Wissen & Technik: Tesla-Konkurrent Byton vor dem Aus: Standort München macht dicht, hochrangiger Ex-BMW-Manager floh nach China

Gegen Tesla und Google: BMW arbeitet mit Hochdruck an neuem Auto-Betriebssystem

  Gegen Tesla und Google: BMW arbeitet mit Hochdruck an neuem Auto-Betriebssystem BMW baut ein komplett neues Betriebssystem für seine Fahrzeuge. Das erste Auto mit dem neuen OS wird der Luxus-Stromer BMW iX. © BMW Das Cockpit des BMW iX. BMW richtet sich unter der Führung von Oliver Zipse neu aus: Erst im November hatte der bayerische Autokonzern die Entwicklung einer eigenen Elektroplattform zur Chefsache erklärt. Die neue digitale Plattform, auf der nach und nach alle Fahrzeuge des Herstellers basieren werden, werde zentral über das Entwicklungsressort gesteuert.

Noch vor einem Jahr hatte das chinesische E-Auto-Startup Byton ganz große Pläne: den internationalen E-Automarkt erobern und noch im Herbst 2020 mit der Massenproduktion von E-Autos beginnen. Das verkündete der damals noch zuversichtliche Byton-Chef Daniel Kichert, ein ehemaliger BMW-Manager. Bereits 60.000 Vorbestellungen habe es für das auf der CES im Januar vorgestellte Elektroauto M-Byte-SUV von Byton gegeben, wie das Tech-Portal „t3n“ berichtete. In diesem Jahr hätte es in Europa und Nordamerika ausgeliefert werden sollen. Daraus wird nun nichts. Das Startup muss die Produktion stoppen.

Foxconn und Byton wollen gemeinsam Elektro-SUV M-Byte produzieren

  Foxconn und Byton wollen gemeinsam Elektro-SUV M-Byte produzieren Die strategische Vereinbarung zwischen dem Apple-Partner und dem Startup soll die Produktion des Elektroautos beschleunigen. Beide Unternehmen treiben dabei ganz unterschiedliche Motive an. © Byton Von zwei geplanten Modellen blieb nur eines übrig: das Premium-SUV M-Byte links. Mit dem Premium-SUV M-Byte will das Elektroauto-Startup Byton debütieren. Gleichzeitig will Foxconn die eigenen Anstrengungen in diesem Segment voranbringen. Der Electronic-Manufacturing-Dienstleister (EMS) versucht sich damit aus der Abhängigkeit seines Hauptkunden Apple zu befreien.

Die Coronavirus-Pandemie machte dem einstigen Tesla-Angreifer einen Strich durch die Rechnung. Fast die Hälfte der Mitarbeiter in den USA seien Berichten zufolge bereits im letzten Jahr beurlaubt worden. Auch die rund 70 deutschen Mitarbeiter sind in Kurzarbeit – und erheben laut „Bild“ nun schwere Vorwürfe gegen Byton und Daniel Kirchert: Gehälter und Kurzarbeitergeld sollen seit Monaten nicht mehr gezahlt worden sein.

Insolvenz soll Byton zwar noch nicht angemeldet haben, das Gebäude der Byton Deutschland GmbH, deren Geschäftsführer Kirchert war, stehe allerdings seit Monaten leer, der Mietvertrag sei gekündigt – auch, weil die chinesischen Eigentümer seit Monaten die Rechnungen und Mieten nicht mehr bezahlt haben. Nach Informationen der „Automobilwoche“ wird das in München ansässige Design- und Entwicklungszentrum komplett geschlossen. Die Staatsanwaltschaft München I soll zudem einen Haftbefehl gegen Kirchert wegen Insolvenzverschleppung erlassen haben. Der wiederum habe sich inzwischen mit seiner Familie nach Hongkong abgesetzt.

Tesla beginnt mit der Auslieferung von Fahrzeugen des Modells Y in China, nachdem der Verkaufspreis für Vorbestellungen um 30% gesenkt wurde.

