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Welt & Politik: Sturm aufs Kapitol: „Angeschlagenes Ego“ – Biden rechnet mit Trump ab

Donald Trump sagt, Joe Bidens "verbeugt sich nach China, indem er nicht in der Untersuchung von Covid Origins

 Donald Trump sagt, Joe Bidens Donald Trump hat Präsident Joe Bide von" Übergeben "an Covid-19 angeklagt, und dem Beitritt China " Coverup "des Virus 'Ursprung, indem er nicht auf Peking unter Druck gesetzt hat. © Nicholas Kamm / SCOTT OLSON / AFP Via Getty Images / Getty Images Links: Präsident Joe Bidingen spricht mit der National Gouverneure-Vereinigung über die COVID-19-Antwort seiner Verwaltung im White House in Washington, DC, am 27. Dezember 2021.

Nach seinem ersten Satz muss sich Joe Biden erst einmal räuspern. Das macht er häufig zu Beginn seiner Reden, die selten mitreißend sind. Doch dieses Mal wirkt der energische Luftausstoß wie eine Befreiung: Was der von Statuen umrahmte amerikanische Präsident in den folgenden 25 Minuten in der historischen Kuppelhalle des Kapitols äußern wird, unterscheidet sich in Ton und Leidenschaft fundamental von seinen üblichen Vorträgen.

Joe Biden äußerte in seiner Rede im Kapitol deutliche Kritik an seinem Vorgänger. © AFP Joe Biden äußerte in seiner Rede im Kapitol deutliche Kritik an seinem Vorgänger.

Es ist eine Rede, wie sie an diesem Ort noch nie gehalten wurde.

„Ich habe diesen Kampf, der vor einem Jahr zum Kapitol gebracht wurde, nicht gesucht“, wird Biden am Schluss erklären: „Aber ich werde nicht vor ihm zurückweichen. Ich werde mich in die Schusslinie stellen. Ich werde diese Nation verteidigen.“ Es sind ernste, dramatische Worte, die der Präsident am Jahrestag des blutigen Putschversuches vom 6. Januar 2021 wählt.

Rolfes rechnet mit knackigem Winter - «Flexibilität gefragt»

  Rolfes rechnet mit knackigem Winter - «Flexibilität gefragt» Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes rechnet wegen der vielen Corona-Fälle mit einem turbulenten Winter. «Wir sehen es ja gerade auch in England, Spanien und anderen Ligen, welche Auswirkungen die Pandemie und vor allem die Omikron-Variante haben kann. Von daher wird es nochmal ein knackiger Winter, dennoch versuchen wir alles Mögliche, um das Risiko so gering wie möglich zu halten», sagte der 39 Jahre alte ehemalige Profi dem Vereinsportal des Fußball-Bundesligisten.

Sie kontrastieren stark mit der versöhnlichen Ansprache, die er vor einem Jahr bei seiner Amtseinführung auf der Westseite des Parlaments hielt. Damals hatte Biden gesagt, er wolle der „Präsident aller Amerikaner“ sein. Am Donnerstag macht er klar: Aufständische, Verschwörer und Demokratiefeinde gehören nicht dazu.

Und auch nicht Donald Trump. Ein Jahr lang hat Biden die direkte Auseinandersetzung mit dem Möchtegern-Autokraten möglichst vermieden. Er wollte das Fieber in der amerikanischen Gesellschaft nicht weiter erhöhen und nicht von seiner eigenen politischen Agenda ablenken.

Biden nennt Trump nicht einmal beim Namen

Damit ist er nun vorbei. Ohne Trump direkt auch nur einmal beim Namen zu nennen, liefert Biden an diesem Morgen die wohl schärfste Abrechnung eines Präsidenten mit seinem Vorgänger in der jüngeren Geschichte. „Sein angeschlagenes Ego ist ihm wichtiger als unsere Demokratie oder unsere Verfassung“, seziert er die Psyche des Narzissten: „Er kann sich nicht damit abfinden, dass er verloren hat.“ Und mit festem Blick in die Kamera setzt er eine persönliche Spitze hinzu: Trump, so sagt er pointiert, sei nicht einfach ein früherer Präsident. Er sei „ein geschlagener früherer Präsident“.

Schwarzer Tag für die US-Demokratie: Ein Jahr nach dem Kapitol-Sturm tobt der Kampf um die Deutung

  Schwarzer Tag für die US-Demokratie: Ein Jahr nach dem Kapitol-Sturm tobt der Kampf um die Deutung Die Abgeordneten verjagt, die Polizisten überfordert. Ein Jahr nach dem Angriff auf das Parlament diskutieren die USA die Frage: Welche Schuld trägt Trump? © Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa Ein Unterstützer von US-Präsident Trump steht auf dem Gang vor der Senatskammer im US-Kapitol und diskutiert mit einem Polizisten des Kapitols. Die Bilder vom 6. Januar 2021 haben sich in das kollektive Gedächtnis der USA eingebrannt.

