Welt & Politik: Gerichtsprozess: Für Trump wird's eng

Trump lehnt es ab, Fragen in der New Yorker Zivilsonde zu beantworten.

 Trump lehnt es ab, Fragen in der New Yorker Zivilsonde zu beantworten. Donald Trump lehnte es am Mittwoch ab, Fragen unter Eid in New York wegen mutmaßlichen Betrugs in seinem Familienunternehmen zu beantworten, da sich der rechtliche Druck auf den ehemaligen Präsidenten häuft, dessen Haus vom FBI überfallen wurde Noch vor zwei Tagen. © Jim Watson Der ehemalige US -Präsident Donald Trump steht vor einer Flut von rechtlichen Herausforderungen, da er 2024 einen potenziellen Lauf für das Weiße Haus nachdenkt.

Der Ex-Finanzchef seines Immobilienkonzerns muss sich einem Gerichtsprozess stellen. Bricht er sein Schweigen und packt über seinen früheren Chef aus?

Zwar ist Trump diesmal ausnahmsweise nicht mit angeklagt. Der Prozess könnte für ihn trotzdem heikel werden. © David dee Delgado/Reuters Zwar ist Trump diesmal ausnahmsweise nicht mit angeklagt. Der Prozess könnte für ihn trotzdem heikel werden.

Für Trump wird's eng

Zum kleinen Einmaleins des gewieften Geschäftsmannes Donald Trump gehört seit jeher die Strategie, Streitigkeiten mit der Justiz hinter verschlossenen Türen auszutragen und einen öffentlichen Gerichtsprozess möglichst zu vermeiden: zu ungewiss, was in einer solchen Verhandlung alles zutage gefördert würde, zu riskant, sich dem Votum einfacher Geschworener zu stellen, auf die man kaum Einfluss nehmen kann. Stattdessen arbeitet Trump praktisch immer nach dem gleichen Motto. Er streitet so lange wie möglich alle Vorwürfe ab, überzieht die Staatsanwaltschaft mit Gegenklagen, und handelt dann, wenn es gar nicht anders geht, einen Deal aus.

Florida Mann fliegt das Banner mit einer besonderen Botschaft für Trump über Mar-a-Lago

 Florida Mann fliegt das Banner mit einer besonderen Botschaft für Trump über Mar-a-Lago Ein Mann aus Florida, der einen Piloten beauftragte, ein besonderes Banner für den ehemaligen Präsidenten Donald Trump in seinem Mar-A-Lago -Haus in Palm Beach zu fliegen sagte, es sei auch eine Botschaft an Trumps Anhänger. © Bpperry/ISTOCK Mann fliegt Banner über Trumps Mar-a-Lago , selbsternannter demokratischer Aktivist und Kritiker von Trump Thomas Kennedy sagte, er und eine Gruppe von Freunden aus Miami zahlten 1.800 US-Dollar, um das Banner über den Wohnsitz zu fliegen.

Oftmals sind der ehemalige US-Präsident und sein Immobilienunternehmen, die Trump Organization, mit dieser Methode durchgekommen - nicht jedoch diesmal: Auf Anordnung eines New Yorker Richters wird es in diesem Herbst zu einem Prozess gegen den Konzern und dessen früheren Finanzchef Allen Weisselberg kommen. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung, Betrug, Fälschung von Geschäftsunterlagen und schwerer Diebstahl. Die Verhandlung soll am 24. Oktober mit der Auswahl der Geschworenen beginnen - 15 Tage vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress.

Zwar ist Trump diesmal ausnahmsweise nicht mit angeklagt. Die Verhandlung könnte aber Rechtsverstöße, Tricksereien und andere unsaubere Geschäftspraktiken ans Licht bringen, die dem Konzernchef auch in den laufenden Ermittlungsverfahren gegen ihn selbst erheblich schaden würden. Und noch eine Gefahr besteht für ihn: Sollte der 75-jährige Weisselberg in dem Prozess den Eindruck gewinnen, dass er tatsächlich mit einer Haftstrafe rechnen muss, könnte er womöglich sein bisheriges Schweigen brechen und umfassend gegen seinen früheren Chef aussagen. Das wäre für Trump der Super-GAU, auf den wiederum die Staatsanwaltschaft hofft. Laut Wall Street Journal erwägt Weisselberg derzeit, sich schuldig zu bekennen, ohne zugleich Trump persönlich zu belasten.

Ehemaliger Bundesstaatsanwalt: Ein verdammtes Faktenmuster gegen Trump | Opinion

 Ehemaliger Bundesstaatsanwalt: Ein verdammtes Faktenmuster gegen Trump | Opinion Eine Woche nach dem beispiellosen Durchsuchungsbefehl zum Abholen von Klassifizierungen im Mar-A-Lago-Club des ehemaligen Präsidenten Donald Trump . Vorladung der Grand Jury für sie? © Jonathan Ferrey/Liv Golf über Getty Images ehemaliger Präsident Donald Trump, Donald Trump Jr. und Eric Trump Watch Play am 16. Loch am dritten Tag des Liv Golf Invitational auf dem Trump Golf Course in Bedminster, New Jersey am Juli 31, 2022. Das Tatsachenmuster ist verdammt.

