Wissen & Technik: Strom für E-Autos wird teurer - Preiserhöhung an der Ladesäule

Amazon verteuert Prime-Abo in Deutschland

  Amazon verteuert Prime-Abo in Deutschland Auf Amazon-Prime-Kunden kommt - laut Konzern inflationsbedingt - eine Preiserhöhung zu. Es ist die erste seit 2017.Die Änderung gelte «frühestens mit Fälligkeit der nächsten Zahlung, an oder nach dem 15. September 2022», hieß es weiter. Der weltgrößte Online-Händler verwies bei der Ankündigung auch darauf, dass es die erste Anhebung in Deutschland seit 2017 sei und man das Angebot unter anderem im Videostreaming ausgebaut habe.

Die Energiepreise steigen aktuell stetig an. Das betrifft natürlich auch E-Auto-Ladesäulen. Wie viel der Strom kostet, erfahren Sie hier.

  Strom für E-Autos wird teurer - Preiserhöhung an der Ladesäule © Shell / Patrick Lang

Vermutlich provoziert die Meldung "XYZ wird teurer" schon bald nicht mehr Reaktion als ein kraftloses Schulterzucken. Zu inflationär geht das Leben seit den letzten Wochen und Monaten mit gestiegenen Kosten für zahlreiche Güter einher. Allen voran steht dabei die Energie und das bekommen nun auch die Elektroauto-Fahrer zu spüren. Die Zeiten von weniger als 40 Cent pro kWh sind – zumindest vorerst – Geschichte.

Mehrkosten von rund 10 Prozent

Wer sein Auto an den Festpreis-Schnellladesäulen von Shell Recharge aufladen möchte, muss ab dem 28. September 2022 dafür 64 statt 59 Cent pro Kilowattstunde hinblättern. Bei den Roaming-Partnern klettert der Preis gar auf 74 Cent, wer mit einem Shell-Vertrag die Ionity-Säulen nutzt, wird dagegen weiterhin mit 81 Cent pro kWh plus 35 Cent Transaktionsgebühr je Ladevorgang zur Kasse gebeten. Weitere Änderungen im Tarif-Konstrukt betreffen das Normallladen. Hier entfallen die Minutentarife, stattdessen sind pro kWh fix 49 Cent fällig (zuvor 46 Cent). Außerdem führt das Unternehmen eine Blockiergebühr von 10 Cent pro Minute ein, die ab einer Ladezeit von vier Stunden berechnet wird. Gedeckelt sind diese Extra-Kosten auf höchstens 12 Euro, zudem fallen sie zunächst nur im Roaming-Netz und nicht an den Ladepunkten von Shell selbst an.

Interesse an E-Autos deutlich gewachsen: Lange Lieferzeiten

  Interesse an E-Autos deutlich gewachsen: Lange Lieferzeiten Reduzierte Öllieferungen aus Russland und die damit einhergehende Debatte um einen rascheren Abschied von fossilen Energieträgern beeinflussen zunehmend den Kauf von Neuwagen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo E-Autos langsam in Fahrt kommen.Trotz des im Vergleich zu früheren Jahren hohen Anteils an neuen E-Autos bleibt Mecklenburg-Vorpommern hinter dem Zuwachs in den meisten anderen Bundesländern zurück. Im benachbarten Schleswig-Holstein etwa hatten im ersten Halbjahr 29 Prozent der neu zugelassenen Autos einen Elektroantrieb. Laut Kraftfahrtbundesamt waren es bundesweit rund 310 000 Fahrzeuge und damit 25 Prozent der Neuwagen.

Schon zum ersten September hatte Allego die Preise für AC- und DC-Laden angepasst. Die Wechselstrom-Variante berechnet der Anbieter nun mit 47 statt 43 Cent pro Kilowattstunde, den schnelleren Gleichstrom-Ladevorgang bezahlen Sie pro kWh mit 75 statt 65 Cent.

Bartsch schlägt „Wintergeld“ vor – Laumann kritisiert Entlastungspläne der Ampel

  Bartsch schlägt „Wintergeld“ vor – Laumann kritisiert Entlastungspläne der Ampel Berlin/Düsseldorf. Steigende Preise, nicht nur bei der Energie: Die Bundesregierung will Verbrauchern mit einem Entlastungspaket helfen. Die Details sorgen jedoch für Diskussionen, aus der Opposition kommen teils ganz andere Vorschläge. Für Betroffene ist die Lage dramatisch, etwa bei Studierenden. © Fabian Sommer Eine Person macht eine Heizung an (Symbolfoto). Zur Abfederung der hohen Energiepreise und der Inflation hat Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen ein staatliches „Wintergeld“ vorgeschlagen.

Günstiger ist man aktuell noch mit dem vertragsfreien Standard-Tarif der EnBW unterwegs. 45 Cent pro Kilowattstunde sind für AC-Laden, 55 Cent pro kWh pro DC-Laden fällig. Eine Anpassung sei zudem derzeit nicht geplant, wie das Unternehmen unlängst dem Magazin "Stern" mitteilte. Im gleichen Atemzug verwies der Sprecher jedoch auf die große Dynamik der derzeitigen Situation, die verbindliche Prognosen nicht zulasse. Ähnlich äußerte man sich bei Ionity.

In unserer Fotoshow oben im Artikel erfahren Sie, bei welchen Supermärkten und Handels-Ketten aktuell Ladepunkte zur Verfügung stehen oder wo noch zusätzliche Infrastruktur geplant ist. Wo Sie derzeit sogar noch kostenlos laden können, erfahren Sie HIER.

Stromkosten explodieren - Stromsperre: Wann darf der Energieversorger den Strom abstellen? .
Die Energieversorgung ist in Deutschland teuer, was dazu führt, dass hierzulande jährlich hunderttausenden Haushalten der Strom abgestellt wird. Doch ab wann dürfen die Anbieter die Versorgung sperren? © Bereitgestellt von Finanzen.net MIKE CLARKE/AFP/Getty Images Hunderttausende Haushalte ohne Strom Von jetzt auf gleich ist der Haushalt ohne warmes Wasser und ohne Strom. Lebensmittel können nicht mehr kühl gelagert und mit Blick auf die kalte Jahreszeit kann auch nicht mehr geheizt werden. Genau mit diesem Problem mussten im Jahr 2020 insgesamt 230.

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