Die Härte, mit der der 79-Jährige seinen Vorgänger aburteilt, beinhaltet auch ein Stück eigenes Scheitern. Lange hatte Biden gehofft, die Trump-Ära durch gute Regierungsarbeit vergessen machen zu können und inhaltlich Kompromisse mit moderaten Republikanern zu finden. Doch weder ist Trump nach einem Jahr verschwunden, noch hat sich seine Partei von ihm abgekehrt.

Republikaner haben sich zu Trump-Sekte entwickelt

Im Gegenteil: Inzwischen glauben 71 Prozent der Republikaner, dass Biden unrechtmäßig ins Amt kam, die Republikaner haben sich zu einer Trump-Sekte entwickelt, und der rechte Demagoge läuft sich für die nächste Kandidatur im Jahr 2024 warm. Sämtliche prominente Vertreter der Partei von Abraham Lincoln bleiben der Gedenkfeier zum Kapitolssturm fern. Gleichzeitig stellen ihre Vertreter in vielen Bundesstaaten die Weichen für eine echte Wahlmanipulation.

„Totale Unehrlichkeit“: Trump sagt Konferenz zu Jahrestag des Kapitol-Sturms ab

  „Totale Unehrlichkeit“: Trump sagt Konferenz zu Jahrestag des Kapitol-Sturms ab Trump wetterte zudem gegen den angeblichen „Betrug“ bei der Präsidentschaftswahl 2020 . „Das war das Verbrechen des Jahrhunderts“, schrieb Trump in der Erklärung.Trump hat Niederlage gegen Biden bis heute nicht eingeräumtWährend die in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach im Bundesstaat Florida geplante Veranstaltung am Donnerstag nun nicht mehr stattfinden soll, bekräftigte Trump, dass er am 15. Januar bei einer Kundgebung im US-Bundesstaat Arizona sprechen will. Trump hatte die Konferenz kurz vor Weihnachten angekündigt.

„Zum ersten Mal in unserer Geschichte hat ein Präsident nicht nur eine Wahl verloren, sondern versucht, die friedliche Machtübergabe zu verhindern“, macht Biden nun seinen Vorgänger direkt für den gewaltsamen Sturm auf das Kapitol verantwortlich, bei dem fünf Menschen starben und 140 Polizisten ums Leben kamen.

Biden nimmt Trumps Lügen auseinander

Stück für Stück nimmt er die „Big Lie“, Trumps Lügenerzählung von der gestohlenen Wahl, auseinander. Er schildert die Rekord-Beteiligung, die Zugewinne der Republikaner bei den gleichzeitigen Kongresswahlen, die alleine schon gegen eine Fälschung sprächen, die unzähligen Gerichtsverfahren, die Trumps Anhänger sämtlich verloren haben und die fehlenden Belege für irgendwelche Manipulationen, um sich schließlich den Aufständischen zuzuwenden: „Sie kamen nicht aus Patriotismus oder aus Prinzipien. Sie kamen aus Wut - nicht im Dienste Amerikas, sondern im Dienste eines einzigen Mannes.“

Es dauert nicht lange, bis prominente Republikaner empört reagieren und Biden eine Politisierung des Ereignisses vorwerfen. Dass er die Trump-Anhänger mit seiner Rede überzeugen würde, dürfte der Präsident kaum erwartet haben. Ihm ging es offenbar um eine scharfe Verurteilung der Bemühungen, die Demokratie in den USA zu untergraben. Das hatten viele Linksliberale gefordert. Nun warten sie gespannt, ob Biden seinen Worten auch Taten folgen lässt und mit ganzer Kraft für die Verabschiedung eines Bundes-Wahlgesetzes im Kongress kämpfen wird.

Einen Hinweis darauf könnte es schon in der kommenden Dienstag geben: Da hat der Präsident zu dem Thema eine Rede in Atlanta, der Hauptstadt des umkämpften Bundesstaates Georgia, angekündigt.

Bidingen schlägt Trump in der neuesten hypothetischen 2024-Matchup-Abfrage, trotz der geringen Zulassung .
Wenn die Wahl der 2024 jetzt abgehalten wurde. © Brendan Simialowski, Jim Watson / AFP Via Getty Images Diese Kombination von Bildern erstellte Shows zeigt dann Präsident Donald Trump und dann demokratischer Präsidentschaftskandidat Joe Bides in der endgültigen Präsidentschaftsdebatte an der Universität Belmont in Nashville, Tennessee am 22.

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