 Tesla beginnt mit der Auslieferung von Fahrzeugen des Modells Y in China, nachdem der Verkaufspreis für Vorbestellungen um 30% gesenkt wurde. Tesla Modell Y Tesla hat mit der Auslieferung des Modells Y in China begonnen. Der Autohersteller gab Anfang dieses Monats bekannt, dass er mit der Herstellung des SUV-Crossovers in seiner Gigafactory in Shanghai begonnen hat. Damit ist er das zweite Modell, das Tesla in China produziert. Laut Daniel Ives, Analyst bei Wedbush, könnte China für Teslas Erfolg von zentraler Bedeutung sein und im Jahr 2022 potenziell 400.000 Verkäufe erzielen.

Auch andere Top-Manager von Byton haben das Unternehmen laut „Automobilwoche“ inzwischen verlassen, darunter Designchef Benoit Jacob, der ebenfalls früher bei BMW gearbeitet hat. Chief Customer Officer Andreas Schaaf und Marktingchef Henrik Wenders sind ebenfalls nicht mehr an Bord.

  Tesla-Konkurrent Byton vor dem Aus: Standort München macht dicht, hochrangiger Ex-BMW-Manager floh nach China © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland

Japanische und koreanische Geldgeber hielten Investments bisher zurück

Wie Business Insider schon 2020 berichtete, hoffte das Startup, finanzielle Rückendeckung von chinesischen Behörden bekommen. Bis zu einer halben Milliarde Dollar sollten japanische und südkoreanische Geldgeber 2020 in Byton investieren und damit dem Unternehmen bei Finanzierungsengpässen Abhilfe verschaffen. Die Finanzierungsrunde schlug fehl: Mehrere Geldgeber hielten aufgrund der Coronavirus-Pandemie angekündigte Überweisungen bisher zurück, berichtet unter anderem die „ARD“.

Elon Musk kann die selbstfahrende Tesla-Roboterachse dazu beitragen, die Bewertung des Unternehmens in Höhe von 800 Milliarden US-Dollar zu rechtfertigen.

 Elon Musk kann die selbstfahrende Tesla-Roboterachse dazu beitragen, die Bewertung des Unternehmens in Höhe von 800 Milliarden US-Dollar zu rechtfertigen. Laut Teslas CEO Elon Musk. Tesla kann seinen Umsatz verdoppeln, wenn es ein Netzwerk selbstfahrender Roboterachsen aufbaut, sagte sein CEO Elon Musk am Mittwoch. Dies könnte möglicherweise zu einer Bewertung von rund 1 Billion US-Dollar führen, sagte er. Dies würde jedoch von wesentlichen Verbesserungen der selbstfahrenden Technologie von Tesla abhängen. Weitere Informationen zu finden Sie auf der Homepage von Business Insider.

Die lange Pause und die finanziellen Probleme könnten es für Byton nun schwer machen, wieder in den Markt zurückzufinden und mit der Konkurrenz wie Tesla, Volkswagen oder Ford mitzuhalten. Das könnte laut Experten das endgültige Aus für das E-Auto-Startup bedeuten – nicht jedoch zwingend für das Auto M-Byte, von dem es bisher einen Prototyp gibt. Ein neuer Investor sei laut „Bild“ eingestiegen, ein neues Management soll für einen neuen Eigentümer die Serienproduktion vorbereiten.

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Rückkehr eines legendären Sportwagens - Erlkönig BMW M4 CSL (2022) .
BMW testet aktuell einen ganz besonderen BMW M4, der eine legendäre Typenbezeichnung wiederaufleben lässt. 2022 kehrt als Krönung der M4-Modelle das Kürzel CSL (Coupé Sport Leichtbau) zurück. © Stefan Baldauf Schon 2018 gab es die ersten Anzeichen, dass BMW die Bezeichnung zurückbringt, damals ließen die Bayern CLS für die M-Modelle als Zusatzbezeichnung schützen. Nun testet BMW das Modell noch schwer getarnt auf öffentlichen Straßen.

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