storniert, am Freitag begann der Vorverkauf für nun 15.000 Eintrittskarten neu. Zugelassen sind nur Sitzplätze.

In Sachsen hatte es zuletzt schon Geisterspiele gegeben. In Bayern sollen auf Vorschlag von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits an diesem Wochenende die Zuschauer beim Fußball wieder komplett ausgesperrt werden. Auch Baden-Württemberg hat Geisterspiele angekündigt.

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