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Welt & Politik: Nord Stream 1 und 2: CIA warnte wohl vor Wochen vor Anschlägen auf Gas-Pipelines

Sabotage vermutet, nachdem Nord -Stream -Pipeline -Lecks

 Sabotage vermutet, nachdem Nord -Stream -Pipeline -Lecks die beiden Nord -Stream -Gaspipelines, die Russland und Europa verbinden, von unerklärlichen Lecks getroffen wurden, teilten die skandinavischen Behörden am Dienstag mit, was den Verdacht auf Sabotage erhöht. © John MacDougall Die Nord -Stream -Pipelines standen in den letzten Monaten im Mittelpunkt der geopolitischen Spannungen Vergeltung gegen westliche Sanktionen nach der Invasion der Ukraine.

Die Lecks an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 von Russland nach Deutschland sind nach Einschätzung europäischer Politiker auf Sabotage zurückzuführen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte am Dienstagabend, sie habe mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen über „den Sabotageakt“ gesprochen.

Gaspipeline: Anlage von Nord Stream 1 im deutschen Lubmin © AFP Gaspipeline: Anlage von Nord Stream 1 im deutschen Lubmin

Frederiksen sagte, die Lecks seien durch „vorsätzliche Handlungen“ und nicht durch einen Unfall entstanden. Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson berichtete von „Detonationen“.

"Spiegel": CIA warnte Berlin schon vor Wochen vor Anschlägen auf Ostsee-Pipelines

  Der US-Geheimdienst CIA hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge schon vor Wochen vor möglichen Anschlägen auf Erdgas-Pipelines in der Ostsee gewarnt. Die CIA reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Die dänischen und schwedischen Behörden hatten am Dienstag bestätigt, dass an zwei Stellen Gas aus der Pipeline Nord Stream 1 austritt. Die Lecks traten demnach in der Nähe der dänischen Insel Bornholm in dänischen und in schwedischen Hoheitsgewässern auf.

Leck an Pipelines: EU-Staaten gehen von Sabotage aus

Aus den Pipelines Nord Stream 1 und 2 von Russland nach Deutschland tritt seit Montag an drei Stellen in dänischen und schwedischen Hoheitsgewässern in der Nähe der dänischen Insel Bornholm Gas aus. Die dänische Marine veröffentlichte Aufnahmen, auf denen eine großflächige Blasenbildung an der Meeresoberfläche zu sehen ist. Zu einer möglichen Ursache der Lecks lagen von offizieller Seite zunächst keine Angaben vor. Vermutet wird aber ein Sabotageakt.

Frederiksen sagte, die klare Meinung der dänischen Behörden sei, dass es sich nicht um einen Unfall handele. Zu möglichen Verursachern äußerte sie sich nicht. Energie- und Klimaminister Dan Jörgensen sagte, die Löcher, durch die das Gas austritt, seien „zu groß“, um eine zufällige Ursache zu haben.

Experten legen Puzzle der Nord-Stream-Pipeline-Zerstörung

  Experten legen Puzzle der Nord-Stream-Pipeline-Zerstörung Berlin. Die Zerstörung der Ostsee-Gasröhren alarmiert die Regierungen in Europa. Der Fall passt zu Warnungen vor hybriden Konfliktszenarien: Dabei werden Angriffe auf die Infrastruktur in einer Grauzone verübt, ohne dass klare Schuldzuweisungen möglich sind. © Stefan Sauer Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 2. Die Explosionen an den Ostsee-Gasröhren Nord Stream 1 und 2 können ein neues, gefährliches Kapitel in der Auseinandersetzung zwischen Russland und dem Westen aufschlagen.

Die Leitungen von Nord Stream 1 und 2 sind derzeit zwar nicht in Betrieb, aber mit Gas gefüllt. Kopenhagen gehe davon aus, dass es noch „mindestens eine Woche“ dauern werde, bis das aus den Leitungen austretende Methan aufgebraucht sei, sagte Jörgensen.

