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Welt & Politik: Corona-Pandemie: Lauterbach macht Hoffnung auf Ende der Pandemie – Bundestag berät kürzere Quarantäne

Der Karl Lauterbach des deutschen Handballbundes

  Der Karl Lauterbach des deutschen Handballbundes Die Handball-EM startet in knapp einer Woche. Auf Bundestrainer Alfred Gislason warten dabei einige Herausforderungen. Dazu gehört auch das Coronavirus. © Bereitgestellt von sport1.de Der Karl Lauterbach des deutschen Handballbundes Seit Sonntag läuft für die deutschen Handballer die heiße Vorbereitungsphase auf die EM in der Slowakei und Ungarn, die vom 13. bis 30. Januar stattfindet.Bundestrainer Alfred Gislason will mit seinem jungen Team eine neue Zeitrechnung starten. (Der Spielplan der Handball-EM)Gleich neun Turnier-Debütanten stehen im 19-Mann-Kader.

Die neuen Quarantäne-Regeln sollen die durch Omikron bedingten starken Personalausfälle mildern. Doch die dafür nötigen Tests gehen aus.

„Für jeden, der eine Booster-Impfung möchte, steht dieser zur Verfügung.“ © dpa „Für jeden, der eine Booster-Impfung möchte, steht dieser zur Verfügung.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat mit der Hoffnung auf ein Ende der Pandemie für die allgemeine Impfpflicht geworben. „Langfristig werden wir die Pandemie in Deutschland nur beenden können, wenn der allergrößte Teil der Menschen so geimpft ist, dass schwere Verläufe auch mit neuen Varianten des Coronavirus nicht erwartet werden“, sagte Lauterbach am Donnerstag im Bundestag.

Geboosterte müssen nicht mehr in Quarantäne

  Geboosterte müssen nicht mehr in Quarantäne Düsseldorf. In NRW ist Omikron auf dem Vormarsch. Nun wollen die Gesundheitsminister die Quarantäne für Kontaktpersonen auf sieben Tage verkürzen, in wichtigen Berufen auf fünf Tage. Für geboosterte Kontaktpersonen soll sie ganz fallen. Die Ärzte im Rheinland fordern eine FFP2-Pflicht in Bus und Bahn. © Marijan Murat In Bus und Bahnen sollen Bürger wieder FFP2-Masken tragen, fordern Ärzte. Die Omikron-Variante ist auf dem Vormarsch: In Nordrhein-Westfalen macht sie nach Angaben des Gesundheitsministeriums 14 Prozent der Infektionen aus. Wegen der hohen Ansteckung dürfte es nur noch Tage dauern, bis Omikron auch hier dominiert.

„Daher ist für mich der sicherste und schnellste Weg aus der Pandemie heraus die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in Deutschland.“ Sie sei medizinisch und moralisch zu vertreten. Es gebe die Möglichkeit, die Pandemie durch eine Kombination aus Impfung und Covid-Medikamenten zu beenden. „Diese Möglichkeit sollten wir ergreifen“, sagte Lauterbach. „Wir beenden damit nicht nur die Opfer, die die vielen Pflichtbewussten erbringen, sondern auch die jene unserer Kinder. Wir beenden vermeidbares Leid und einen Belagerungszustand des Virus.“

Besonders Ungeimpfte könnten durch die „anschwellende Omikron-Welle besonders gefährdet“ sein, sagte Lauterbach mit Blick auf die stark steigenden Infektionszahlen. Insbesondere die Booster-Impfung würde einen Schutz bieten. „Für jeden, der eine Booster-Impfung möchte, steht dieser zur Verfügung“, sagte er. Möglich sei, dass aus der „Omikron-Wand“ wie in anderen Ländern in Deutschland ein „steiler Hügel“ werde.

