Wissen & Technik: Sorge vor neue Corona-Variante mit vielen Mutationen

Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung

  Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung Lesen Sie hier alle Entwicklungen zum Coronavirus im Rheinisch-Bergischen Kreis. Sieben Personen, die an Covid-19 erkrankt seien, würden aktuell noch in den vier Krankenhäusern im Kreisgebiet behandelt. Auf Intensivstationen liege unterdessen keiner der Betroffenen.27 weitere bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet meldet der Krisenstab für Freitag und Samstag. Die Fallzahlen von Sonntag und Montag hat der Stab für Dienstag angekündigt.

Die erstmals in Botswana registrierte B.1.1.529 Variante hat 32 Mutationen im Spike-Protein, wodurch sie von unseren Immunzellen schwerer bekämpft werden kann.

Schnellen in Südafrika die Infektionszahlen wegen der neuen Variante derzeit kräftig nach oben? © DW Schnellen in Südafrika die Infektionszahlen wegen der neuen Variante derzeit kräftig nach oben?

Über den Sommer haben wir vergleichsweise wenig über neue Varianten des SARS CoV-2 Virus gehört, weil sich in vielen Teilen der Welt vor allem die hochansteckende Delta-Variante oder ihre Untervariante AY.4.2 (auch Delta Plus genannt) durchgesetzt und andere Mutanten weitgehend ausgeschaltet hat.

Nun liegt der Sommer auf der Nordhalbkugel hinter uns und die Infektionszahlen schießen hier in die Höhe. Auf der Südhalbkugel aber beginnt der Sommer gerade erst und bei sommerlichen Temperaturen müssten dort eigentlich auch die Infektionszahlen sinken oder niedrig bleiben.

Südafrika erkennt neue Covid-19-Variante: Wissenschaftler

 Südafrika erkennt neue Covid-19-Variante: Wissenschaftler Wissenschaftler in Südafrika sagten Donnerstag, sie hatten eine neue Covid-19-Variante mit mehreren Mutationen erkannt, die es für einen Anstieg in Infektionsnummern beschuldigte.

Neue Virus-Variante für hohe Inzidenzen verantwortlich?

In Südafrika aber schnellen die Infektionszahlen derzeit kräftig nach oben. Vor allem im Großraum Gauteng rund um Johannesburg und Pretoria liegen die Inzidenzen über 1000.

Das könnte - muss aber nicht - mit einer neuen Variante zu tun haben, die erstmals am 11. November 2021 in Botswana, also nördlich von Südafrika registriert wurde.

Inzwischen wurde die neue Variante B.1.1.529 auch in Südafrika und bei einem Reisenden in Hongkong bestätigt, der zuvor in Südafrika war. Sorgen bereitet diese neue Variante den Forschenden, weil sie eine "extrem hohe Anzahl von Mutationen" aufweist, nämlich 32 Mutationen im Spike-Protein.

In Afrika kommt die Impfkampagne in einigen Gebieten nur schleppend voran © Provided by Deutsche Welle In Afrika kommt die Impfkampagne in einigen Gebieten nur schleppend voran

Hat sich die Delta-Variante in Japan selber zerstört?

  Hat sich die Delta-Variante in Japan selber zerstört? Zu viele Kopierfehler schwächen die Variante spürbar. Ebbt die fünfte Corona-Welle in Japan deshalb so plötzlich ab? © Kyodo/picture alliance Während in vielen Ländern die Infektionszahlen sprunghaft nach oben schnellen, ist die Corona-Welle in Japan urplötzlich verebbt. Während in vielen Ländern aktuell die Infektionszahlen sprunghaft nach oben schnellen, ist die fünfte Corona-Welle in Japan urplötzlich verebbt. Vor einigen Wochen noch lagen die täglichen Neuinfektionen durch die hochansteckende Delta-Variante in der Spitze bei 26.000, jetzt sind es nur noch 200.

Neue Variante hat sehr viele Mutationen

Aufgrund der vielen Mutationen im Spike-Protein kann die Virus-Variante durch die Immunzellen schwerer bekämpft werden, es entzieht sich der Immunantwort, die sogenannte Immune Escape. Dies könnte weitere Krankheitswellen auslösen - muss aber nicht.

Die vorhandenen Mutationen geben Anlass zu großer Sorge, meinte am Mittwoch Ravi Gupta, ein Professor für klinische Mikrobiologie an der Universität Cambridge. Gupta hatte bereits im Februar bei ersten Laboranalysen nachweisen können, dass zwei der jetzt auch bei B.1.1 529 gefundenen Mutationen die Infektiosität erhöhen und die Antikörpererkennung verringern.

"Ich würde auf jeden Fall erwarten, dass sie von neutralisierenden Antikörpern im Vergleich zu Alpha oder Delta schlecht erkannt wird", so Prof. Francois Balloux, der Direktor des UCL Genetics Institute, gegenüber dem Science Media Center.

neue 'stark mutierte' COVID-Variante zwingt, die Special Meeting

 neue 'stark mutierte' COVID-Variante zwingt, die Special Meeting anrufen kann Umgüterung der Immunität von Impfstoffen und früheren Infektionen. © Fabrice Coffrini / Getty Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein spezielles Treffen genannt, um eine neu aufkommende und "stark mutierte" Variante von COVID-10 diskutieren, die die durch Impfstoffe und vorherige Infektion bereitgestellte Immunität umgehen kann.

Aufmerksam beobachten

Allerdings liegen bislang noch keine wirklich belastbaren epidemiologische Daten dazu vor, wie infektiös diese neue Variante tatsächlich ist. Entscheidend sei aber, wie infektiös die neue Variante tatsächlich ist.

Darauf verwies auf Twitter auch Christina Pagel, Professorin für Operational Research am University College London (UCL).

Zum jetzigen Zeitpunkt sei es laut Balloux "schwierig vorherzusagen, wie übertragbar es ist". Die neue Variante müsse genau beobachtet und analysiert werden, aber es gebe "keinen Grund, sich übermäßig Sorgen zu machen, es sei denn, die Häufigkeit steigt in naher Zukunft an".

Womöglich bei HIV-Infiziertem entstanden

Die große Anzahl von Mutationen in der Variante habe sich offenbar in einem einzigen Schub" angehäuft, was darauf hindeute, dass sie sich während einer chronischen Infektion bei einer Person mit einem geschwächten Immunsystem, möglicherweise einem unbehandelten HIV/Aids-Patienten, entwickelt habe, so Balloux.

WHO-Entwarnung: Neue COVID-Variante nicht besorgniserregend .
Trotz der vielen Mutationen bereitet die in Frankreich entdeckte B.1.640.2-Variante den Experten wenig Sorgen. Hinter dem falschen Alarm steckt ein zweifelhafter Mediziner aus Frankreich. © Fabrice Coffrini/AFP Provided by Deutsche Welle Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt die in Frankreich entdeckte neue Variante B.1.640.2 im Moment wenig Anlass zur Sorge. Der zuständige WHO-Mediziner Abdi Mahmud bestätigte in Genf, dass die WHO die Variante seit November beobachtet. Sie habe sich aber seitdem offenbar nicht weit verbreitet.

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