Schweden: „Detonationen“ in der Ostsee

Schwedens Ministerpräsidentin Andersson sagte, es habe in der Ostsee „Detonationen“ gegeben. Ihre Außenministerin Ann Linde sagte aber, sie wolle nicht „über Motive oder Täter spekulieren“.

Gasleck Nordstream 2 © dpa Gasleck Nordstream 2

Von der Leyen erklärte auf Twitter, es sei nun von größter Bedeutung, die Vorfälle zu untersuchen, um „vollständige Klarheit“ über die Geschehnisse und den Hintergrund zu erhalten. Jede absichtliche Unterbrechung der europäischen Energieinfrastruktur sei „inakzeptabel und wird zu der stärksten möglichen Reaktion führen“, warnte sie.

CIA warnte wohl vor Wochen vor Anschlägen auf Gas-Pipelines

Auch die US-Regierung geht Berichten nach, denen zufolge die Lecks „das Ergebnis eines Angriffs oder einer Art Sabotage“ sind, wie Außenminister Antony Blinken sagte. Der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan sagte, Washington unterstütze Forderungen nach einer Untersuchung und werde sich weiter dafür einsetzen, „Europas Energiesicherheit zu gewährleisten“.

Nordstream 1 und 2: Wie Sabotage der Gas-Pipelines abgelaufen sein könnte

  Nordstream 1 und 2: Wie Sabotage der Gas-Pipelines abgelaufen sein könnte In den Pipelines Nord Stream 1 und 2 sind fast zeitgleich viel Lecks entstanden.In den Fragen, was genau passiert und wer dafür verantwortlich ist, befinde man sich allerdings noch im „Bereich der Spekulationen“, sagte Politikwissenschaftler Johannes Peters dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Experte für maritime Strategie und Sicherheit am Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel geht ebenfalls davon aus, dass es sich bei den Lecks in Nord Stream 1 und 2 um Sabotage handelt. „Ich halte das für das einzig plausible Szenario“, sagte er.

Der US-Geheimdienst CIA hatte die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge schon vor Wochen vor möglichen Anschlägen auf Gas-Pipelines in der Ostsee gewarnt. Ein solcher Hinweis des US-Auslandsgeheimdienstes sei im Sommer in Berlin eingegangen, berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf „mit dem Sachverhalt vertrauten Personen“. Die CIA reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.

Nord Stream AG kündigt weitere Untersuchungen an

Die Betreiberfirma Nord Stream kündigte eine Untersuchung an, um in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden die Schäden festzustellen und die Ursachen des Vorfalls zu klären. Derzeit sei nicht abzuschätzen, wie lange es dauern werde, die Pipelines zu reparieren. Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki sprach von einem „Sabotageakt“, bei dem es sich „wahrscheinlich um die nächste Eskalationsstufe“ im Ukraine-Konflikt handele.

Der norwegische Militärwissenschaftler und Marineoffizier Tor Ivar Strömmen sagte AFP, für ihn komme nur Russland als Verantwortlicher in Frage. „Lecks an Gaspipelines sind extrem selten“, sagte Strömmen. Die Nord-Stream-Leitungen seien zudem recht neu, im Fall von Nord Stream 2 sogar sehr neu.

Da bleibe eigentlich nur Sabotage als Erklärung. „Ich sehe nur einen möglichen Akteur und das ist Russland“, führte der Offizier aus. Die Ukraine wurde erwartungsgemäß noch deutlicher: „Das großflächige 'Gasleck' an Nord Stream 1 ist nichts anderes als ein von Russland geplanter Terroranschlag und ein Akt der Aggression gegenüber der EU“, schrieb der ukrainische Präsidentenberater Mychailo Podoljak auf Twitter. (afp)

Swedish Investigative Team findet "Detonations" beschädigt Nord Stream Pipeline .
Ihr Browser unterstützt dieses Video Ein Ermittlungsteam, das mehrere Explosionen untersucht, die das Nord -Stream -Pipeline -Netzwerk am Donnerstag fand, dass "Detonationen" die Linien als Verdacht auf Sabotage beschädigten hoch bleiben.

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