Corona-Pandemie: SPD und Grüne dämpfen Erwartungen an schnelle Impfpflicht

  Corona-Pandemie: SPD und Grüne dämpfen Erwartungen an schnelle Impfpflicht Der Bundestag soll bald über eine allgemeine Impfpflicht debattieren. Justizminister Buschmann fordert dabei auf eine rasche Entscheidung. Bei Grünen und SPD gibt es jedoch Zweifel an dem Zeitplan. © Lino Mirgeler / dpa Im Kampf gegen die Pandemie sind Impfungen das wichtigste Mittel. In Deutschland ist die Impfquote allerdings noch immer geringer als gehofft. Eine Impfpflicht könnte helfen. Allerdings gibt es in der Ampel-Koalition Unstimmigkeit über den Zeitplan.Politiker von SPD und Grünen haben nun Erwartungen an einen raschen Beschluss des Bundestages zu einer allgemeinen Impfpflicht gedämpft.

An diesem Donnerstag will der Bundestag auch über die neue Quarantäne-Regeln entscheiden, am Freitag wird sich der Bundesrat damit befassen. Noch am Samstag könnten die neuen Regelungen in Kraft treten. Die Länder setzten sie jedoch letztlich um. Lauterbach hatte am Mittwoch gesagt: „Wer geboostert ist, muss selbst als Kontaktperson bei einer Infektion nicht mehr in Quarantäne.“ Dies gelte auch für die Omikron-Variante des Coronavirus. Damit machten Auffrischungsimpfungen gleich doppelt Sinn. „Es macht den Alltag leichter. Und es schützt vor Infektion oder schwerer Erkrankung“, sagte der SPD-Politiker.

Die neuen Regeln im Überblick:

Laut einem Entwurf des Robert Koch-Instituts (RKI) sollen sich Quarantäne (Kontaktpersonen) und Isolierung (Infizierte) an einer „Sieben-Tage-Regel“ orientieren: Sie können nach sieben Tagen enden, wenn sich die Betroffenen mit einem PCR- oder Schnelltest „freitesten“. Ohne Test sollen sie künftig zehn Tage dauern. Die Regelungen sollen unabhängig von der Virusform gelten. Bisher können Quarantäne und Isolierung je nach Virusvariante, Impf- und Genesenenstatus variieren und bis zu 14 Tage gelten. Wenn es sich etwa um Omikron handelt, gibt es auch für Geimpfte keine Ausnahmen. Für Beschäftigte in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen soll die Isolierung ebenfalls sieben Tage dauern – aber zum Abschluss verpflichtend mit einem genaueren negativen PCR-Labortest bestätigt werden. Zudem muss man zuvor 48 Stunden ohne Symptome sein. Für Kinder in Schulen und Kitas soll die Quarantäne als Kontaktperson fünf Tage dauern, mit abschließendem PCR- oder Schnelltest.

Geboosterte sollen ab Samstag von der Quarantänepflicht befreit sein

  Geboosterte sollen ab Samstag von der Quarantänepflicht befreit sein Die Neuregelung, dass Geboosterte als Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne müssen, soll ab Samstag gelten. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch die entsprechende Ausnahme-Verordnung, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mitteilte. Sie soll am Donnerstag im Bundestag und am Freitag in einer Sondersitzung des Bundesrats gebilligt werden. Einen Tag später wird sie dann Gültigkeit erlangen. Die Regelung hatten dieDie Regelung hatten die Regierungschefs der Länder bei ihren Beratungen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag beschlossen. "Mit der Ausnahme-Verordnung setzen wir den Rahmen, um die jüngsten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz umzusetzen", erklärte Lauterbach.

Bund und Länder hatten die neuen Regeln bei ihrem Corona-Gipfel in der vergangenen Woche vereinbart. Sie sollen bei hohen Infektionszahlen einen Personalmangel vor allem in kritischen Einrichtungen verhindern.

Die hochansteckende Omikron-Variante treibt die Infektionszahlen in Deutschland von Rekord zu Rekord. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 81.417 neue Fälle, so viele wie noch nie.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche stieg auf 427,7 am Vortag hatte sie noch bei 407,5 gelegen. Vielerorts nähert sich der Wert bereits der 1000er-Marke. Vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg und Bremen verbreitet sich das Virus rasant.