Trump sieht sich einem ganzen Berg von Ermittlungen und Untersuchungen gegenüber

Die Prozessentscheidung des New Yorker Richters kommt für den ehemaligen Fernsehunterhalter auch deshalb zur Unzeit, weil er schon an zahlreichen anderen Fronten mit Klagen, Ermittlungsverfahren und parlamentarischen Nachforschungen zu kämpfen hat. Erst vor einer Woche hatte die Bundespolizei FBI Trumps Wohndomizil Mar-a-Lago in Florida durchsucht und kistenweise teils streng geheime Unterlagen beschlagnahmt, die der 76-Jährige widerrechtlich aus dem Weißen Haus mitgenommen haben soll. Nur zwei Tage später musste Trump bei der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James erscheinen, die unter anderem wegen des Vorwurfs des Bilanz- und Steuerbetrugs gegen ihn, seine erwachsenen Kinder Donald Jr., Ivanka und Eric sowie sein Unternehmen ermittelt. Zudem hat ein Ausschuss des Kongresses unzählige Zeugenaussagen, Beweise und Indizien dafür gesammelt, dass Trump für die gewaltsamen Krawalle am und im Kapitol am 6. Januar vergangenen Jahres eine erhebliche Mitverantwortung trägt. Langsam also wird es tatsächlich eng für den ehemaligen Regierungschef, der weiterhin mit dem Gedanken spielt, bei der Präsidentschaftswahl in gut zwei Jahren noch einmal anzutreten.

Donald Trump hebt den 'Voting Surge' unter der roten Welle nach, nachdem FBI RAID

 Donald Trump hebt den 'Voting Surge' unter der roten Welle nach, nachdem FBI RAID Donald Trump behauptet hat, die Republikaner könnten "viele zusätzliche Sitze, beide im Haus Senat " als Ergebnis des FBI gewinnen. Überfall auf seine Residenz in Florida. © James Devaney/Getty Der frühere US -Präsident Donald Trump, der Trump Tower verlässt, um sich mit dem New Yorker Generalstaatsanwalt Letitia James zu treffen, um am 10. August 2022 in New York City eine zivilrechtliche Untersuchung zu erhalten.

In dem Strafverfahren gegen Weisselberg geht es unter anderem um den Vorwurf der Verabredung zum Steuerbetrug. So soll der frühere Finanzvorstand mehr als 15 Jahre lang Teile seines Gehalts in Form von Sachleistungen bekommen haben, die er beim Finanzamt nicht deklarierte. Der Konzern soll unter anderem die Miete für seine Wohnung in Manhattan gezahlt und die Leasingkosten für zwei Luxusautos des Managers übernommen haben. Zudem kümmerte er sich um die Studiengebühren für Weisselbergs Enkelkinder, die Unterschriften auf den entsprechenden Schecks stammen angeblich von Donald Trump höchstpersönlich. Insgesamt sollen der Finanzchef und sein früherer Arbeitgeber so mindestens 1,7 Millionen Dollar am Finanzamt vorbeigeschleust haben.

Das Weisselberg-Verfahren ist eine Art Nebenprodukt jener strafrechtlichen Ermittlungen gegen Trump selbst, die die Bezirksstaatsanwaltschaft von Manhattan vor drei Jahren angestrengt hatte und die immer noch laufen. Hierbei geht es unter anderem um den Vorwurf, dass der Immobilienkonzern seine Bilanzen über Jahre hinweg frisiert haben soll, um Banken, Versicherungen und Steuerbehörden systematisch zu betrügen. Die New Yorker Generalstaatsanwältin James ermittelt in derselben Angelegenheit auch zivilrechtlich gegen den Ex-Präsidenten. Bei einer Befragung am Mittwoch vergangener Woche machte Trump jedoch von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Er wirft der Demokratin James vor, aus politischen Gründen gegen ihn zu ermitteln.

Ähnlich argumentieren auch Weisselbergs Anwälte. Sie behaupten, ihr Mandant müsse nur deshalb vor Gericht erscheinen, weil er jahrzehntelang einem politisch unliebsamen Unternehmer zu Diensten gewesen sei. Außerdem könne es nicht sein, dass sich ein Gericht des Staates New York mit einem Fall befasse, bei dem die Bundessteuerbehörde IRS die angeblich Geschädigte sei. Fortsetzung folgt.

NY Times Guest Essay warnt, es gibt keine guten Lösungen für 'America's Trump Problem' .
". Amerikas Trump -Problem: "Inhaftierende Trump könnte die schlechteste Option für das Land sein. Ihr Browser unterstützt dieses Video nicht Der -Überfall von Trumps Mar-a-Lago-Wohnsitz hat nicht nur die Debatte über die Politisierung des FBI ausgelöst, sondern wie Trump selbst durch das Gesetz behandelt werden sollte, welcher Linker die Konsequenzen von den Konsequenzen untersuchte aus mehreren Blickwinkeln.

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