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Wissen & Technik: Neue Ideen zur Mobilität der Zukunft werden erprobt

ITS: Hamburg zeigt Mobilität von Morgen

  ITS: Hamburg zeigt Mobilität von Morgen Der ITS Weltkongress in Hamburg zeigt vernetzte Verkehrssysteme. Sie werden als Schlüssel für die Mobilität der Zukunft gehandelt. Und manches davon wird schon heute ausprobiert. © picture-alliance/dpa/H.-C. Dittrich Vernetzt durch die Stadt: Ein Mini-Bus des Mobilitätsunternehmens Moia Vom Montag an bis zum 15. Oktober ist Hamburg Ziel von 10.000 Fachleuten aus mehr als 100 Ländern zum World Congress on Intelligent Transport Systems (ITS Weltkongress). In den Messehallen und im renovierten Congress Centrum Hamburg ist es das erste internationale Business-Event in der Hansestadt nach der Corona-Zwangspause.

Auf welche Weise Menschen künftig mobil sein wollen, können sie in Karlsruhe bald mitbestimmen. Unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sollen Bürgerinnen und Bürgern zu ihren Vorstellungen befragt werden, Vorschläge von Wissenschaftlern beraten und umgesetzte Entwürfe auch in der Praxis testen. «Wir gehen ganz massiv in den Dialog», kündigte Frank Gauterin vom KIT-Zentrum Mobilitätssysteme am Dienstag an.

Straßenbahnen stehen an einer Haltestelle am Hauptbahnhof. © Uli Deck/dpa/Archivbild Straßenbahnen stehen an einer Haltestelle am Hauptbahnhof.

Karlsruhe ist einer der Standorte des neu gegründeten Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM) mit Hauptsitz in München. Es soll Konzepte für eine zukunftsgerichtete Mobilität erarbeiten.

Mobilität 2021: Die heißesten Debatten

Mobilität 2021: Die heißesten Debatten Nicht zuletzt die Flutkatastrophe Mitte Juli hat dafür gesorgt, dass Mobilität 2021 zu einem heiß debattierten Thema geworden ist. Wegen der furchterregenden Klimaprognosen und der weltweiten Pandemie wird immer mehr Menschen klar, dass sich an unserem Verständnis von nachhaltigem Leben etwas ändern muss – und zwar am besten schon gestern.

In Karlsruhe sollen beim Projekt «Country to City Bridge» Verkehr auf dem Land und in der Stadt zusammengebracht werden. Dabei geht es laut Gauterin darum, Vorteile beider Seiten zu verknüpfen. So sei auf dem Land ein eigenes Auto nötig und ermögliche große Flexibilität. In der Stadt sei der öffentliche Nahverkehr sinnvoller. Nutzer könnten so die Fahrzeit für andere Aufgaben nutzen und bräuchten sich auch nicht um Instandhaltung und Wartung der Fahrzeuge kümmern.


Video: Mobilität der Zukunft: Pop-up-Radwege die Lösung? (SAT.1)

Das Projekt ist noch nicht genehmigt, ein genauer Startpunkt unklar. Daher skizzierte Gauterin nur vage, dass es unter anderem um autonomes Fahren und neue Formen der Infrastruktur gehen soll. «Wir haben gute Ideen», sagte er. Zunächst müsse aber herausgefunden werden, was Bürger wollen und was für Betriebe interessant ist. Nach KIT-Angaben geht es darum, «den harten Bruch zwischen motorisiertem Individualverkehr und klassischem öffentlichen Verkehr» zu vermeiden.

Mobilitätsforschung ist in Karlsruhe kein neues Thema: Unter anderem wurden in diesem Jahr bei einem bundesweiten Pilotprojekt autonom fahrende Minibusse ohne vorgegebene Strecken und auf Anfrage der Kunden getestet. Forschungen wie das neue Projekt sind aus Sicht der Leiterin der DZM-Geschäftsstelle, Julia Schmid, «eine noch nie da gewesene Chance für die Verkehrswende». Wie groß das Interesse daran ist, machten auch viele Anfragen von Start-ups deutlich - also junger Unternehmen, die auf dem Gebiet einsteigen wollen.

Berlins neue Staatssekretärin für Mobilität lässt auf sich warten .
Für den Senat gibt es viel zu tun. Doch bis Meike Niedbal von der DB in die Verwaltung wechselt, wird noch einige Zeit vergehen. Es gibt weitere Kritik.Es ist nicht die erste Diskussion um das aktuelle Senatsteam, das kurz vor Weihnachten angetreten ist. Noch im Dezember begann eine Debatte um Ulrike Gote, die neue Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Die Grünen-Politikerin hatte angekündigt, dass sie nicht dauerhaft nach Berlin ziehen, sondern zwischen ihrem Wohnort Kassel und der Hauptstadt pendeln möchte.

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