Die neuen Quarantäne-Regeln nähren die Sorge, dass sich die Test-Knappheit und die Lage in den ohnehin schon ausgelasteten Laboren noch verschärfen könnte. Michael Müller, Vorsitzender des Verbands der Medizinlabore sagte der „Rheinischen Post“: „Dass man sich bald aus der Quarantäne freitesten lassen kann, wird unweigerlich zu einem Mehraufwand der Labore führen.“

Corona-Impfpflicht: Karl Lauterbach will keinen eigenen Antrag erarbeiten

  Corona-Impfpflicht: Karl Lauterbach will keinen eigenen Antrag erarbeiten Die Ampel will die Impfpflicht. Das Gesetz dazu soll aus der Mitte des Bundestags kommen. Gesundheitsminister Lauterbach könnte als Abgeordneter einen Antrag vorlegen – nun sagte er dem SPIEGEL, warum er es nicht tun wird. © HANNIBAL HANSCHKE / AFP Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verzichtet auf einen eigenen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht. Er werde sich zwar einem aus dem Bundestag erarbeiteten Vorschlag anschließen, aber »nicht federführend« selbst einen erarbeiten, sagte er dem SPIEGEL.Die Zurückhaltug begründete Lauterbach mit der gebotenen Neutralität als Gesundheitsminister.

Die Labore würden dem Ansturm nun weitgehend unvorbereitet begegnen müssen. Bislang gäbe es keine Prognose, auf wie viel mehr Tests sich die Labore einstellen müssten.

Breuer: Kritische Infrastruktur hat bei Tests Vorrang

Der Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Wir werden mit Sicherheit wie bei allen knappen Ressourcen Kapazitäten bündeln müssen, wo es erforderlich ist. Das gilt auch für Tests.“

Sobald es irgendwo eng werde, müsse priorisiert werden. „Da haben Beschäftigte in der kritischen Infrastruktur Vorrang“, sagte er. Das Ziel sei aber, das bisherige Testregime so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. „Wir brauchen möglichst genaue Daten, um zu sehen, wie sich die Welle bei uns auswirkt“, sagte Breuer.

Besonders deutlich wird die Lage in den Hotspots mit vielen Ansteckungen wie Berlin, wo die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen bei 918,6 lag.

Gesundheitssenatorin Ulrike Gote beobachtet in Berlin den landeseigenen Teststellen bereits eine PCR-Testknappheit. Es gebe bereits lange Wartezeiten, außerdem reichten mancherorts die Kapazitäten nicht aus.

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Kommentar zur Impfpflicht: Lauterbachs „Neutralität“ ist der blanke Hohn

  Kommentar zur Impfpflicht: Lauterbachs „Neutralität“ ist der blanke Hohn Der Bundesgesundheitsminister will keinen eigenen Antrag einbringen.Es ist keine so kluge Idee, sich als Bundesregierung hinter dem Parlament zu verstecken und abzuwarten, welche Vorschläge von dort so kommen, und sich dann den schönsten Entwurf herauszusuchen. Die Verantwortung für die Politik, die über die Belange der Bürgerinnen und Bürger entscheidet, trägt nun einmal zuvorderst die Regierung. Erst recht in Krisenzeiten.

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Corona-Expertenrat macht sich Sorgen .
Wie reagieren auf steigende Corona-Infektionszahlen? Während der Expertenrat der Bundesregierung über verschärfte Gegenmaßnahmen nachdenkt, fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund schon eine "Exitstrategie".Wenn infolge eines weiteren Anstiegs der Inzidenzen in Deutschland eine zu hohe Hospitalisierungsrate erreicht werde, könnten weitergehende Maßnahmen zur Infektionskontrolle künftig notwendig werden, schreibt der Corona-Expertenrat in einer einstimmig verabschiedeten Stellungnahme, die von der Bundesregierung veröffentlicht wurde. Diese Maßnahmen "sollten daher jetzt so vorbereitet werden, dass sie ohne Verzögerung umgesetzt werden können".

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